Kopfgelder und Fahndungslevel: So kommt ihr ungestraft davon

In unserem Guide erfahrt ihr alles über Kopfgelder und den Fahndungslevel in Red Dead Redemption 2.

Red Dead Redemption 2

Das Leben als Outlaw könnte in dem Open-World-Spiel Red Dead Redemption 2 so unbeschwert sein: Ihr dürft euch schon vor 16 Uhr das eine oder andere Schlückchen gönnen, die Bank ist euer Bankautomat und kerngesund seid ihr auch noch, schließlich bewegt ihr euch viel an der frischen, wenn auch hin und wieder etwas bleihaltigen Luft. Wären da nicht die Streber und Spießer, die Langweiler und Moralapostel, die Gutbürger und Jasager. Nur, weil man hier mal jemanden verdrischt oder da mal ein zusätzliches Ass im Ärmel hat, schwärzen sie hart arbeitende Wegelagerer wie euch beim Gesetz an. Im Handumdrehen sind euch dann die Sternchenträger auf den Fersen, dicht gefolgt von den Aasgeiern, die sich Kopfgeldjäger schimpfen. In unserem Guide erklären wir, wie Kopfgelder und Fahndungen im digitalen wilden Westen funktionieren und was ihr dagegen unternehmen könnt.

Keine Zeugen sind die besten Zeugen

Im besten Fall müsst ihr euch natürlich gar nicht erst mit Kopfgeldern und Fahndungen herumschlagen. Nicht, weil ihr euch an das Gesetz haltet. Um Gottes Willen, wo kämen wir da hin? Da könnt ihr auch gleich Harvest Moon spielen. Vielmehr geht es um Zeugen. Wenn sich niemand im Wald befindet, um es zu hören, macht der fallende Baum ein Geräusch? Wie Schrödingers Katze passieren Verbrechen in Red Dead Redemption 2 und zugleich auch nicht, je nachdem, ob jemand dort ist, um es zu bezeugen. Klingt erst mal hochtrabend, zum Ausgleich gibt’s später vielleicht noch einen Furzgag. Auf Deutsch heißt das aber nichts anderes als: Gibt es keine Zeugen, will euch auch niemand wegen eines Verbrechens an den Kragen.

Wenn euch im Westernspiel jemand dabei beobachtet, wie ihr eine Straftat begeht oder hört, wie ihr Schüsse abgebt, wird die Person zum Zeugen. Auf eurer Minimap erscheint ein kleines Auge für jeden Zeugen in eurer unmittelbaren Umgebung. Außerdem seht ihr dann die Benachrichtigung "Zeuge" in Kombination mit der beobachteten Tat in der rechten oberen Ecke eures Bildschirms. In der Regel rennen die Quasselstrippen zum nächsten Sheriff und fangen an, ein Liedchen zu trällern.

Um nicht gleich die Nächsten übereifrigen Bürger aufzuschrecken, solltet ihr zuerst versuchen, das Ganze verbal zu lösen. Dafür gibt es eine eigene Tastenkombination: Habt ihr die Person eingeholt, stoppt ihr mit L2 + Dreieck auf der PlayStation 4 und LT + Y auf der Xbox One den Zeugen oder die Zeugin, um ihr die ganze Sache näher zu erklären. In manchen Fällen Bedarf es etwas mehr Überzeugungskraft, zum Beispiel durch euren guten Freund, die Schwerkraft. Sollten die Zeugen so entsetzt über euren harmlosen Streich sein, dass sie um ihr Leben laufen und nicht mit sich reden lassen wollen, könnt ihr sie mit Kreis oder B rammen.

Eine gepflogene Unterhaltung lässt sich allerdings nur schwer führen, wenn ihr gerade jemanden zu Boden gerungen habt. Also bleiben euch danach nur noch zwei Optionen: Drohungen oder eine Tracht Prügel. Letzteres birgt natürlich besagtes Risiko einer Zeugenkettenreaktion. Im Idealfall greift ihr also auf kreative Drohgebärden zurück. Unfälle passieren immer wieder, die Gegend ist ganz schön gefährlich – das Mafiosoprogramm. Erkennt der Zeuge eure Unschuld, wenn auch um ein paar Zähne erleichtert, hat sich die Sache damit erledigt. Ihr wisst ja: Bäume, Katzen, Philosophen.

Gesucht, gefunden?

Ist dem nicht so, wird man mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit bald nach euch suchen. Wie das vonstattengeht, hängt tatsächlich von eurer Kleiderwahl ab. Entscheidend ist dabei nicht, ob ihr bei C&A oder Primark einkaufen wart. Ein Zeuge kann euch nur dann beschreiben, wenn er euer Gesicht gesehen hat. Dann wird nach einem "bekannten Verdächtigen" gefahndet. Wenn ihr während eurer Missetat aber euer Halstuch um die Nase gebunden habt, suchen die Behörden nach einem "unbekannten Verdächtigen". Zu welcher Kategorie ihr gehört, erfahrt ihr durch die kleine Nachricht, die am rechten Bildschirmrand aufleuchtet.  

