UPDATE: Star Wars – Battlefront 2: EA und DICE reagieren auf Kritik

Nach der harschen Kritik an Star Wars: Battlefront 2 auf Reddit reduziert DICE nun die Kosten für Helden im Multiplayer.

Update vom 14.11.2017: EA hat es geschafft, mit seinem Beitrag auf Reddit den unbeliebtesten Post aller Zeiten zu fabrizieren, wie Motherboard (Vice) berichtet. Während wir diese Zeilen schreiben, liegt die Bewertung bei sage und schreibe -634.000. Zieht der Hersteller daraus Konsequenzen? Ja, in der Tat! Auf der offiziellen Webseite von Electronic Arts hat John Wasilczyk, Executive Producer bei Entwickler DICE, einen Beitrag veröffentlicht, der mit "Veränderung wird eine Konstante in Star Wars: Battlefront 2 sein" betitelt ist. In erster Line geht es um die Credits, die ihr benötigt, um Helden wie Luke Skywalker und Darth Vader freizuschalten. Die Kosten wurden nun um satte 75 Prozent reduziert.

Im Klartext bedeutet das: Papa Skywalker und sein Sohn kosten fortan 15.000 Credits. Der Imperator, Chewbacca und Leia schlagen mit 10.000 zu Buche, Iden Versio (die Protagonistin der Kampagne) mit 5000. Nach wie vor, so Wasilczyk, soll es sich wie ein wahrer Erfolg anfühlen, einen der Recken freizuschalten. Doch jeder Spieler soll das auch erreichen können. "Wir nehmen diese Änderungen an den Credit-Kosten fürs Freischalten von Helden vor und wir werden weiterhin Änderungen vornehmen, um die Spielerfahrung im Laufe der Zeit zu verbessern", schreibt der Produzent. Man begrüße die Konversation mit den Spielern. Daher werde man morgen ein "Ask Me Anything" auf Reddit veranstalten, an dem einige der leitenden Entwickler teilnehmen werden.

Star Wars: Battlefront 2 - Luke Skywalker

Dass die Kosten von Helden wie Luke Skywalker gesenkt wurden, zeigt, dass die Kritik der Fans etwas bewirken kann.

Das Problem, dass wir es bei Star Wars: Battlefront 2 mit einem Vollpreisspiel zu tun haben, in dem es Lootboxen gibt, deren Inhalte sich spielerisch auswirken, bleibt aber weiterhin bestehen. DICE mag verschiedene Werte anpassen, so dass es weniger lange dauert, bis ihr gewisse Fortschritte im Spiel erreicht. Doch an der Kernproblematik ändert das nichts: Die Progression in Star Wars: Battlefront 2 wird auch weiterhin über die Lootboxen gesteuert, so dass ein großer Zufallsfaktor herrscht. EA und DICE müssten das komplette System umkrempeln, wenn sie die Kritiker komplett verstummen lassen wollen. Aber ob das passieren wird? Wir haben da starke Zweifel, sofern der Shooter kein kapitaler Verkaufsflop wird.

Originalmeldung vom 13.11.2017: In dieser Woche erscheint Star Wars: Battlefront 2. Im Gegensatz zum Vorgänger bietet der Ego-Shooter deutlich mehr Multiplayer-Inhalte zum Start und sogar eine aufwendig inszenierte Story-Kampagne. Aber es gibt auch Mikrotransaktionen und Lootboxen und das schmeckt den Spielern ganz und gar nicht. Immerhin werden alle DLCs kostenlos sein, um die Community nicht aufzuspalten. Nun hat Electronic Arts die Content-Updates angekündigt, die im Dezember erscheinen werden.

Der letzte Monat des Jahres steht ganz im Zeichen von „Star Wars: Die letzten Jedi“, der achten Episode der Sternensaga. Der Film kommt am 14. Dezember in die Kinos, in Star Wars: Battlefront 2 wird es die passenden Helden, Karten und Fahrzeuge geben. Schon am 5. Dezember geht es mit einem Event los. Dabei entscheidet ihr euch für eine der beiden Fraktionen aus der neuen „Star Wars“-Trilogie. Wollt ihr euch in den Dienst der „Ersten Ordnung“ stellen oder auf Seiten des Widerstands kämpfen? Auf beiden Seiten erwarten euch besondere Herausforderungen. Die zwei Parteien befinden sich dabei in einem Konkurrenzkampf. Die Gruppierung, die erfolgreicher ist, erhält spezifische Belohnungen.

Star Wars: Battlefront 2 - The Last Jedi Season

Für den Dezember haben die Entwickler einiges geplant.

