Rückenschmerzen beim Gaming

Wie Fehlhaltungen und Rückenleiden entgegengewirkt werden kann!

Rückenschmerzen beim Gaming sind lästig. Einerseits bereiten sie ein unangenehmes Gefühl, andererseits schränken sie die Leistungen ein. Mit der Zeit werden selbst Gamer mit den besten Fähigkeiten derart beeinträchtigt, dass sie neben Amateuren im Spiel schlecht aussehen. Denn Konzentration und Reaktionsschnelligkeit sind beeinträchtigt. Gamer dieser Welt – ihr könnt verhindern, dass es so weit kommt!

Ergonomischer und erholsamer Schlaf als Basis

Wenn euch eine Diät oder Sport zu anstrengend erscheinen, ist der Kauf rückenschonender Ausstattung der Weg des geringsten Widerstandes und ohnehin eigentlich für jeden Menschen ein Muss. Bei der Ausstattung macht es Sinn, wenn ihr zuerst an euer Bett und die darauf befindliche Matratze denkt. Denn: Auf dem Bett verbringt ihr rund ein Drittel eures Lebens! Spezielle rückenschonende Matratzen liefern der Gesundheit eures Rückens die optimale Grundlage.

Hochwertige Matratzen zeichnen sich dadurch aus, dass sie zum Körper der jeweiligen Person optimal passen. Dabei ist die ergonomisch korrekte Lage der Wirbelsäule wichtig. Bei spezialisierten Anbietern finden sich Beratungsbögen, die über ein Ausfüllen und die anschließende Rückmeldung des Anbieters beim Anpassen der Matratze an den eigenen individuellen Körper verhelfen.

Stuhl und Tisch als spielbestimmende Komponenten

Ihr fühlt euch im Bett pudelwohl und die Rückenschmerzen können gar nicht von der Matratze kommen? Dann werft am besten einen Blick auf eure unmittelbare Umgebung am PC! Hier gibt es die Komponenten Stuhl und Tisch, die bei mangelnder Qualität dem Rücken schaden.

Stuhl: Aufrecht und mit rechtem Winkel zwischen Ober- und Unterschenkel

Die Sitzposition auf dem PC-Stuhl sollte euch aufrechtes Sitzen ermöglichen, wobei die Ober- und Unterschenkel in einem Winkel von 90 ° zueinander sind. Jetzt wird es bereits knifflig: Denn ist der Stuhl nicht oder nur schwach höhenverstellbar, könnt ihr schlimmstenfalls diese Voraussetzungen nicht einhalten. Sollten die Füße aufgrund hoher Sitzposition nicht zum Boden reichen, dann wird eine Fußablage notwendig. Im Idealfall stehen die Füße immer auf einer festen Unterlage.

Die beste Wahl ist von vornherein ein Gaming-Stuhl, der höhenverstellbar ist. So wird eine Fußablage erst gar nicht notwendig und der Winkel zwischen Ober- und Unterschenkel kann eingehalten werden. Wenn die Sitzfläche nach vorne abgerundet und in der Rückenlehne ein Lendenbausch ist, sind die Kriterien für einen Gaming-Stuhl perfekt erfüllt. Ein eventuelles Nackenpolster verschafft zusätzlichen Komfort für den oberen Bereich des Rückens.

Tisch: Im Idealfall auch höhenverstellbar

Was passiert aber, wenn der Tisch im Verhältnis zum Stuhl zu niedrig oder zu hoch ist? Entweder habt ihr den besagten höhenverstellbaren Stuhl, um das Missverhältnis auszugleichen. Oder aber ihr habt einen höhenverstellbaren Schreibtisch. Die Kombination aus höhenverstellbarem Stuhl und höhenverstellbaren Schreibtisch ist die beste.

Voraussetzungen für die ideale Höhe des Tisches sind die folgenden:

  • gerader Sitz mit aufrechtem Rücken
  • oberer Rand des Monitors liegt bei geradem Blick leicht unterhalb eurer Augen
  • Tastatur, Maus, Ellenbogen und Handflächen bilden eine gerade waagerechte Linie
  • ein Mindestabstand eures Sichtfelds zum Monitor von 50 cm ist gegeben

Außerdem müssen bei all diesen Punkten zeitgleich die bereits genannten Sitzkriterien erfüllt sein; also zusätzlich der rechte Winkel zwischen Ober- und Unterschenkeln sowie ein fester Stand der kompletten Fußfläche.

