UPDATE: Telltale Games: The Walking Dead wird vielleicht abgeschlossen

The Walking Dead: The Final Season könnte doch noch fertiggestellt werden und auch für Stranger Things gibt es Hoffnung.

Update vom 25.09.2018: Das Ende von Telltale bedeutete bis gestern scheinbar auch das vorzeitige Ende für The Walking Dead: The Final Season. Die zweite Episode erscheint heute, die Folgen 3 und 4 sollten gar nicht mehr kommen, hieß es. Doch Telltale macht Hoffnung, dass die Geschichte rund um Clementine doch noch einen würdigen Abschluss findet. Das Entwicklerstudio twitterte, dass mehrere potenzielle Partner sich gemeldet hätten, um bei der Fertigstellung der Staffel zu helfen. "Während wir heute keinerlei Versprechen abgeben können, arbeiten wir aktiv an einer Lösung, die es Episode 3 und 4 erlaubt, finalisiert und in irgendeiner Form veröffentlicht zu werden", schreibt Telltale. Mit etwas Glück bekommen diejenigen, die bereits für die komplette Staffel bezahlt haben, also doch noch sämtlichen Inhalt.

Auch das "Stranger Things"-Spiel ist nicht gänzlich vom Tisch oder sagen wir besser: Ein "Stranger Things"-Spiel ist nicht vom Tisch. Polygon habe von Netflix erfahren, dass der Video-on-Deman-Gigant weiterhin daran festhalte, die Welt der beliebten Serie in einem interaktiven Medium zum Leben zu erwecken. Man evaluiere derzeit andere Optionen, um das zu verwirklichen. Das bedeutet also nicht, dass das Spiel, an dem Telltale vermutlich schon gearbeitet hat, irgendwann erscheinen wird, aber eben ein anderer Entwickler sein eigenes Projekt mit "Stranger Things"-Lizenz umsetzen darf. Fans der Serie müssen sich also noch nicht vollends von dem Gedanken verabschieden, auf PC und Konsole ein Abenteuer mit Eleven und Co erleben zu können.

The Walking Dead: The Final Season - Clementine kämpft gegen Zombie

Es gibt noch Hoffnung für Clementine, dass ihre Geschichte nicht abrupt endet.

Originalmeldung vom 24.09.2018: Es war eine Nachricht, mit der nicht viele gerechnet haben – falls überhaupt jemand von den Außenstehenden auch nur einmal über dieses Szenario nachgedacht hat: Der US-Entwickler Telltale Games beendet in nicht allzu ferner Zukunft seine Historie. Am Freitag gab das Studio per Twitter bekannt, den Großteil seiner Mitarbeiter entlassen zu haben, um seine Schließung vorzubereiten. Nur 25 Leute seien noch übrig, die sich darum kümmern sollen, die Verpflichtungen der Firma gegenüber dem Vorstand und den Partnern zu erfüllen. Wie sowohl Game Informer als auch USGamer berichten, sei damit die Umsetzung von Mincraft: Story Mode für Netflix gemeint. 

Der Deal zwischen dem Video-on-Demand-Riesen und Telltale wurde erst vor circa drei Monaten öffentlich gemacht. Er beinhaltete nicht nur die Netflix-Version des genannten Adventures im Minecraft-Look, sondern auch ein neues Spiel von Telltale auf Basis der Hitserie „Stranger Things“. Wie es um das Projekt nun steht und was die angekündigte Studioschließung für die zweite Staffel von The Wolf Among Us bedeutet, die für 2019 angekündigt wurde, dazu hat sich Telltale bislang nicht offiziell geäußert. Laut den Berichten von USGamer und Game Informer werden jene Titel nicht mehr erscheinen und wir können uns angesichts der vielen Entlassungen auch nichts anderes vorstellen.

The Wolf Among Us 2

Sehr schade: Die langerwartete Fortsetzung von The Wolf Among Us wird es aller Voraussicht nach nicht mehr geben.

Unklar ist auch noch, was diese Entwicklung für die vierte, finale Staffel von The Walking Dead bedeutet. Die erste Episode erschien im August, drei weitere sollten noch folgen. Die beiden genannten Webseiten hätten erfahren, dass die Staffel nicht mehr vervollständigt werde. Lediglich die zweite Episode werde in dieser Woche noch veröffentlicht, danach sei Schluss.

Finanzieller Misserfolg Schuld am Firmenende

Als Grund für die Schließung nennt Telltale ein Jahr der „unüberwindbaren Herausforderungen“. CEO Pete Hawley äußerte sich folgendermaßen: „Es war ein unglaublich schwieriges Jahr für Telltale, in dem wir daran arbeiteten, die Firma auf einen neuen Kurs zu führen. Unglücklicherweise ging uns die Zeit aus, dorthin zu gelangen. Wir veröffentlichten dieses Jahr einige unserer besten Inhalte und erhielten eine immense Masse an positivem Feedback, aber letztendlich übertrug sich das nicht auf die Verkäufe.“

So sehr die Nachricht viele auch überrascht haben mag, ein erstes Anzeigen dafür, dass es Telltale nicht mehr ganz so gut ging, gab es bereits Ende 2017, als das Studio 25 Prozent seiner Mitarbeiter entlassen musste. 90 Leute verließen damals das Unternehmen im Zuge einer Neustrukturierung. Telltales Plan war es ab da, weniger und dafür bessere Spiele zu entwickeln. Das Ergebnis davon ist die erste Episode der finalen Staffel The Walking Dead, die mit spielerischen Neuerungen wie aktiven Kämpfen aufwartet und von der Community deutlich positiver angenommen wurde als die beiden vorherigen Seasons. Aber wie Pete Hawley es eben schon gesagt hat: Finanziell habe das dem Studio nicht viel genützt. 

Somit verabschieden wir uns von einem Entwickler, der vielleicht nicht immer Hits abgeliefert und sich in den vergangenen Jahren zu sehr auf seiner Formel ausgeruht hat. Er hat uns aber gerade mit der ersten „The Walking Dead“-Staffel und The Wolf Among Us tolle Momente beschert und bewiesen, welch gute Geschichten Videospiele erzählen können, auch wenn der Grad an Interaktivität bei den Telltale-Adventures zumeist eher gering ausgefallen ist.

Quelle: Telltale Games / Game Informer / USGamer / Polygon

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