EA will ein Battlefield-Universum, gibt Vince Zampella die Verantwortung

Der Chef von Respawn Entertainment wird neuer Schirmherr der Battlefield-Marke, mit der EA so einiges vorhat.

Battlefield 2042

Battlefield-Fans haben es seit Jahren nicht leicht. Battlefield 5 entpuppte sich trotz spielerischer Qualitäten im Nachhinein als Flop, weil DICE es nicht mit ausreichend Inhalten versorgt hat, die die Fans auch haben wollten, und der Release von Battlefield 2042 im November erwies sich als großes Desaster. So etwas kann in der heutigen Zeit schnell das Ende einer Marke bedeuten, doch Publisher Electronic Arts hat ganz andere Pläne. Er will das Battlefield-Franchise noch weiter ausbauen – und entzieht DICE quasi die Hauptverantwortung für die Reihe.

Fangen wir mal damit an, dass EA ein „verbundenes Battlefield-Universum“ erschaffen möchte, wie GameSpot berichtet. Was das bedeutet, erklärt kein Geringerer als Vince Zampella. Der Chef von Respawn Entertainment (Apex Legends, Star Wars Jedi: Fallen Order) ist nun der neue Schirmherr der Battlefield-Marke. Er soll die Neuausrichtung managen und stellt klar, dass man nicht vorhabe, Battlefield 2042 durch neue Spiele zu ersetzen.

„Das ist in vielerlei Hinsicht eine 'Und'-Strategie“, so Zampella. „Wir werden Battlefield 2042 weiterentwickeln und wachsen lassen und neue Arten von Erfahrungen und Geschäftsmodellen erkunden“, heißt es weiter. Er spricht von Charakteren und Narrativen, die sich mehrere Spiele teilen sollen. Ein Projekt, das Teil dieses neuen Universums sein wird, ist bereits angekündigt: Industrial Toys, das Studio von Bungie-Mitgründer Alex Seropian, arbeitet derzeit an Battlefield Mobile, das nächstes Jahr erscheinen soll.

Generell werden in Zukunft mehr Studios an eigenen Projekten innerhalb des Battlefield-Franchise arbeiten, als es bislang der Fall war. Ripple Effect, ehemals DICE L.A., arbeitet bereits an einer neuen Erfahrung im Universum von Battlefield 2042. Was es damit auf sich hat, ist nicht bekannt. Das Studio wird aber auch noch weiter an Inhalten für „Battlefield Portal“ werkeln.

Ein weiteres Team, das künftig mit Battlefield zu tun hat, ist das von Marcus Lehto. Der hat dieses Jahr bei EA angefangen zu arbeiten, nachdem sein eigenes Unternehmen V1 Interactive aufgrund des Misserfolgs von Disintegration schließen musste. Das neue Studio des einstigen Halo-Entwicklers in Seattle hat noch keinen Namen und befindet sich auch noch im Aufbau. Es steht aber schon fest, dass es die Story von Battlefield 2042 in Form einer „Vielzahl von Erfahrungen“ erweitern soll. Das sagt Byron Beede, der ebenfalls dieses Jahr von Electronic Arts angeworben wurde. Der „Call of Duty“-Veteran soll der Marke zu neuen Höhen verhelfen und wird nun gemeinsam mit Vince Zampella daran arbeiten. Laut ihm werde das, was Lehtos Team kreiere, in „späteren Saisons“ von Battlefield 2042 und darüber hinaus zu sehen sein.

Die Neuigkeiten hören an dieser Stelle noch nicht auf. Ihr fragt euch bestimmt, was mit DICE ist. Nun, die Schweden werden natürlich weiterhin an Battlefield 2042 arbeiten. Der Shooter ist ja nun mal als Servicegame konzipiert und die erste Saison hat noch nicht mal begonnen. Das soll erst Anfang 2022 geschehen, ein genaues Datum ist noch nicht bekannt. Die Arbeiten an neuen Inhalten werden aber nicht mehr von Oskar Gabrielson überwacht. Der hat nun verkündet, von seiner Stelle als General Manager zurückzutreten und EA Ende des Jahres zu verlassen. Seine Nachfolgerin ist Rebecka Coutaz, die die letzten zehn Jahre bei Ubisoft Annecy (Riders Republic) gearbeitet hat.

Ihr merkt: Es ist einiges im Gange bei Electronic Arts in Bezug auf Battlefield. Die kommenden Jahre werden zeigen, wie viele Spiele auf uns zukommen und ob die Marke als großes, verbundenes Universum zu alten Stärken zurückfinden kann.

Quelle: GameSpot (#1, #2)

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