Age of Empires: Definitive Edition auf der LAN-Party angezockt

Der Strategiespielklassiker Age of Empires ist zurück! Zwar lässt der vierte Teil noch auf sich warten, aber Microsoft hat eine runderneuerte Version des Originals nun auf den Markt gebracht und das muss zünftig gefeiert werden. Zusammen mit den Rocket Beans hat der US-Konzern eine rund dreistündige Liveshow produziert und ich durfte dabei meine 15 Sekunden Ruhm genießen.

Spielen? Können wir!

Aber ganz von vorn: Eigentlich bin ich nicht der geborene PC-Gamer, im Gegenteil, ich zocke Wolfenstein sogar am Rechner mit einem Controller. Mich haben halt Konsolen und Handhelds schon immer mehr angesprochen. Keine Kompatibilitätsprobleme, entspannte Chillposition auf der Couch und ich drücke halt gerne auf einem Controller herum. Zu allem Überfluss kommt noch hinzu, dass ich seit 20 Jahren kein Age of Empires mehr gespielt habe und schon gar nicht gegen andere Menschen. Trotzdem wurde ausgerechnet ich zu dieser Veranstaltung geschickt. Beste Voraussetzungen also, um richtig in die Scheiße zu packen.

Wie dem aufmerksamen Leser der vorangegangenen Zeilen nicht entgangen sein dürfte, ist meine Wenigkeit nicht gerade die ideale Wahl, um einen Strategietitel anzuspielen. Egal, ich habe trotzdem mein Bestes versucht und bin kläglich gescheitert. Gleich in den ersten Runden gegen den einfachsten KI-Gegner gab es mächtig auf die Fresse. Dabei wollte ich doch einfach nur ein wenig daddeln und nette Gespräche mit Kollegen führen. Doch die Raketenbohnen hatten dezent andere Pläne. Zusammen mit Michael von Golem.de bildeten wir kurzerhand ein Team und haben beim „Age of Empires“-Turnier mitgemacht, unter anderem auf der Bühne vor Publikum. Habe ich schon erwähnt, wie lange meine letzten Erfahrungen mit dieser Reihe zurückliegen?

Es folgte ein 10-minütiger Crashkurs in Sachen Aufbaustrategiegrundlagen. Beeren, Kornspeicher, Kaserne, Laufwege etc. Ein bisschen viel Input, aber damit sollte ich wohl gerüstet sein. Jaja, am Arsch! Direkt im ersten Spiel wurde ich mitten beim Aufbau meiner Basis überrannt. Wieso hat der Kerl schon eine ganze Armee gehabt? Und vor allem: Warum bin ich so verdammt langsam? Macht auch nichts, Michael hat unsere beiden Gegner danach im Alleingang geplättet, während ich irgendwo dumm wie 10m Feldweg in der Gegend herumstand. In der nächsten Runde war mein Mitstreiter dann aber auch chancenlos. Gegen Marco von den Rocket Beans war kein Kraut gewachsen, vor allem nicht, wenn man so einen untalentierten Klotz wie mich am Bein hat. Spaß gemacht hat es trotzdem. Allerdings brauche ich wohl noch ein paar Partien, bis ich mich wieder in das Spiel eingefuchst habe.

Age of Empires LAN-Party in Berlin:
Unsere Zerstörung beginnt ab der 39. Minute...

So, jetzt habe ich meine unqualifizierten Gedanken mitgeteilt, aber wie ist das Spiel eigentlich? Ein paar Partien reichen mit Sicherheit nicht aus, um eine fundierte Meinung abzugeben. Gemessen an dem, was ich bislang gesehen habe, sind die Entwickler ihren Wurzeln treu geblieben und haben Age of Empires zudem mit einer schicken 4K-Grafik ausgestattet. Dazu gibt es Online-Unterstützung mit bis zu acht Spielern via Xbox Live, einen neu aufgenommenen Soundtrack, Erzählungen für jede Kampagnenmission und einen generalüberholten Editor. Aber das Beste kommt zum Schluss. Dieses Gesamtpaket kostet gerade einmal schlappe 20 Euro. Mehr kann man kaum erwarten. Sofern es die Zeit zulässt, werden wir mit Sicherheit noch tiefer in Age of Empires: Definitive Edition einsteigen.

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