Alles rund um die Resident-Evil-Reihe

Sony Pictures und Constantin Film haben einen ersten Trailer zum kommenden Kinofilm Resident Evil: Welcome to Raccoon City veröffentlicht.
Nächsten Monat dürfen Besitzer einer Oculus Quest 2 als Leon S. Kennedy in Resident Evil 4 VR nach Spanien reisen.
Aus starren Kameraperspektiven wird in diesem Fan-Remake von Resident Evil eine Ego-Ansicht.
Capcom braucht bedeutend mehr Zeit für die Fertigstellung von Resident Evil Re:Verse.
Ja, es gibt Neues zu Resident Evil Village, aber wirklich viel ist es nicht.
Peter Fabiano zieht es nach 13 Jahren bei Capcom wieder zurück in die USA. Sein neuer Arbeitgeber heißt Bungie.
Ab Mitte Juni dürft ihr ein bisschen "Resident Evil"-Flair im Multiplayer-Game Dead by Daylight erleben.
Capcom und Netflix haben neue Details zur Serie Resident Evil: Infinite Darkness veröffentlicht und einige Charaktere vorgestellt.
Resident Evil Village ist weniger Grusel, mehr Horror-Action, abwechslungsreich, schön, aber auch ohne klare Linie.
Die Modding-Szene lässt sich nicht lumpen und hat schon einige schöne Mods für Resident Evil Village zu bieten.
Die Reise von Ethan Winters in Resident Evil Village ist schon jetzt ein Erfolg für Capcom.
Ganz ehrlich: Mit dieser Mod wird Resident Evil Village ganz bestimmt nicht weniger gruselig.
Wenn Fans viel Leidenschaft in ein Projekt stecken, kommt so was wie Resident Evil: True Director’s Cut dabei heraus.
Warum sollte es nicht eine fast kinderfreundliche Werbung mit Puppen und Gesang zu Resident Evil Village geben?
Es gibt einige Probleme bei der Entwicklung von Resident Evil Re:Verse. Das Multiplayer-Spiel verschiebt sich.
Capcom reagiert auf die Kritik und erweitert den Zeitraum, in dem ihr die Demo von Resident Evil Village spielen könnt.
Die zweite Hälfte der "Resident Evil Village"-Demo liefert kaum neue Erkenntnisse, bis darauf, dass wir wohl blind sind.
Capcom, Armature Studios und Facebook haben neue Informationen zu Resident Evil 4 VR veröffentlicht.
Tests vor dem Start eines Online-Spiels sind wichtig. Das haben die vergangenen Tage bei Resident Evil Re:Verse gezeigt.
Die erste kleine Portion richtigen Gameplays aus Resident Evil Village hat uns wunderbar gemundet.

Resident Evil definiert das Survival-Horror-Genre

Was 1996 unter dem Namen Biohazard in Japan als Versuch startete, mutierte schnell und hat mittlerweile ein ganzes Genre geprägt. Geworden ist daraus eine der bekanntesten Spielereihen überhaupt mit Dutzenden Titeln inklusive diversen Ablegern, Remakes und sogenannten Derivaten. Dazu eine Realfilmreihe, mehrere Animationsfilme, Comics und Romane. Wenn es um den blanken Horror des Überlebens geht, führt an Resident Evil kein Weg mehr vorbei.

Am Anfang standen Schatzsucher

Der Ursprung von Resident Evil liegt im 1989 in Japan erschienenen Rollenspiel Sweet Home für die Famicom-Konsole. Darin geht es um mehrere Schatzsucher, die in einer verlassenen Villa gefangen sind und ums Überleben kämpfen, während sie nebenbei das Geheimnis um das Anwesen und deren ehemalige Bewohner lüften.

Für Sweet Home war eine Fortsetzung geplant, wegen fehlender Lizenzrechte entstand jedoch ein gänzlich anderes Spiel. Hersteller Capcom brachte den geplanten “Sweet Home”-Nachfolger als Biohazard auf den japanischen Markt, das viele Gemeinsamkeiten mit seiner Inspirationsquelle hat, obwohl inhaltlich kein Zusammenhang besteht:

  • ein Herrenhaus als Schauplatz
  • Kampf gegen Monster
  • ein begrenztes Inventar
  • verdunkelte Räume, die erst erhellt werden müssen
  • Raumwechsel über eine Tür-Sequenz

Insbesondere die sich öffnende Tür als Zwischensequenz wurde zum Erkennungsmerkmal der Reihe.