So richtig los geht es am 13. Dezember. Mit Finn und Captain Phasma halten dann zwei Charaktere aus den jüngsten „Star Wars“-Filmen Einzug. Außerdem geht der Kampf zwischen der „Ersten Ordnung“ und dem Widerstand weiter. Die Fraktion, die die meisten Herausforderungen meistert, darf sich über eine Zusatzbelohnung freuen: Jeder Spieler auf der Siegerseite erhält eine Spezialkiste mit Upgrades für Finn oder Phasma.

Zeitgleich mit den neuen Helden wird Star Wars: Battlefront 2 um den Planeten Crait als neuem Schlachtfeld erweitert. Außerdem wird es mit D’Quar einen frischen Schauplatz für den Modus „Sternenjäger-Angriff“ und ein neues Heldenschiff, Tallie Lintras A-Wing RZ-2, geben. Darüber hinaus erhält der X-Wing von Poe Dameron eine neue Fähigkeit, die von „Star Wars: Die letzten Jedi“ inspiriert ist.

Wer gedacht hat, Star Wars: Battlefront 2 werde nur Multiplayer-DLCs erhalten, hat sich getäuscht. Überraschenderweise erscheint am 13. Dezember auch ein neues Singleplayer-Kapitel, in dem ihr mit Iden Versio den Aufstieg der „Ersten Ordnung“ erlebt.

40 Stunden oder 80 US-Dollar für einen Helden?

Das sind alles sehr gute Nachrichten. Leider gibt es aber auch wieder Negativschlagzeilen bezüglich Star Wars: Battlefront 2. EA und DICE hatten nach der harsch kritisierten Beta Verbesserungen in Sachen Spielerprogression und Lootboxen versprochen. Doch am Ende des Tages scheint es weiterhin so zu bleiben, dass sich der Shooter im Multiplayer-Modus wie ein Free-to-Play-Titel anfühlt, der zum Vollpreis verkauft wird. 

Auf Reddit hat ein Nutzer anhand der Trial-Version, die Abonnenten von EA/Origin Access seit vergangener Woche spielen können, ausgerechnet, dass es rund 40 Stunden brauche, um einen Helden freizuspielen – sofern man während dieser Zeit keine Lootboxen kauft. Ein anderer Nutzer hat sich auf Reddit darüber beschwert, dass er umgerechnet 80 US-Dollar zahlen müsse, um Darth Vader direkt freizuschalten. 

Star Wars: Battlefront 2 - Darth Vader

Wer als Darth Vader Gegner per Machtgriff erwürgen möchte, muss entweder sehr lange spielen oder tief ins Portemonnaie greifen.

Ein Sprecher von EA hat daraufhin geantwortet, dass es die Intention dahinter sei, den Spielern ein Gefühl von Stolz zu verleihen, wenn sie die verschiedenen Helden freischalten. Bezüglich der Credit-Kosten habe man sich auf Basis der Daten aus der Open Beta für die ersten Werte entschieden. Die Entwickler würden den durchschnittlichen Credit-Verdienst pro Spieler täglich beobachten und je nach Situation die Preise anpassen. Ziel sei es, dass die Spieler stets Herausforderungen haben, bei denen es verlockend ist, sie zu meistern, weil die Belohnungen angemessen sind. Der EA-Mitarbeiter betont dabei, dass sich Helden und Co allein durchs Spielen von Star Wars: Battlefront 2 freischalten lassen. 

Bei so einer Antwort ist es kein Wunder, dass die Reddit-Community, die allgemein, sagen wir mal, sehr empfindlich ist, den Shitstorm nicht eindämmt, sondern das genaue Gegenteil passiert. Dem allgemeinen Tenor der Kritik können wir uns nur anschließen. Star Wars: Battlefront 2 ist leider das bislang größte Negativbeispiel dafür, was Mikrotransaktionen und Lootboxen in einem Vollpreisspiel betrifft. Hier geht es nicht nur darum, dass EA jeden Käufer dazu bringen will, noch mehr Geld für den Titel auszugeben. Dadurch, dass fast die gesamte Progression in Star Wars: Battlefront 2 über die Lootboxen gesteuert wird, ist es ein deutlich schlechteres Spiel, als es sein könnte. Leider bleibt dennoch zu befürchten, dass es sich nicht nur gut verkaufen wird, sondern auch genug Spieler Geld für Lootboxen ausgeben werden, so dass EA das System als Erfolg einstuft – und wir das Ganze in Zukunft in wesentlich mehr Titeln sehen werden.

Quelle: Electronic Arts / Reddit / Motherboard

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