Stronghold – Warlords: Alle Infos zum Release des Burgenbauspiels

Mit Stronghold: Warlords verlässt die Reihe das mittelalterliche Europa und widmet sich asiatischer Geschichte.

Stronghold: Warlords

Die Stronghold-Reihe hat schon viele Jahre auf dem Buckel und zu ihren Anfangszeiten erfreute sie sich auch großer Beliebtheit. Aber dann ging es immer weiter bergab mit ihr. Nun steht der nächste Versuch, das Ruder herumzureißen, in den Startlöchern. Stronghold: Warlords erscheint morgen für den PC und tauscht die Burgen des europäischen Mittelalters gegen mongolische, chinesische und japanische Festungen.

Was ist Stronghold: Warlords?

Die meisten Echtzeitstrategiespiele ordnen sich einer der zwei Ausprägungen dieses Genres zu: Entweder konzentrieren sie sich sehr stark auf den Aufbau einer Stadt, siehe Anno 1800, oder die taktischen Schlachten stehen im Mittelpunkt wie zuletzt in Iron Harvest. Es gibt aber auch die Genrevertreter, in denen ihr sowohl sehr viel aufbaut als auch kämpft. Age of Empires dürfte das bekannteste Beispiel sein, aber selbst da ist der Aufbau-Part nicht so umfangreich wie in den Stronghold-Spielen. Auch Stronghold: Warlords legt wieder sehr viel Wert darauf, dass ihr nicht bloß die Zusammenstellung einer Armee im Kopf habt und alles, was ihr an Gebäuden aus dem Boden stampft, dem zuträglich ist.

Stronghold: Warlords - Stadt

In Stronghold: Warlords errichtet ihr richtige Siedlungen.

Bei der Errichtung eurer Burg müsst ihr genauso, wie ihr euch um den Aufbau eures Militärs kümmert, auch die Versorgung eurer Bevölkerung im Hinterkopf haben. Die Lebensmittelproduktion spielt dabei eine wichtige Rolle und die erfolgt nicht bloß in einzelnen Gebäuden. Es gibt ganze Produktionsketten, die aufgebaut werden wollen. Dass der Burgenbau in Stronghold: Warlords mehr als nur eine Notwendigkeit in Bezug auf die Armeezusammenstellung und die Verteidigung eures Hab und Guts ist, zeigt auch der Modus fürs freie Bauen, den das Spiel neben seinen Kampagnen, den "Skirmish"-Gefechten und dem Multiplayer bietet.

Stronghold: Warlords hat auf dem Papier wirklich viel zu bieten. In den 31 Kampagnen-Missionen, die historische Ereignisse aufgreifen, erlebt ihr unter anderem die Auferstehung der Tokugawa-Dynastie und den Aufstieg des Mongolischen Imperiums. Die Missionen decken die Zeitspanne vom 3. Jahrhundert vor Christus bis 1200 nach Christus ab. Mit den drei spielbaren Völkern ist auch für jede Menge Abwechslung bezüglich der Einheiten auf den virtuellen Schlachtfeldern gesorgt. Hier treffen Samurai, Ninja, mongolische Bogenschützen und imperiale Feuerlanzen aufeinander. Da Burgen nun mal Stronghold-typisch eine wichtige Rolle spielen, dürfen auch Belagerungswaffen wie brennende Ochsen und bewegliche Türme nicht fehlen.

Stronghold: Warlords - Belagerungsschlacht

Ein Spiel mit Burgen im Mittelpunkt ohne Belagerungsschlachten? Das ginge ja mal gar nicht!

Die große Besonderheit von Stronghold: Warlords sind aber die titelgebenden Kriegsherren. Das sind KI-Charaktere, die sowohl in der Kampagne als auch allen anderen Modi ihre eigenen Festungen und Armeen aufbauen – und ihr könnt sie auf eure Seite ziehen. Indem ihr Loyalitätspunkte sammelt, macht ihr euch die Warlords zu Verbündeten und profitiert somit von besonderen Boni. Jeder dieser Charaktere hat spezielle Eigenschaften. Die einen können für euch quasi die Lebensmittelversorgung übernehmen,  die anderen euch militärisch enorm stärken. Die Kriegsherren steigen mit der Zeit im Level auf und werden so zu immer mächtigeren Alliierten – oder eben auch Feinden, falls sie sich etwa im Multiplayer einem Gegenspieler angeschlossen haben.

