Crossout Vorschau: Schnelle Gefechte auf der Straße nach Nirgendwo

Auf dem Highway ist die Hölle los.

Welch "strahlende" Zukunft uns blüht! Das free-to-play MMOG Crossout zeichnet die Welt von morgen, indem es das aktuelle Tagesgeschehen weiterführt. Der aggressive Abbau von Bodenschätzen vergiftet das Wasser, genmodifiziertes Saatgut und die passend dazu abgestimmten Schutz-Herbizide, die ja angeblich kein Risiko für Konsumenten darstellen sollten, vergiften die Menschen und Bürgerkriege rund um den Globus führen zu einem systematischen Zusammensturz der Zivilisation. Den Höhepunkt dieser Abwärtsspirale markiert eine Pandemie, die überraschend den gesamten Planeten erfasste und Mutter Erde von einem Großteil der Erdbevölkerung befreite. Crossout setzt 20 Jahre nach dieser Seuche ein und schmeißt den Spieler in ein bedrohliches Umfeld, in dem jeder Mensch sich selber der Nächste ist und um sein Überleben kämpft.

Verbissene Gefechte auf vier oder mehr Rädern

In dem Spiel klemmt ihr euch hinter das Steuer eines Fahrzeugs und liefert euch verbissene Gefechte mit anderen Überlebenden. Kriegsführung auf vier oder mehr Rädern lautet das Motto in Crossout. Indem ihr Fahrzeuge zu todbringenden Militärmaschinen ausbaut, versucht ihr, stets die Oberhand über eure Gegner zu wahren und euer eigenes Überleben zu sichern. Der Zusammenbau funktioniert nach einem einfachen Baukasten-Prinzip und eurer Fantasie sind keinerlei Grenzen gesetzt. Wenn ihr wollt und zu Späßen aufgelegt seid, könnt ihr sogar das berühmte Wagenrennen aus dem Filmklassiker Ben Hur (1959) nachspielen, indem ihr eure Fahrzeuge äußerlich Streitwagen angleicht und die Räder mit tödlichen Klingen in Form von Kettensägen ausstattet. Das Multiplayerspiel bietet euch weitreichende Modifikationsmöglichkeiten. An euren Fahrzeugen könnt ihr bis zum Umfallen herumschrauben und nicht nur ihr Äußeres verändern, sondern auch in puncto technische Performance etwas nachbessern. Ein breites Sammelsurium an Bauteilen und unterschiedlichen Dingen, die sich notdürftig als Ersatzteilchen verbauen lassen, eröffnet euch in Crossout ein großes Spektrum von Möglichkeiten. Mit etwas Vorstellungsvermögen, dem richtigen Material und einem "schwarzen Daumen" baut ihr euer Kampfgefährt so aus, dass ihr für jeden Einsatz gut gerüstet seid.

Das Schadensmodell von Crossout ist dagegen alles andere als simpel und setzt auf ein hohes Maß an Realismus. Geht eines eurer Bauteile im Gefecht kaputt oder erleidet Schaden, wirkt sich das auch unmittelbar auf eure Maschine aus. In welcher Form das geschieht, hängt natürlich davon ab, welches Teil wie schwer betroffen ist.

In Crossout gehören Explosionen zum Tagesgeschäft.

Das Spektrum der Fahrzeuge reicht von gewöhnlichen Maschinen auf vier Rädern, über Kettenfahrzeuge bis hin zu schwebenden Maschinen. Das Waffenarsenal gibt ebenfalls einiges her und erstreckt sich von typischen Schusswaffen, über Werkzeuge bis hin zu sonstigen Gegenständen, die sich als tödliche Peripheriegeräte einsetzen lassen. Der Zweck heiligt bekanntlich die Mittel, in Crossout sogar mehr denn je.

Rasantes Actiongame – auch für schwächere Rechner

Dass Krieg ein lukratives Geschäft ist, erfahrt ihr in dem Onlinegame gleich aus erster Hand. Ihr verfügt über euer gesamtes digitales Eigentum. Erbeutet ihr in einer Schlacht Bauteile, seien es gewöhnliche Stücke oder besonders rare Gegenstände, könnt ihr sie in einem Ingame-Trödelmarkt den anderen Spielern zum Kauf anbieten. Gleiches gilt übrigens für Bauteile, die ihr selber zusammenschraubt – auch sie lassen sich in Crossout schnell zu Geld machen. Mit jeder Schlacht und jedem Überfall, den ihr verübt, sichert ihr euch in vielerlei Hinsicht euren Lebensunterhalt.

Einer der Stahlkolosse, die ihr niemals auf deutschen Autobahnen sehen werdet - hoffentlich.

Crossout wurde von Targem Games entwickelt. Um die Veröffentlichung kümmert sich das Unternehmen hinter War Thunder, Gaijin Entertainment. Das Titelbild, das unter anderem die offizielle Webseite ziert, erinnert mit seiner Farbgebung und den motorisierten Schlachten an die Mad-Max-Filme. Sobald ihr euch die Screenshots und das Gameplay-Video anschaut, werdet ihr feststellen, dass das Geschehen nicht einzig in einem wüstengleichen Ödland tobt, sondern durchaus einige Abwechslung bietet. Zum Kriegsschauplatz werden verfallene Industrieanlagen, die Ruinen von Großstädten und sogar Waldstücke. Das Spiel befindet sich noch in der Entwicklung, das Bildmaterial auf der Webseite stammt aus einem sogenannten Alphabuild und ist noch nicht wirklich aussagekräftig. Bis jetzt sieht alles zwar solide aus, aber erweckt nicht den Eindruck, dass Highend-Rechner zum Zocken benötigt werden. Womöglich zielen die Entwickler bewusst darauf ab, ein Spiel anzubieten, das auch Leuten mit leistungsschwächerer Hardware offen steht. Immerhin sprechen die auf der Webseite angegebenen Systemanforderungen hierfür. Unter den möglichen Betriebssystemen ist noch Windows XP aufgeführt und das Spiel begnügt sich mit einem Arbeitsspeicher von 1 GB RAM.

Erster Eindruck

Es ist nur schwer zu übersehen, dass Crossout wie eine futuristische Version von War Thunder oder World of Tanks wirkt. Der Zusammenbau der Maschinen geht hier allerdings etwas flotter von Hand und ermöglicht euch sogar, Fahrzeuge zu bauen, die es in dieser Form vermutlich niemals geben wird. Von flotten Buggys bis hin zu schweren Kettenfahrzeugen, die auf jeder Seite mit überdimensionalen Geschützen versehen sind, könnt ihr in diesem Spiel wirklich alles bauen. Die breite Palette an Bauteilen dürfte euch unzählige Konstruktionsmöglichkeiten einräumen. Hobby-Schrauber und Adrenalin-Junkies sollten in Crossout daher auf jeden Fall auf ihre Kosten kommen.

Die Closed Beta von Crossout soll schon sehr bald starten, ein genaues Datum ist aber noch nicht bekannt.

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