Star Wars – Battlefront 2: UK-Verkäufe 61 Prozent unter dem Vorgänger

Die Kontroversen rund um Star Wars: Battlefront 2 könnten dem Erfolg des Spiels tatsächlich im Weg stehen.

Electronic Arts und DICE dürften alles andere als glücklich mit dem Start von Star Wars: Battlefront 2 sein. Nicht nur, dass ein Shitstorm aufgrund der Mikrotransaktionen und des Progressionssystems im Multiplayer-Modus ausgebrochen war und die Verantwortlichen stark zurückrudern mussten (Echtgeldoption vorübergehend abgeschaltet, Freischaltkosten für Helden um 75 Prozent reduziert). Nun gibt es auch ein erstes Anzeichen dafür, dass der Shooter nicht der finanzielle Erfolg wird, den sich Publisher und Entwickler erhofft hatten.

GamesIndustry.biz berichtet, dass die Verkäufe im Vereinigten Königreich bislang 61 Prozent unter denen des ersten Battlefronts von DICE liegen. Im Vergleich mit dem letztjährigen Battlefield 1 hat sich Star Wars: Battlefront 2 um 50 Prozent schlechter verkauft. Natürlich sind das nur die Zahlen der ersten Tage nach Release (offiziell ist das Spiel ja erst am vergangenen Freitag erschienen) und sie gelten eben auch nur für den britischen Markt. Sie sind aber ein  Indikator dafür, dass viele Spieler aufgrund der Kontroversen zumindest vorerst nicht zugreifen wollen.

Star Wars: Battlefront 2 - Schlacht auf Takodanna

Die schlechten Nachrichten für EA und DICE rund um Star Wars: Battlefront 2 scheinen kein Ende zu nehmen.

Nun hätten wir gedacht, dass sich Star Wars: Battlefront 2 trotz des Shitstorms sehr gut verkauft. Klar: Auf Reddit und Co haben sich enorm viele Leute aufgeregt, die „Core Gamer“ schießen gegen Electronic Arts, wo sie nur können. Aber Star Wars ist eben eine Marke, die längst nicht nur eingefleischte Videospielfans anspricht. Schon das erste Star Wars: Battlefront von EA zielte eher auf den „Krieg der Sterne“-Fan als den Shooter-Spieler, der ein kompetitives Erlebnis sucht, ab. Das Spiel mag für viele Spieler zu seicht gewesen sein, doch der Erfolg gab dem Hersteller recht. 

Nun haben aber eben nicht nur reine Videospielmagazine über die Lootbox-Problematik von Star Wars: Battlefront 2 berichtet. Das Thema wurde auch von General-Interest-Medien aufgegriffen. Die dänische Polizei warnte sogar Eltern, die ihren Kindern den Titel vielleicht kaufen wollen, vor den Risiken der Mikrotransaktionen. All das könnte auch bei Gelegenheitsspielern, die nicht tief in der Materie stecken, dazu führen, dass sie Star Wars: Battlefront 2 den Laufpass geben. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob die Zahlen aus Großbritannien wirklich ein Vorbote sind oder das Spiel im Weihnachtsgeschäft doch noch finanziell durchstartet.

Mittlerweile hat sich übrigens Lucasfilm zum Thema geäußert. Ein Sprecher des Disney-Tochterkonzerns sagte gegenüber The Washington Post, dass man hinter der Entscheidung von EA stehe, die Mikrotransaktionen erstmal aus dem Spiel zu streichen. „Bei Star Wars ging es schon immer um die Fans – egal ob nun bei Battlefront oder irgendeiner anderen ‚Star Wars‘-Erfahrung, sie stehen an erster Stelle“, heißt es. Es überrascht nicht, dass Lucasfilm die Abschaltung der Mikrotransaktionen befürwortet. Angeblich geschah das schließlich auf Nachdruck von Disney.

Quelle: GamesIndustry.biz / The Washington Post

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