Wer hat's gemacht?

Für die Stronghold-Reihe zeichnet seit dem ersten Teil, der 2001 erschienen ist, das britische Unternehmen Firefly Studios. Das wurde 1999 von Simon Bradbury, Eric Oullette und David Lester gegründet, die zuvor bei Impression Games an Spielen wie Caesar 1 bis 3 gearbeitet haben. Bis heute hat Firefly acht Stronghold-Spiele veröffentlicht, darunter auch den Free-to-Play-Ableger Stronghold Kingdoms. Aber die Londoner haben sich nicht nur mit mittelalterlichen Burgen befasst. 2003 veröffentlichen sie das Sci-Fi-Aufbauspiel Space Colony. Drei Jahre später erschien CivCity: Rom, das stark an die Caesar-Reihe erinnert, aber längst nicht so viel positive Kritik einfahren konnte. Und 2017 verließ Firefly erstmals in seiner Firmengeschichte die Strategiespielpfade mit dem Dungeon-Crawler MetaMorph: Dungen Creatures. Das Ding befindet sich jedoch seitdem im Early Access und hat schon seit längerer Zeit kein Update mehr erhalten. Im August 2020 hat Firefly aber betont, dass noch daran gearbeitet werde, aber die COVID-19-Krise der Entwicklung natürlich nicht gutgetan habe.

Welche Versionen gibt es?

Stronghold: Warlords erscheint sowohl als Standardfassung als auch als Special Edition. Die kostet zehn Euro mehr und dafür bekommt ihr eine gar nicht mal so schlechte Auswahl an Extras: den Soundtrack des Spiels, ein Artbook und ein Making of – alles in digitaler Form natürlich, denn Stronghold: Warlords erscheint zumindest vorerst nicht als physische Fassung. Obendrein bekommt ihr eine Version von Stronghold HD, dem Remaster des ersten Teils der Reihe.

An wen richtet sich Stronghold: Warlords?

Stronghold: Warlords richtet sich an Spieler, die sowohl einen umfangreichen Aufbau-Part haben als auch epische Schlachten ausfechten wollen. Kaum ein Echtzeitstrategiespiel bietet diese Mischung, von den Vorgängern einmal abgesehen. Wer auf schnelle Action aus ist, kommt hingegen nicht auf seine Kosten. Generell stellt sich die Frage, ob Stronghold: Warlords wieder ein Schritt nach oben auf der Qualitätsachse für die Reihe ist. Während Teil 1 und Stronghold Crusader damals noch sehr gut ankamen, begann mit Stronghold 2 (also mit dem Start der 3D-Ära) eine scheinbar endlose Talfahrt. Stronghold 3 von 2011 etwa konnte nicht überzeugen, weil es heillos verbuggt war und auch das drei Jahre später erschienene Crusader 2 wollte nicht so recht überzeugen. Daher solltet ihr unseren Test abwarten, bevor ihr euch Warlords kauft.

Stronghold: Warlords - Warlords-System

Das Warlords-System klingt interessant. Ob es in der Praxis auch gut funktioniert, wird unser Test zeigen.

Die Systemanforderungen der PC-Version

Minimum:

  • Betriebssystem: Windows 7, 8 oder 10
  • Prozessor: Intel i5 3330 mit 3 GHz oder AMD-Äquivalent
  • Arbeitsspeicher: 8 GB
  • Grafikkarte: Nvidia GeForce GTX 680 oder AMD Radeon HD 7970 mit 2 GB Grafikspeicher
  • DirectX: Version 9.0c
  • Netzwerk: Breitbandinternetverbindung
  • Speicherplatz: 6 GB

Empfohlen:

  • Betriebssystem: Windows 7, 8 oder 10 (64-bit)
  • Prozessor: Intel Core i7 3770 mit 3,4 GHz oder AMD-Äquivalent
  • Arbeitsspeicher: 16 GB
  • Grafikkarte: Nvidia GeForce GTX 970 oder AMD Radeon R9 290
  • DirectX: Version 9.0c
  • Netzwerk: Breitbandinternetverbindung
  • Speicherplatz: 6 GB

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