Bei einem unbekannten Verdächtigen suchen die Gesetzeshüter rund um den ihnen beschriebenen Tatort, in einem auf der Minimap rot gekennzeichneten Bereich, zwielichtige Gestalten, die der Zeugenbeschreibung einigermaßen entsprechen. Wenn ihr euch nicht allzu auffällig verhaltet und möglichst pronto den Tatort verlasst, solltet ihr mit dem Schrecken davonkommen. Schließlich wissen die Fahnder nicht genau, wonach sie Ausschau halten müssen und wonach nicht. Ihr ahnt es sicher bereits, aber eure Flucht gestaltet sich wesentlich schwieriger, wenn ihr es verpennt habt, euer Gesicht unkenntlich zu machen. In dem Fall wissen der Sheriff und seine Assistenten genau, welche Visage sie dingfest machen müssen. Die Moral von der Geschichte: Kleider machen Ganoven. Wenn ihr keine Probleme mit dem Gesetz bekommen wollt, seht zu, dass es euch nicht erkennt.

Wer suchet, der nicht unbedingt findet

Wie entkommt ihr also am besten den Schnüfflern? Ganz einfach: weglaufen. Entgegen der Ratschläge jedes Therapeuten, solltet ihr in dem Action-Adventure die Beine in die Hand nehmen und den roten Kreis auf eurer Minimap, der den Suchbereich markiert, verlassen. Sollte euch das gelingen, verblasst die Anzeige eures Fahndungslevels nach und nach. Schließlich geben die Gesetzeshüter die Suche auf und ihr habt die Sache fürs Erste überstanden.

Sollten sie euch allerdings stellen, habt ihr die Möglichkeit, euch zu ergeben. Vorausgesetzt, ihr schießt nicht gerade wild um euch. Um euch in den Gewahrsam eurer Jäger zu begeben. müsst ihr lediglich L2 + Dreieck, beziehungsweise LT + Y drücken. Auch in diesem Fall kann euch eure Silberzunge vor einem schlimmeren Schicksal bewahren. Hoffentlich habt ihr im Debattierklub gut aufgepasst.

Seid ihr weniger wortgewandt oder zu schießwütig, dürfte es mit einer friedlichen Lösung schwierig werden. Im Schusswechsel mit mehreren Gegnern greift ihr am besten auf das gute alte Dead Eye zurück, um einen Gesetzeshüter nach dem anderen auszuschalten. Trotzdem solltet ihr es nicht auf eine Auseinandersetzung bis zum Tod ankommen lassen. Der Staat ist immer in der Überzahl! Mit Dead Eye könnt ihr euch aber genug Luft verschaffen, um ein paar Meter gut zu machen. Gerade, wenn ihr auf eurem Pferd flüchtet, könnt ihr so schließlich das Weite suchen.

Ihr solltet den Tatort anschließend auch für eine ganze Weile meiden. Eure Verfolger können euch wiedererkennen, wenn ihr allzu früh dorthin zurückkehrt. In Nullkommanichts befindet ihr euch dann wieder im Kugelhagel. Auch hier kann euer altgedientes Halstuch Abhilfe schaffen. Lauft ihr an einem Tatort maskiert herum, ist das zwar verdächtig. Aber die anwesenden Gesetzeshüter erkennen euch nicht sofort.

Kopfschmerzen durch Kopfgelder

Solltet ihr euch nicht geschickt aus der Affäre ziehen können, hat das Ganze langfristige und mitunter ziemlich teure Konsequenzen. Haben euch die Fahnder erwischt oder konnten sich davon überzeugen, dass ihr das Verbrechen begangen habt, schreiben sie abhängig von der Schwere des Verbrechens ein mehr oder weniger hohes Kopfgeld auf euch aus.

Das bedeutet jede Menge ungewollte Aufmerksamkeit, auch lange nach dem Ende der aktiven Suche nach euch. Kopfgelder werden immer nur in dem jeweiligen County ausgeschrieben. Begeht ihr etwa einen Überfall in New Hanover und flieht anschließend in den nächsten County, bleibt das Kopfgeld, das auf euch in New Hanover ausgeschrieben wird, dort trotzdem bestehen.

Das bedeutet, dass die Behörden euch sofort im Nacken sitzen, wenn ihr den County später wieder betretet und nur darauf warten, euch hinter Gitter bringen zu können. Schlimmer noch: Kopfgelder ziehen Kopfgeldjäger an, mit denen in Red Dead Redemption 2 nicht zu spaßen ist.

Kein Kopfgeld, kein Problem

Glücklicherweise verdient ihr durch den ganzen Schabernack ja aber selbst die eine oder andere Monete. Wenn nicht, macht ihr jedenfalls etwas falsch. Das bedeutet, dass ihr euer Kopfgeld auch selbst zahlen könnt. Dazu müsst ihr nur ins nächste Postamt marschieren und eure Brieftasche öffnen. Praktischerweise könnt ihr alle eure Kopfgelder in jedem Postamt begleichen, nicht nur in den Postämtern des jeweiligen Countys. Die Postämter sind durch einen Briefumschlag auf der Karte markiert. Sobald ihr geblecht habt, könnt ihr euch wieder unbehelligt überall bewegen. Wie ein Pups nach zwanzig Jahren Ehe. Da habt ihr euren Furzgag.

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