EA: Mikrotransaktionen kehren bald in Battlefront 2 zurück

Star Wars: Battlefront 2 liegt unter den Verkaufserwartungen. EA wird aber weiterhin auf Mikrotransaktionen setzen.

Star Wars: Battlefront 2 war der Aufreger des vergangenen Jahres. Der Shitstorm gegen Publisher Electronic Arts aufgrund der Lootboxen, die ein elementarer Bestandteil des Progressionssystem in dem Ego-Shooter sind, war so gewaltig, dass die Mikrotransaktionen zum Release entfernt wurden. Die Glückskisten blieben zwar bestehen, aber echtes Geld kann keiner dafür ausgeben.

Von Anfang an hieß es jedoch seitens EA, dass die Mikrotransaktionen Star Wars: Battlefront 2 nicht für immer fernbleiben werden. Wie das Unternehmen jüngst gegenüber dem Wall Street Journal bestätigte, werden sie „in den nächsten paar Monaten“ wieder Einzug halten. Das sagt Blake Jorgensen, der Chief Financial Officer des Konzerns. Es ist davon auszugehen, dass Entwickler DICE das Progressionssystem des Multiplayer-Spiels in naher Zukunft mit einem großen Update generalüberholen wird und die Lootboxen danach vielleicht nur noch kosmetische Dinge enthalten werden. Damit hätte sich zwar die Kontroverse rund um das Thema, ob Lootboxen Glückssspiel seien, nicht erledigt, aber Star Wars: Battlefront 2 wäre ein deutlich besseres Spiel, dem niemand vorwerfen könne, es sei Pay-to-Win.

Star Wars: Battlefront 2 - Boba Fett

Es bleibt zu hoffen, dass Helden wie Boba Fett bald nicht mehr aus Lootboxen springen, sondern anderweitig erspielbar sein werden.

Dass es keine gute Entscheidung von EA und DICE war, den Spielern Lootboxen verkaufen zu wollen, in denen spielbare Helden sowie die sogenannten Star Cards (Fähigkeiten für die Charaktere) enthalten sind, hat der Publisher hinsichtlich der Verkaufszahlen zu spüren bekommen. Star Wars: Battlefront 2 ist mit neun Millionen verkauften Einheiten in seinem Launch-Quartal alles andere als ein Flop, doch hatte EA mindestens zehn Millionen erwartet. Jorgensen sagt zwar, dass man damit rechne, bis zum Ende des aktuellen Geschäftsjahres (31. März) weitere ein bis drei Millionen Einheiten abzusetzen, doch selbst damit würde Battlefront immer noch unter den Zahlen des Vorgängers liegen. Der Reboot von 2015 verkaufte sich im gleichen Zeitraum über 14 Millionen Mal.

Die Kritik an Star Wars: Battlefront 2 sei für EA in jedem Fall eine Lehre, so CEO Andrew Wilson im Finanzbericht zum dritten Quartal des Fiskaljahres 2018. Man habe das Feedback der Spieler zur Kenntnis genommen, darauf mit der vorläufigen Entfernung der Mikrotransaktionen reagiert und wolle in Zukunft darauf achten, „die richtige Erfahrung“ in jedem der eigenen Spiele und Live-Services zu liefern. Aber das impliziert es auch schon: EA wird weiterhin an Mikrotransaktionen festhalten. Und das ist auch logisch, denn erneut zeigt sich, wie viel Geld der Publisher damit verdient. Im vergangenen Quartal machte das Unternehmen 787 Millionen US-Dollar Umsatz mit digitalen Zusatzinhalten, also Lootboxen und DLCs. Aus wirtschaftlicher Sicht wäre es also unsinnig, auf die Mikrotransaktionen zu verzichten. Spieler können nur hoffen, dass sie nie wieder so stark in das Spieldesign eines Titels eingreifen werden, wie es bei Battlefront 2 (noch) der Fall ist.

Quelle: Wall Street Journal (#1/#2) / Electronic Arts

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