LEGO Star Wars: Die Skywalker Saga sieht toll aus und kommt bald

Die Vorfreude auf LEGO Star Wars: The Skywalker Saga wird von einem Bericht über heftigen Crunch überschattet.

Lego Star Wars: Die Skywalker Saga

2019 wurde LEGO Star Wars: The Skywalker Saga angekündigt. 2020 sollte es auf den Markt kommen, wurde dann aber auf 2021 verschoben, um auch in jenem Jahr nicht zu erscheinen. Nun aber hat der Titel endlich einen konkreten Termin: Ab dem 5. April dürft ihr auf dem PC, der PlayStation 5, PlayStation 4, Xbox Series X/S, Xbox One und Nintendo Switch die Geschichten aller drei „Star Wars“-Trilogien nachspielen.

Publisher Warner Bros. Games und Entwickler TT Ganes haben auch gleich einen wahrlich umfangreichen Gameplay-Trailer veröffentlicht, der euch einen guten Überblick darüber verschafft, wie sich LEGO Star Wars: Die Skywalker Saga spielt und was alles drinsteckt. Dabei fallen zwei Dinge besonders auf: Zum einen wäre da die neue Third-Person-Perspektive und das erweiterte Kampf-Gameplay. Anders als vorherige LEGO-Spiele von TT Games spielt sich Die Skywalker Saga offenbar mehr wie ein richtiges Actionspiel samt Shooter-Mechanik. Mit Blastern könnt ihr frei zielen und der Kampf mit Lichtschwertern kommt mit verschiedenen Angriffen und einer Kombomechanik daher.

Zum anderen wird LEGO Star Wars: The Skywalker Saga wohl wirklich ein riesiges Spiel. Nicht nur, dass ihr eben alle neun Filme als LEGO-Varianten neu erleben könnt, die vielen Planeten sind scheinbar auch richtige offene Welten mitsamt Nebenquests und versteckten Geheimnissen. Hinzu kommen über 300 spielbare Charaktere und ein Progressionssystem, über das ihr neue Fähigkeiten für diverse Charakterklassen (zum Beispiel Jedi, Kopfgeldjäger, Schurke und Protokolldruide) freischaltet.  

LEGO Star Wars: Die Skywalker Saga sieht absolut großartig aus und wir können es kaum erwarten, die guten wie die schlechten „Star Wars“-Filme als Bausteinvarianten nachzuspielen. Fragt sich nur, ob wir dann mit normaler Sprachausgabe zocken oder uns doch lieber für den Nuschelmodus entscheiden, um uns noch mehr an die Zeiten mit den ersten beiden „LEGO Star Wars“-Spielen erinnert zu fühlen.

LEGO Star Wars: Die Skywalker Saga - Endor

Auch grafisch sieht das Spiel richtig gut aus.

Warum müssen tolle Spiele so oft unter miesen Arbeitsbedingungen entstehen?

Unsere Euphorie wird jedoch stark davon ausgebremst, dass LEGO Star Wars: Die Skywalker Saga scheinbar unter schlimmen Bedingungen entstanden ist beziehungsweise immer noch entsteht (noch sind es ja mehr als zwei Monate bis zum Release). Polygon berichtet davon, dass bei TT Games Crunch an der Tagesordnung stehe. Die über vier Jahre, die das Spiel nun in Entwicklung ist, sollen ziemlich chaotisch gewesen sein. Dabei sei den Mitarbeitern anfangs versprochen wurden, dass man für die Entwicklung dieses riesigen Titels mehr Zeit einplane.

Doch schon die Wahl der Engine habe für große Probleme gesorgt. Statt einfach die bewährte Unreal Engine zu lizenzieren, entschied sich TT Games dafür, ein eigens entwickeltes Grundgerüst namens NTT zu nutzen. Blöd nur, dass die Engine zu Beginn der Entwicklung instabil gewesen sei und wichtige Features gefehlt haben sollen. Die Mitarbeiter drängten auf einen Wechsel zur Unreal Engine, aber das Management habe Kosten sparen wollen. Durch die Komplikationen, die die Arbeit mit NTT hervorgerufen habe, seien die Vorteile der längeren Entwicklungszeit für die Angestellten verpufft und so sei es dann eben doch wieder zu Crunch gekommen.

LEGO Star Wars: Die Skywalker Saga - Sternenzerstörer

So, wie das Imperium sicherlich seine Ingenieure und Bauarbeiter hat crunchen lassen, um Sternenzerstörer zu bauen, so hat scheinbar auch TT Games seine Angestellten richtig hart und viel schuften lassen.

Ja, „wieder“. Crunch sei für TT Games absolut nichts Neues gewesen. Firmenmitgründer Jon Burton, der seit 2013 nicht mehr fester Teil des Unternehmens ist, sei bekannt dafür gewesen, seine Angestellten anzuschreien, wenn sie das Büro pünktlich zur Feierabendzeit verlassen wollten, wie sechs ehemalige Mitarbeiter berichtet haben sollen. Crunch habe somit die Firmenkultur von TT Games schon immer geprägt. Der Abgang von Burton vor neun Jahren scheint nun nicht zu einer Verbesserung der Situation für die Angestellten geführt zu haben. Im Fall der Arbeiten an LEGO Star Wars: Die Skywalker Saga habe auch nicht nur die Engine Probleme bereitet. Die Chefetage habe Features wie ein deutlich komplexeres Kampfsystem gefordert, was letztendlich aber wieder entfernt wurde, weil Fokusgruppentests ergeben hätten, dass die Spieler in Gefechten nur auf eine Taste hämmern. Ab 2021 habe sich die Entwicklung zudem dadurch erschwert, dass seitdem über 40 Mitarbeiter TT Games und dessen Tochter TT Fusion verlassen haben.

Wenn ihr euch also nun den Trailer zu LEGO Star Wars: Die Skywalker Saga anschaut, toll findet, was ihr da seht, und euch deshalb auf den Release im April freut, behaltet im Hinterkopf, dass die Entwickler höchstwahrscheinlich übertrieben hart daran gearbeitet haben, dass dieses Spiel zu euch auf den PC oder die Konsole kommt – und dass das auf diese Weise nicht hätte passieren dürfen. Die vielen Verschiebungen wundern uns jetzt jedenfalls nicht mehr.

Quelle: Warner Bros. Games / Polygon

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