Gruselige Zombiekinder jagen euch in Days Gone

Es gibt ein paar Dinge, die kommen nie aus der Mode. Zombies gehören zweifelsfrei dazu.

Im Prinzip haben die untoten Gehirnfresser so ziemlich jedes Genre schon befallen und sie werden nicht müde, weiterhin in Games, Filmen und Büchern aufzutauchen. Mit Days Gone wird Sony im nächsten Jahr eine eigene Variante der schlurfenden Fressmaschinen auf die Menschheit loslassen. Allerdings gehören Sonys Vertreter eher zur Gattung der flinken Untoten, wie man sie vielleicht aus „28 Days Later“ kennt. Egal, ob nun blitzschnell oder langsam trabend, wir haben jetzt schon ein paar von den finsteren Gesellen unter die Erde gebracht.

Days Gone Trailer:

Eine weitere Apokalypse erwartet euch

Worum geht es in Days Gone? Nun, einen Preis für eine innovative Geschichte werden die Entwickler mit diesem Spiel nicht gewinnen. Es hat mal wieder eine Pandemie gegeben, die einen Großteil der Weltbevölkerung dahingerafft hat. Gleichzeitig wurden abermillionen Menschen in sogenannte Freakers verwandelt. Sie besitzen zwar noch einen Funken Verstand, bewegen sich aber ansonsten geistig irgendwo zwischen Knäckebrot und einem tollwütigen Wildschwein. Damit sind sie zwar keine Zombies im eigentlichen Sinne, aber ans Leder wollen sie euch dennoch. Außerdem scheinen sie sich von Kadavern zu ernähren und sind auch sonst nicht gerade die Cleversten. Die eigentliche Handlung von Days Gone setzt zwei Jahre nach dieser weltumspannenden Katastrophe ein und lässt euch in die Rolle des Bikers Deacon schlüpfen, der sich mit seinem Motorrad durch diese Welt kämpft. Warum wir es mit tausenden Freakers aufnehmen, ist klar: Wir wollen überleben, wir wollen weiterleben.

Freakers, Freakers und nochmal Freakers

Das fertige Spiel wird ein reinrassiges Open-World-Spektakel, in dem freie Erkundungen, Survival-Aspekte sowie Zombiehorden und noch so einiges mehr auf dem Plan stehen. Die Demo, die uns auf der EGX Berlin präsentiert wurde, hat zwei dieser Spielelemente in den Vordergrund gestellt: Zombie-Horden und Stealth. Wir haben uns im ersten Abschnitt auf einer Art Schrottplatz wiedergefunden und konnten schon aus weiter Entfernung unfassbar viele Freakers erspähen.

Alles klar, wenn wir hier durch wollen, müssen wir diesen Mob definitiv ausdünnen, denn verfängt sich auch nur eine dieser entstellten Gestalten mit seinen Griffeln in unserem Motorrad, brauchen wir gar nicht erst den Umweg über den Bestatter anzutreten. Ein kurzer Check der Umgebung offenbarte einige Möglichkeiten zur Dezimierung der Gegner. Unsere Munition hätte niemals ausgereicht, aber ein paar verlassene Tanklaster, Benzinfässer und Container, die sich als Nadelöhr umfunktionieren ließen, waren mehr nützlich. Außerdem sah der Stapel von Baumstämmen sehr verführerisch aus.

Nutze die Welt zu deinem Vorteil

Jetzt haben wir zwar schon eine Menge vorweg genommen, aber genau so funktioniert Days Gone bei dieser Art der Konfrontation. „Nutze die Umgebung!“ und das passiert in diesem Spiel ziemlich eindrucksvoll. Zunächst haben wir die Freakers mit einem Napalm-Cocktail vor den gefällten Baumstapel gelockt und diesen effektvoll mit einem Benzinfass entfesselt. Junge, Junge, war das eine rote Sauerei. Ein Großteil der Freakers hat das nicht überlebt, aber es hat leider die restlichen Gegner angelockt, die wir dann wiederum durch ein Containernadelöhr gelockt haben, um sie danach wie in einer Schießbude wegzuballern. Doch irgendwann war die Masse einfach zu viel und eine richtige Lawine rollte auf uns zu. Dank unserer schnellen Beine, diverser Tanklaster und dem Maschinengewehr war das Freakers-Problem jedoch nach wenigen Minuten erledigt. Unser Adrenalinspiegel allerdings auch, denn Zeit zum Durchschnaufen ist nicht vorhanden.

Auf leisen Sohlen Freakers vermöbeln

Deutlich ruhiger, aber nicht unbedingt entspannter, ging es im Stealth-Abschnitt zu. Unsere Aufgabe bestand darin, einige Teile aus der verlassenen Tankstelle zu holen, um damit etwas zu reparieren. In einer normalen Welt kein Problem, aber in Days Gone eine Herkulesaufgabe, denn diese Freakers reagieren unter anderem auf Geräusche. Was uns dabei richtig überrascht hat, waren die Kinder-Freakers. Sicherlich muss es sowas auch geben, aber dass diese kleinen Biester so derart hartnäckig und fies sind? Springt uns nämlich eines der Blagen an und wir verpennen es, uns zu wehren, kann der Spielstand direkt neu geladen werden. Dank eines nützlichen Radars inklusive Lautstärkenanzeige war das Schleichen an sich nicht das Problem. Erst als das Knattern unseres Maschinengewehrs losging, wurden wir bemerkt, aber dann waren wir schon wieder über alle Berge.

Ersteindruck:
Ich muss zugeben, dass ich Days Gone bislang gar nicht auf dem Schirm hatte. Umso größer war daher auch der Überraschungseffekt, sich zum ersten Mal durch hunderte Zombies zu metzeln. Selbst der Wechsel zum Stealth-Abschnitt hat sich nicht aufgesetzt angefühlt, im Gegenteil. Der Spagat zwischen diesen beiden Aspekten zeigt, wie unterschiedlich man während einer solchen Bedrohung vorgehen muss, um zu überleben. Ganz davon abgesehen, sieht Days Gone auch noch verdammt gut aus. Lediglich kleinere Framerate-Einbrüche, wenn sich zu viele Gegner auf einmal auf dem Bildschirm tummelten, haben den Gesamteindruck ein wenig geschmälert. Allerdings ist das Spiel auch noch nicht fertig.

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