Quintessenz: Harmonie von Stuhl und Tisch gibt den Ton an!

Tisch und Stuhl hängen eng zusammen. Beide müssen für ergonomisches Gaming am PC harmonieren. Am besten wird es durch Höhenverstellbarkeit bei Tisch und Stuhl erreicht. Ist dies nicht möglich, können kleine Defizite durch kleine Ausstattung wie z. B. einen Fußhocker ausgeglichen werden.

Playstation-Spieler stehen nicht vor diesen Problemen, weil hier die Sitzflächen flexibler sein können und der Controller flexibler bewegt werden kann als Maus und Tastatur. Wer von euch Rückenschmerzen hat und zeitgleich die Entscheidung zwischen PC oder einer anderen Konsole hat, könnte mit der Entscheidung für beispielsweise die neue Playstation 5 einiges vereinfachen.

Ausstattung zur Mobilisierung

Pixabay.com © ulleo CCO Public Domain

Bereits Massageübungen mit Rolle oder Bällen können Beschwerden entgegenwirken.
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Eine regelmäßige Mobilisierung hilft beim Spielen. Zu langes Sitzen ohne Unterbrechungen stellt sogar Personen ohne Rückenbeschwerden vor Herausforderungen: Irgendwann treten die ersten Schmerzen ein, weil die Spielsession zu lange andauert. Sich zwischendurch mit Dehnübungen oder spezieller Ausstattung zu mobilisieren, kann Wunder wirken.

Ein zunehmend beliebtes Element ist die Faszienrolle. Das ist gewissermaßen eine Massagerolle, mit der ihr verschiedene Stellen eures Körpers massiert. Ein paar Mal, mit dem Rücken auf der Rolle liegend, durchrollen und schon werden Muskeln sowie die umliegenden Faszien besser durchblutet! Es braucht also nicht unbedingt eine intensive sportliche Betätigung. Neben der Rolle sind kleine Igelbälle eine gute Hilfe.

Rückenschmerzen sind ein weit verbreitetes Problem

Der DAK-Gesundheitsreport von 2018 zeigt einmal mehr, dass Rückenschmerzen ein weit verbreitetes Problem sind. Somit trifft es nicht nur die Zocker. Die Krankenhausbehandlungen wegen Rückenschmerzen stiegen zwischen 2007 und 2018 um satte 80 % - das ist fast eine Verdopplung! Unter diesem Blickpunkt ist es sinnvoll, wenn ihr euch bei vorhandenen Rückenschmerzen mit anderen Personen austauscht. Insbesondere Erwachsene, die in Büros arbeiten, werden unter Umständen dieselben Erfahrungen durchgemacht haben. Sie können Tipps geben, was am effektivsten hilft.

Auch speziell bei Schulkindern wurden Statistiken ausgewertet. Schon 2010, als der Konsum an digitalen Geräten geringer war als heute, wurden zunehmende Rückenbeschwerden bei Kindern und Jugendlichen ausgemacht. Ärzte begründeten es laut einer Statistik von „Statista“ wie folgt:

  • Zu wenig Bewegung / Sport in der Freizeit: 98 %
  • Fernseh- und PC-Nutzung zu intensiv: 95 %
  • geringe Anregung zu motorischer Entwicklung durch die Eltern: 95 %
  • Sportunterricht an Schulen zu gering oder zu schlecht: 60 %
  • schlechte oder falsche Ernährung: 53 %
  • Bildungs- und Einkommensstandard der Eltern ist gering: 42 %

Rückenschmerzen sind für Gamer aller Altersklassen nicht unüblich. Eventuell nehmt ihr aus dieser Aufzählung noch weitere Anreize zur Bekämpfung der Rückenschmerzen mit. Dazu gehört vor allem die Ernährung: Langfristig macht es Sinn, wenn ihr die zuckerhaltigen Getränke durch Zero-Varianten ersetzt und seltener Chips esst, dafür aber einen Teller rohes Gemüse auf den Schreibtisch stellt. So nehmt ihr leichter ab, falls es notwendig ist, und wirkt dadurch den Rückenschmerzen entgegen. Sport ist ein weiteres hilfreiches Element.

Viele Wege führen zum Ziel. Nehmt Rückenbeschwerden ernst, denn ein gesunder Rücken ist ein Schlüssel zu Top-Performances im Gaming!

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