Resident Evil 1 – Ein Meilenstein der Videospielgeschichte

Darüber hinaus setzte das erste Resident Evil weitere Pfeiler in die Spielewelt und sorgte mit innovativen Ideen für die Weiterentwicklung eines ganzen Genres mit Titeln wie Silent Hill oder Dead Space, die später als Survival-Horror-Spiele zusammengefasst wurden. Wie schon Alone in the Dark setzt Resident Evil auf feste Kamerawinkel zur Darstellung der Umgebung, durch die sich die Spielfigur und ihre Gegner bewegen. Enge Gänge und die Ungewissheit, was sich hinter der nächsten Ecke verbirgt: Das hat eine besondere Art von Nervenkitzel erzeugt.

Zudem wird ein konstanter Mangel an Munition und generell an Ausrüstung geschaffen, was nicht nur das Haushalten mit den verfügbaren Gegenständen wichtig macht, sondern auch die ständige Angst heraufbeschwört, plötzlich ohne eine Möglichkeit der Gegenwehr dazustehen. Waffen, Munition, Schlüssel oder doch lieber mehr Heilung? Das spärlich bestückbare Inventar hat mittlerweile den Weg in viele Spiele gefunden.

Ein weiteres prägendes Element ist der verschachtelte Metroidvania-ähnliche Aufbau der Räume. Das Herrenhaus wirkt wie ein Labyrinth aus Gängen, Treppen und Zimmern. Bestimmte Türen sind zunächst verschlossen, später findet man aber die passenden Schlüssel und erschließt sich so Zugang zu bis dahin nicht erreichbaren Ecken oder Abkürzungen.

Die Story von Resident Evil dreht sich um den Ausbruch des T-Virus in der fiktiven Stadt Raccoon City, der für mehrere mysteriöse Todesfälle verantwortlich ist und von den spielbaren Charakteren Jill Valentine beziehungsweise Chris Redfield aufgedeckt wird. Sie sind Mitglieder eines militärischen Rettungsteam und finden Unterschlupf in einem verlassenen Anwesen, nachdem ein anderes Team, das die Vorfälle eigentlich untersuchen sollte, bei einem Unfall in der Nähe des Hauses abgestürzt ist. Je nachdem, welche Entscheidungen im Spielverlauf getroffen werden, sind unterschiedliche Enden möglich.

Resident Evil erschien als Erstes für die PlayStation und schlug ein wie eine Bombe. Es wurde später für diverse weitere Systeme veröffentlicht und auch mehrmals neu aufgelegt, zum Beispiel 2002 mit einem gefeierten Remake und zuletzt als Remaster für PS3, PS4, Xbox 360 und Xbox im Jahre 2014.

1998 toppt Resident Evil 2 die Vorlage in gleich mehrfacher Ausführung

Der phänomenale Erfolg von Resident Evil sorgte für die sofortige Produktion eines Nachfolgers, der zwei Jahre später auch erschien. Resident Evil 2 übernimmt eine Vielzahl der Design- und Gameplayphilosophien. Hinzu kommen Zwischensequenzen im Videoformat sowie eine veränderte Bewegungsfreiheit, wenn sich die Spielfigur verletzt. Insgesamt ist der Titel von 1998 actionreicher und die Helden bekommen es mit wesentlich mehr Zombies zu tun. Außerdem ist es nun möglich, Waffen umzurüsten sowie zu verbessern und ihr könnt zwei verschiedene Plots erkunden. Mit Leon S. Kennedy und Claire Redfield gibt es zwei spielbare Figuren, jede mit ihrem eigenen Handlungsstrang, wobei es einige Überschneidungen gibt.

Die Geschichte von Resident Evil 2 spielt in Raccoon City, wo sich das tödliche Virus mittlerweile ausgebreitet hat und für haufenweise mutierte Untote sorgt. Chris Redfield, der Protagonist des ersten Teils, ist verschwunden. Seine Schwester Claire macht sich auf die Suche nach ihm und trifft auf den Polizisten Leon. In der Stadt werden sie von der Zombiepandemie überrascht, suchen Antworten im örtlichen Polizeirevier und finden schließlich Hinweise auf ein neu entwickeltes G-Virus, das in der Kanalisation von Raccoon City freigesetzt wurde. Gemeinsam mit der Tochter eines der an der Virusforschung beteiligten Wissenschaftlers gelingt ihnen letztendlich die Flucht.

Resident Evil 2 bleibt dem Vorgänger in Vielem treu, öffnet die Hintergrundgeschichte aber für eine Bandbreite an zusätzlichen Geschichten rund um Verschwörungstheorien, Geheimorganisationen und das Vertuschen von Vorfällen. Das hat damals Stoff für zahlreiche Sequels geboten.

