Diese PlayStation-Spiele müssen unbedingt für PC erscheinen

Sony will seine PC-Strategie weiter ausbauen. Grund genug, dem PlayStation-Konzern einen Wunschzettel zu schreiben.

PlayStation

Hätte man mir vor fünf Jahren erzählt, dass Sony mal Spiele für den PC veröffentlichen würde, hätte ich demjenigen einen Vogel gezeigt. "Ja klar, PlayStation-Spiele, die auf Steam verkauft werden. Genau! Und morgen lernen Schweine fliegen." Nun, es hat vermutlich viele überrascht, als der Konzern ankündigte, im Sommer 2020 eine PC-Fassung von Horizon Zero Dawn auf den Markt zu bringen. Anfängliche technische Probleme trübten zwar das Vergnügen (hier geht's zu unserem damaligen Test), trotzdem war die Freude groß, dass so ein gutes, bis dahin PS4-exklusives Open-World-Abenteuer auf einmal auf Windows-Systemen spielbar geworden ist.

Es folgten PC-Umsetzungen von Days Gone und dem God of War von 2018, die vom Start an reibungslos gelaufen sind. Derzeit warten PC-Zocker auf die Portierung der Uncharted: Legacy of Thieves Collection, die den vierten Teil der Action-Adventure-Reihe und das Spin-off The Lost Legacy enthält. Weitere Spiele sind noch nicht konkret angekündigt. Aber dass Sony den Markt weiter für sich nutzen möchte, liegt auf der Hand, wo man doch nun einen Senior Director, PC Planning and Strategy sucht. Der soll für ein Wachstum der Verkäufe auf dem PC sorgen und einen passenden Marketingplan entwickeln sowie zukünftige Sektoren und Partnerschaften, die zu einem kommerziellen Wachstum führen, identifizieren.

Nun halte ich es nach wie vor für unwahrscheinlich, dass Sony so schnell Spiele zeitgleich für seine Konsolen und den PC veröffentlichen wird, wie Microsoft es bereits seit einigen Jahren macht. Ich glaube auch nicht daran, dass wir irgendwelche Remasters von alten Spielen der Generationen PS1 bis PS3 erhalten, die nicht vorher für die PS4 und PS5 erschienen sind. Es bleiben aber immer noch genug Hochkaräter übrig, bei denen ich einen PC-Release in (teilweise nicht allzu ferner) Zukunft für wahrscheinlich halte – und die schlichtweg kommen müssen!

Wir brauchen die ganze Uncharted-Reihe

Irgendwann in den kommenden Monaten (einen konkreten Termin hat Sony immer noch nicht genannt, Gerüchten zufolge könnte es im Juli soweit sein) landen, wie bereits erwähnt, Uncharted 4: A Thief's End und Uncharted: The Lost Legacy auf dem PC. Das ist klasse, weil beide hervorragende Actionspiele sind (meiner Ansicht nach die besten Teile der Serie). Doch es kann nicht sein, dass PC-Zocker nur das letzte Kapitel von Nathan Drakes Geschichte und den etwas kleineren Nachschlag mit Chloe Frazer und Nadine Ross in den Hauptrollen serviert bekommen. Nein, die ersten drei Uncharteds muss Sony nachreichen. Die sind bereits als Nathan Drake Collection für die PS4 erschienen. Jene Sammlung ließe sich also sicherlich gut auf den PC portieren.

Vor allem Teil 1 mag sich heute nicht mehr großartig spielen (er war auch damals schon auf Gameplay-Ebene kein Überflieger), aber die Geschichten und deren Inszenierung sorgen immer noch für eine große Portion Spielspaß. PC-Spieler sollten unbedingt die Möglichkeit erhalten, diese Klassiker nachzuholen – und das nicht bloß per Streaming über PlayStation Now (bald PlayStation Plus Premium). Und ich bin nicht der Einzige, der so denkt.

Wo wir schon bei Naughty Dog sind …

Mit Uncharted etablierte sich Naughty Dog als Entwickler großer Action-Blockbuster. Die Höhepunkte der Ludografie des Studios sind aber die beiden "The Last of Us"-Spiele. Keine Frage, die dürfen dem PC nicht fernbleiben. Die Geschichte rund um Joel und Ellie in einer postapokalyptischen Welt, in der ein Parasit große Teile der Menschheit in Zombie-ähnliche Monstrositäten verwandelt hat, muss jeder mal erlebt haben. The Last of Us: Part 2 mag umstritten sein, aber wenn ihr mich fragt, ist es eines der besten Spiele der vergangenen Konsolengeneration, das grafisch auf dem PC nochmal ein Stückchen mehr glänzen könnte als auf PS4 und PS5.

Ob das erste The Last of Us jedoch in seiner Originalfassung beziehungsweise der Remaster-Version noch für den PC erscheinen wird, darf bezweifelt werden. Immerhin ist es ein offenes Geheimnis, dass ein Remake in Arbeit ist. Gut möglich also, dass sich Sony noch einige Jahre Zeit lässt, bis man die Reihe PC-Spielern zur Verfügung stellt und ihnen dann direkt die für PS5 entwickelte Neuauflage plus Nachfolger anbietet.

