Lahme Fete adé! Jetzt kommt Super Mario Party!

Wer kennt das alte "Mario Party"-Phänomen nicht? Entweder waren nach einem exzessiven Abend die Sticks der Controller abgenudelt oder man hatte Blasen, so groß wie Geldstücke an den Händen.

Aber eines hatte man fast immer: eine Menge Spaß! Seit dem Nintendo 64 gibt es kein System des japanischen Herstellers, auf dem nicht ein Vertreter der "Mario Party"-Reihe veröffentlicht wurde. Dass die Switch ebenfalls mit einem Ableger bedacht wird, ist in etwa so überraschend, wie Wasser trocken ist. Allerdings bietet die Switch durch die beiden Joy-Cons und die Mobilität zusätzliche Möglichkeiten für gesellige Party-Abende. Zu zweit kann man sofort loslegen und wenn jemand eine weitere Konsole dabei hat, sind direkt vier Spieler Party-tauglich.

Super Mario Party Trailer:

Nicht spielbar, aber trotzdem am Start

Das wollten wir natürlich genauer wissen und haben uns Super Mario Party für die Switch näher angeschaut. Allerdings durften wir den Titel bei Nintendo nicht selber anspielen, sondern lediglich bei einer Runde der Promotoren zusehen. Spielbar war Super Mario Party also, daher kurz das Wichtigste: Super Mario Party erscheint am 5. Oktober und wird 80 Minispiele bieten, die in verschiedenen Modi erlebt werden können. Neben dem klassischen Partymodus mit bis zu vier Mitstreitern wird es eine Partner-Party geben, in der Teams gebildet werden. Zudem ist Super Mario Party der erste Titel der Reihe, der online-fähig ist. In einem Wettkampf, der sich über fünf verschiedene Minispiele erstreckt, tritt man gegen Spieler aus aller Welt an. Der aber vermutlich spannendste Modus ist "Toads Freizeitraum", denn hier zeigt Nintendo, auf welche ungewöhnliche Art und Weise die Switch genutzt werden kann.

Super Mario Party - Screenshot 04

Items sind natürlich auch wieder mit dabei!

Clever und innovativ

In "Toads Freizeitraum" werden zwei Switch-Systeme nebeneinander gelegt und mit einem Wisch über den Touchscreen zu einem Spielfeld verbunden. Zwei verschiedene Minispiele durften wir uns in dieser Demonstration näher ansehen. Zum einen handelte es sich um eine abgewandelte Art des Affenpuzzles, nur dass man statt Affen Bananen richtig zusammenlegen soll und mittels eines Wischs über beide Touchscreens seine Auswahl bestätigt. Selbstverständlich geschieht das unter Zeitdruck. Als wäre das allein nicht schon stressig genug, sind es vor allem die Mitspieler, die dieses Minispiel zu einer Mordsgaudi machen. Umherstehende sehen nämlich die Lösung meist schneller als der Spielende selbst und die Kommentare, die dann zu hören sind, kennen wir alle.

Super Mario Party - Screenshot 03

Einige Charaktere dienen sogar als Helfer.

Immer wieder neu und anders

Eine andere Möglichkeit, zwei Switch-Konsolen zu nutzen, wurde anhand eines kleinen Panzergefechts demonstriert. Wer das Spiel Wii Play kennt, hat bestimmt schon einmal „Tanks!“ gezockt. Bei Super Mario Party läuft das ganz ähnlich ab, nur dass man sich aus zwei Konsolen sein eigenes Schlachtfeld bastelt. Je nachdem, wie die Systeme zusammengelegt werden, entsteht daraus ein mehr oder weniger verwinkeltes Gebilde, auf dem man sich mit bis zu vier Spieler gegenseitig die Kugeln um die Ohren feuert. Es ist eine so simple Idee, aber es funktioniert tadellos und genau deswegen macht das Ganze so viel Spaß.

Woher kommen bloß diese Ideen?

Abseits davon waren die Entwickler bei den klasssischen Minispielen ebenfalls wieder richtig kreativ. So gibt es ein Dreiradwettrennen, Staubsauger-Battles oder, eines unserer Highlights, Slaparazzi. Hier geht es darum, von einem Paparazzo abgelichtet zu werden, und dazu muss Aufmerksamkeit erregt werden. Da kann es schon einmal vorkommen, dass Peach von Diddy Kong eine Schelle kassiert und daraufhin aus dem Foto „fällt“. Hauptsache, man ist drauf - Photobomb in Reinkultur. Egal, was die Macher während der Entwicklung eingeworfen haben, wir wollen auch mal von diesen Substanzen naschen.

Ersteindruck:
Auch wenn wir Super Mario Party nicht selber zocken konnten: Allein beim Zusehen hat der Titel eine Menge Spaß versprüht. Die Ideen sind so herrlich abgedreht wie in Nintendos „Wario Ware“-Reihe, aber gleichzeitig in traditionellere Spielarten verpackt. Besonders "Toads Freizeitraum" hat uns mit dem Konzept zweier Konsolen überzeugt. Schade, dass der Onlinemodus nicht näher gezeigt wurde, denn dieser könnte das Potenzial besitzen, die Reihe auf ein neues Level zu heben. Dinge, die nicht funktioniert haben, sind uns während der gesamten Präsentation nicht aufgefallen, so dass es umso verwunderlicher war, nicht selbst die Joy-Cons in die Hand nehmen zu dürfen. Nichtsdestotrotz dürfte sich Super Mario Party deutlich von den Vorgängern abheben und damit wieder frischen Wind in die Serie bringen.

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