Eine neue Angst kommt mit Resident Evil 3: Nemesis

Das vielfache Lob von Kritikern sowie der Community zu Resident Evil 2 äußerte sich für Publisher Capcom in einem Verkaufsschlager. Die Arbeit an gleich mehreren parallelen Projekten im RE-Universum begann. Als offizieller dritter Teil erschien Resident Evil 3: Nemesis, in dem ihr wieder in die Rolle von Jill Valentine schlüpft. Sie bekommt es mit dem Widersacher Nemesis zu tun, der alle Mitglieder von Jills Einheit töten soll, um Mitwisserschaft zu verhindern. Er ist ein unaufhaltbares Monster, das Jill gnadenlos jagt. Außerdem ist Carlos Oliveira erstmals spielbar, ein Soldat der Firma Umbrella, die hinter dem Virus steckt.

Neu in diesem Teil der Reihe ist die Option, Munition selbst herzustellen, um dem zunehmenden Fokus auf Action gerecht zu werden, ohne auf die Einschränkungen im Inventar zu verzichten. Darüber hinaus gilt es, in Sekundenschnelle aus einer Auswahl Entscheidungen zu treffen, die den weiteren Verlauf der Story beeinflussen.

Code Veronica bringt die Story voran, trotzdem hat niemand lange was davon

Der eigentliche vierte Teil wurde 2000 zunächst exklusiv für die Dreamcast von SEGA veröffentlicht und erschien erst später als Resident Evil Code: Veronica X für PlayStation 2, PlayStation 3, Nintendo GameCube und Xbox 360. Jetzt ist wieder Claire an der Reihe, die nach wie vor ihren Bruder sucht. Neu ist Steve Burnside, mit dem sie zusammen aus den Fängen Umbrellas zu fliehen versucht. Auch Chris Redfield aus Teil 1 ist wieder dabei und es gibt nach mehreren Handlungssträngen ein Wiedersehen in der Antarktis.

Wie schon in Resident Evil 3: Nemesis ist keine Charakterwahl mehr möglich, die verschiedenen Figuren wechseln sich innerhalb der Story ab. Zudem setzten die Macher nicht mehr auf vorgerenderte Hintergründe, sondern auf komplett in Echtzeit berechnete Szenen. Zehn Jahre lang war dieser Teil indiziert, erst 2014 erfolgte die Neubewertung der USK mit einer Alterfreigabe ab 16 Jahren für die ungeschnittene Version.

Zero belebt die Vorgeschichte

Resident Evil Zero war lange Jahre nur auf dem Nintendo GameCube zu finden. Erst 2008 (Wii) beziehungsweise als HD-Remaster 2016 (PlayStation, Xbox) und 2019 (Nintendo Switch) erschien der Titel auf anderen Systemen. In Zero beleuchtet ihr die Vorgänge, die zum Verschwinden des Bravo-Teams aus dem ersten Teil führten. Unterwegs seid ihr dieses Mal als Rebecca Chambers, frischgebackenes Mitglied des S.T.A.R.S.-Team Bravo und Billy Coen, einem verurteilten Verbrecher auf der Flucht.

Die Figuren können in manchen Situationen beliebig gewechselt oder mitunter sogar simultan gesteuert werden. Auch das etablierte Setup mit vorgerenderten Bildern und fixer Sichtwinkel wird beibehalten, dennoch finden insbesondere beim HD-Remaster grafisch wie soundtechnisch Verbesserungen statt. In Sachen Gameplay gibt es einige Änderungen im Inventar, obwohl man auch hier den alten Beschränkungen treu bleibt.

Resident Evil 4 und 5 machen einiges anders

Der eigentliche sechste Teil der "Resident Evil"-Reihe trägt den Titel Resident Evil 4. Nun nehmt ihr es nicht mehr mit Zombies auf, sondern mit menschlichen Gegnern, die mit einem Parasiten infiziert sind.

Capcom hat mit Resident Evil 4 die bis dahin bestimmende Konvention der festen Kameraposition hinter sich gelassen: Das Geschehen verfolgt ihr aus der Third-Person-Sicht, gebunden an den Charakter. Zusammen mit dem deutlich Action-lastigeren Gameplay (mehr Schusswechsel, Quick-Time-Events etc.) ist das Spiel aus dem Jahre 2005 mehr Action-Adventure denn Survival-Horror.

Trotz der spielerischen Änderungen kam Resident Evil 4 bei Kritikern wie Community extrem gut an, was in Teilen auch noch auf den Nachfolger zutraf, der das neue Rezept fortführte. Bei Resident Evil 6 änderte sich die Lage aber gewaltig.