Es fehlen noch zwei Soulsborne-Spiele

Alle "Dark Souls"-Teile und Elden Ring sind auf dem PC spielbar (und natürlich auch Sekiro, aber das ist meiner Ansicht nach eine völlig andere Art von Spiel). Zwei der großartigen Titel aus FromSoftwares Schmiede fehlen noch auf Steam und das sind wenig überraschend die, die unter dem Sony-Banner erschienen sind: Demon's Souls und Bloodborne. Nach einer Neuauflage des 2015 für die PS4 erschienen Gothic-Horror-Trips schreien die Fans ja schon lange – oder zumindest einem Patch, der dafür sorgt, dass man ihn auf der PlayStation 5 mit 60 FPS genießen kann. Mittlerweile ist ein Remaster deutlich wahrscheinlicher und das muss dann auch früher oder später seinen Weg auf den PC finden. Fragt sich nur, ob FromSoftware, das nicht zur Familie der PlayStation Studios zählt, Interesse daran hat, Bloodborne aufzumöbeln. Vielleicht müsste Sony ein anderes Studio mit dem Job beauftragen.

Den könnte sicherlich Bluepoint Games übernehmen, das Team hinter dem Remake von Demon's Souls. Damit wären wir auch schon bei dem Thema. Dass das PS3-Original aus dem Jahr 2009 noch für den PC erscheinen wird, ist äußerst unwahrscheinlich. Aber ich nehme eh viel lieber die Neuauflage (und ja, ich weiß, die Meinung teilt nicht jeder Fan). Der Witz ist: Das Remake, das zum Launch der PS5 auf den Markt kam, war ja sogar mal kurzzeitig für den PC angekündigt. Dass jedoch in der allerersten Fassung des Debüt-Trailers von 2020 von einer PC-Fassung die Rede war, sei laut Sony ein Fehler gewesen. Seitdem hat sich der Konzern nicht mehr zu dem Thema geäußert – und der Release des Spiels liegt nun schon anderthalb Jahre zurück. Können wir jetzt noch auf eine Portierung hoffen? Sony, sag es uns! Bitte!

Aloys Geschichte muss auch für PC-Zocker weitergehen

Wie eingangs erwähnt, ist Horizon Zero Dawn das erste Spiel gewesen, das Sony für den PC veröffentlicht hat. Genügend Erfolg muss dagewesen sein, sonst gäbe es heute vermutlich nicht auch noch Days Gone und God of War für Windows-Rechner. Nun ist bekanntlich im Februar der Nachfolger Horizon Forbidden West für PlayStation 4 und 5 erschienen. Sicherlich können wir nicht damit rechnen, dass noch dieses Jahr eine PC-Umsetzung folgt. Gut möglich, dass die sich auch 2023 nicht blicken lassen wird. Aber 2024 vielleicht?

Wie lange auch immer wir warten müssen, es wäre nicht nachvollziehbar, wenn Sony den zweiten Teil rund um Aloy und die postapokalyptische Welt mit Roboterdinos PC-Zockern vorenthalten würde. Und doof wäre es auch, denn auch wenn Forbidden West erzählerisch nicht die Klasse des Vorgängers erreicht, ist es spielerisch spürbar besser. Der namensgebende verbotene Westen ist eine der schönsten, beeindruckendsten Spielwelten der jüngeren Vergangenheit. Ich möchte sie auf jeden Fall irgendwann mal in einer noch hübscheren Fassung auf dem PC bestaunen.

Returnal braucht ein größeres Publikum

Von all den hier erwähnten Spielen ist Returnal garantiert das mit der kleinsten Zielgruppe. Der Third-Person-Shooter mit Rogue-lite-Prinzip und düsterer Sci-Fi-Mystery-Geschichte ist nur für die PlayStation 5 erschienen und noch dazu ein verdammt anspruchsvolles Spiel. Ihr benötigt eine hohe Frustresistenz, wenn ihr vom jüngsten Meisterwerk des finnischen Entwicklers Housemarque nicht in den Wahnsinn getrieben werden möchtet. Aber ich verspreche euch: Wenn ihr euch auf Returnal einlasst, kommt ihr in den Genuss eines ganz besonderen Spielerlebnisses.

Meiner Meinung nach sollten so viele Spieler wie möglich die Chance erhalten, diese Erfahrung machen zu können. Nun wird Sony den Teufel tun und jemals ein Spiel für eine Xbox-Konsole veröffentlichen, aber ein PC-Release würde ja schon dafür sorgen, dass viel mehr Leute Returnal ausprobieren könnten. Das Spiel und Housemarque hätten diese erhöhte Aufmerksamkeit definitiv verdient. Und so gut das Ding auch mit dem Controller spielbar ist, ich würde es gerne mal mit Maus und Tastatur zocken.

Eines meiner Lieblings-PS4-Spiele darf nicht fehlen

Ich hätte es doch tatsächlich beinahe vergessen, aber Ghost of Tsushima an dieser Stelle nicht zu erwähnen, wäre ein Frevel der höchsten Klasse gewesen. Konnten mich die inFAMOUS-Spiele, die Sucker Punch zuvor entwickelt hat, nicht so richtig begeistern, hat es das Samurai-Abenteuer auf der namensgebenden Insel mir voll angetan. Es glänzt vielleicht nicht mit großem Abwechslungsreichtum in Sachen Gameplay, aber die Atmosphäre, das geniale Kampfsystem, die clever designte Progression und die wunderschöne Spielwelt haben das mehr als ausgeglichen.

Ich persönlich brauche nun nicht unbedingt eine PC-Version. Ich bin mit dem Director's Cut für die PS5 schon sehr zufrieden. Aber ich habe einen Freund, der keine der beiden jüngsten Sony-Konsolen hat, und dem Ghost of Tsushima sicherlich sehr gefallen würde. Für ihn und all die anderen, denen der Trip nach Tsushima bislang verwehrt blieb, wünsche ich mir, dass Protagonist Jin Sakai bald auch auf dem PC mongolische Kehlen aufschlitzt, knuffige Füchse streichelt und schlechte Haikus verfasst.

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