"Tony Hawk"-Entwickler sollen an Remake von Diablo 2 arbeiten

Vicarious Visions sei nun ein Support-Studio von Blizzard und an der Entwicklung einer "Diablo 2"-Neuauflage beteiligt.

Diablo 2

2020 hat viele gute Videospielneuauflagen zu bieten gehabt. Eines davon ist Tony Hawk's Pro Skater 1 + 2, das zeigt, wie ein Remake sein muss und deshalb bei uns im Test auch sehr gut abgeschnitten hat. Verantwortlich dafür zeichnet Vicarious Visions aus Albany, New York, das Mutterkonzern Activision nun zur Belohnung für seine gute Arbeit...zum Support-Studio von Blizzard umfunktioniert haben soll.

Ja, richtig gelesen: Wie GamesIndustry.biz berichtet, gehöre die seit 2005 existierende Abteilung, die an Marken wie Crash Bandicoot, Guitar Hero und eben Tony Hawk gewerkelt hat, nun zu Blizzard und werde fortan nichts mehr in Eigenregie entwickeln. Die Leiterin Jennifer Oneal übernehme nun die Rolle als Blizzard Executive Vice President of Development und unterstehe somit direkt Blizzard-Chef J. Allen Brack. Ihre Aufgabe im Entwicklerstudio übernehme Simon Ebejer, bislang COO von Vicarious Visions.

Statt dass Activision das Team also ein neues "Tony Hawk"-Spiel auf dem hohen Qualitätslevel des Remake-Kombi-Pakets Tony Hawk's Pro Skater 1 + 2 produzieren lässt, soll es nun nur für seine neue Familie zuarbeiten. Immerhin: Laut Jason Schreier von Bloomberg handele es sich beim neuen Projekt um nichts Geringeres als ein Remake von Diablo 2. Daran werde schon seit vergangenem Jahr gearbeitet, wie der Journalist von dem Unternehmen nahestehenden Leuten, die anonym bleiben wollen, erfahren habe.

Diablo 2: Resurrected, wie die Neuauflage des Hack-'n'-Slay-Klassikers heiße, sollte ursprünglich von Blizzards Team 1 gemacht werden. Dessen jüngstes Werk ist das enttäuschende Warcraft 3: Reforged. Dass das ein so großer Flop geworden ist, sei durch schlechte Planung und interne Kommunikation sowie einen überhasteten Release begründet. Als Blizzard das Remaster im November 2018 angekündigt hatte und bereits Vorbestellungen für das Nachfolgejahr annahm, sei Team 1 gar nicht vorab darüber infomiert worden, dass das Spiel 2019 auf den Markt kommen sollte. Das habe Schreier von Leuten erfahren, die an Warcraft 3: Reforged gearbeitet haben.

Warcraft 3: Reforged - Orks greifen Nachtelfen an

Laut dem Bericht sei Warcraft 3: Reforged deshalb nicht das geworden, was Blizzard versprochen hatte, weil die Führungsebene dem Team zu wenig Entwicklungszeit gegeben hat.

Das Team habe bei Diablo 2: Resurrected alles richtig machen wollen, aber dann habe ihm die Chefetage das Projekt entzogen, es der für Diablo 4 verantwortlichen Abteilung in die Hände gegeben und beschlossen, Team 1 umzustrukturieren oder, anders gesagt, aufzulösen. Die Mitarbeiter haben die Möglichkeit erhalten, sich für andere Jobs bei Blizzard vorzustellen. Diejenigen, die keine neue Position fanden, seien nach und nach entlassen worden oder haben gekündigt, um zu neuen, von Ex-Blizzard-Leuten gegründeten Studios wie Frost Giant Inc. und DreamHaven Inc. zu wechseln.

Das "Diablo 2"-Remake werde nun eben federführend von dem "Diablo 4"-Team entwickelt und dabei von Vicarious Visions unterstützt. Mehr Details zu dem Projekt erwähnt Jason Schreier in seinem Artikel nicht.

Quelle: GamesIndustry.biz / Bloomberg

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