RE 6 fällt durch

Für den achten Teil der "Resident Evil"-Reihe mit der Kennziffer 6 im Titel fiel 2012 der Startschuss. Resident Evil 6 bietet vier miteinander verwobene Handlungsstränge, die als einzelne Szenarien spielbar sind. Spielerisch geht es noch mehr in Richtung Action und so hat sich der Titel weit vom Survival-Horror-Genre, das eigentlich als Kern der Serie galt, entfernt. Dementsprechend wurde er von der Community mit bestenfalls gemischten Gefühlen aufgenommen.

Resident Evil 7: Biohazard markiert einen Neuanfang

Keine Quick-Time-Events mehr, dafür wesentlich mehr Horror-Einlagen und begrenzte Munition: Mit Resident Evil 7: Biohazard ist Capcom teilweise zum Erfolgsrezept früherer Teile zurückgekehrt. Dennoch macht der Titel einiges neu, denn es ist der erste Teil der Hauptreihe, der komplett in VR spielbar ist und mit einer Egoperspektive daherkommt.

Ihr spielt Ethan Winters, der nicht nur wenig Kampferfahrung besitzt, sondern auch mit den Geschehnissen rund um Raccoon City und Umbrella nicht wirklich was zu tun hat. Auf der Suche nach seiner Frau verschlägt es ihn auf die Farm der Bakers.

Keine Shooter-Passagen gegen Gegnerhorden, dafür Schleicheinlagen und teils knifflige Rätsel stehen auf dem Programm. Wieder sind verschiedene Enden möglich. Die beklemmende Atmosphäre von Resident Evil 7: Biohazard erinnert stark an das, was die Serie in den Neunzigern geprägt hat: Horror pur. Der Neustart hat auch Capcom geholfen. Millionenfache Verkäufe und ein besseres Markenimage haben die Richtung vorgegeben, in die Resident Evil zukünftig gehen soll.

Resident Evil Village bietet glorreiche B-Movie-Horror-Action

Der zehnte Teil der Survival-Horror-Reihe trägt den Namen Resident Evil Village. Die Geschichte um Ethan Winters und seine Familie setzt sich fort, dieses Mal in Osteuropa. Seine Frau Mia wird von niemand Geringerem als Chris Redfield höchstselbst umgebracht, seine Tochter entführt. Die Handlung führt den Protagonisten zu einem wahren Horrorschloss mit durchgeknallten Bösewichten.

Insgesamt ist Resident Evil Village aber weniger gruselig als sein Vorgänger, bietet mehr Action und wirkt wie eine Mischung aus RE7 und RE4 – nur mit schlechterer Story. Resident Evil Village ist aber auch ein technisches Meisterwerk mit einer tollen Spielwelt und einer abwechslungsreichen Kampagne, wie wir in unserem Test feststellen.

Grandiose Remakes

Die gelungene HD-Neuauflage des Remakes von Teil 1 aus dem Jahre 2014 haben wir bereits erwähnt. 2019 erschien das Remake zu Resident Evil 2, das noch einmal eine Schippe drauflegte, wie schon das Original mehr als zwanzig Jahre zuvor. Ein fantastisches Leveldesign, modernes Gameplay und neue Optik verhelfen dem Spiel zum millionenfachen Verkaufshit zu werden. Capcom legt auch umgehend weitere Remakes zur Reihe nach.

Abstecher ins Shooter-Genre

Die meisten Abstecher von der Hauptreihe findet ihr im Bereich der Shooter. Anfang des neuen Jahrtausends gab es mit Survivor und Survivor 2: Code Veronica zwei Ableger, die sich auf die First-Person-Perspektive konzentrierten. Mit Resident Evil: Dead Aim existiert zudem ein Lightgun-Shooter, der schon früh die "Über-die-Schulter"-Sicht nutzt. Resident Evil: The Darkside Chronicles und sein hierzulande indizierter Vorgänger sind Rail-Shooter im RE-Universum. 2012 veröffentlichte Capcom außerdem einen Third-Person-Shooter unter dem Namen Operation Raccoon City, der euch auf die Seite Umbrellas verschlägt. Die meisten Shooter jenseits der Hauptreihe können immer noch solide Verkaufszahlen vorweisen, was aber eher der Marke an sich denn der Qualität der einzelnen Spiele zu verdanken ist.

Ausnahmen bilden die Ableger Resident Evil Revelation und dessen Nachfolger, die wieder mehr in Richtung Survival-Horror gehen und bessere Kritiken einfuhren.

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