Doom für die Switch - Blutig über den Mars ballern!

Doom für die Switch. Etwas überraschend, aber beim derzeitigen Erfolg der Konsole nicht ganz unerwartet. Aber wie kam es eigentlich dazu? Was läuft da zwischen Bethesda und Nintendo? Bahnt sich etwa eine neue Liebesbeziehung an?

The Elder Scrolls V: Skyrim wurde als eines der ersten Third-Party-Spiele für die Hybridkonsole gezeigt und kürzlich haben die Amerikaner zusätzlich Doom und Wolfenstein 2: The New Colossus (ein echtes Brett übrigens!) angekündigt. Und das Beste daran: Doom erscheint sogar noch vor Skyrim für Nintendos System. Selbst ich als bekennender Nintendo-Fanboy habe damit nicht unbedingt gerechnet. Fragt sich nur, wie sich das Spiel auf der Konsole so schlägt. Dank Bethesda konnten wir vor Release am 10. November schon mal ein wenig in den Action-Horror-Titel hineinschnuppern.

Das komplette Doom-Paket

Aber erst einmal zu den Fakten. Wer das Spiel von 2016 noch nicht hat, bekommt auf der Switch das komplette Paket mit allen DLCs serviert. Auf dem in der Packung befindlichen Modul ist jedoch nur der Singleplayermodus, wer online zocken will, muss die fehlenden Komponenten herunterladen. Clever, wenn man drüber nachdenkt, denn einen lokalen Mehrspielermodus gibt es gar nicht und so spart man Platz. Lediglich der Leveleditor fehlt auf der Switch. An dieser Stelle muss ich zugeben, dass ich das Spiel im letzten Jahr aus zeitlichen Gründen auslassen musste, aber diese Lücke in meiner Vita wird nun geschlossen.

Schön brutal oder brutal schön?

Wer Doom noch nicht kennt, der muss sich auf brachiale und harte Action einstellen. Genau wie beim Original kommt es auf Schnelligkeit und gutes Reaktionsvermögen an. Wer stehen bleibt, wird von Monstern, Dämonen und ähnlichem Gesocks sofort vernascht und das ist noch freundlich ausgedrückt. Der rote Lebenssaft spritzt einem nicht nur entgegen, es wirkt wie eine Kaskade aus Blutfontänen; schön und grausam zugleich. Aber keine Sorge, als wiedergeborener legendärer Krieger ist man durchaus im Stande, den Monstern in gleicher Weise Paroli zu bieten. Da knacken Kieferknochen, hier werden Gegner mit einer Schrotflinte durchsiebt und wenn das alles nichts bringt, eine kleine Granate hilft immer. Dass die Monster dann nur noch teilweise eine physische Existenz besitzen, ist nicht mehr mein Problem. Ich muss den Mars retten.

20 Minuten Live-Gameplay (ungeschnitten):

Klein, aber oho!

Ein paar Dinge sind beim ersten Anspielen sofort aufgefallen. Die Grafik ist naturgemäß etwas abgespeckter als im Original, dafür haben die Entwickler es geschafft, einen ähnlich schnellen Spielablauf zu gewährleisten und das mit nur 30 Bildern in der Sekunde. Respekt, das hat positiv überrascht. Allerdings gibt es im Handheldmodus ein kleines Problem. Die Schrift auf dem Display der Switch ist extrem klein geraten, so dass ich manche Dinge nur mit Mühe erkennen konnte. Vielleicht ändern die Entwickler das noch.

Noch ist der Mars ziemlich leer!

Den Mehrspielermodus habe ich mir wegen fehlender Mitspieler noch nicht anschauen können. Das wird erst nach der Veröffentlichung passieren, wenn Spieler aus aller Welt den Mars unsicher machen. Ein Blick in die Auswahlmöglichkeiten erschlägt einen aber fast. Selten habe ich so viele Modi auf einem Haufen gesehen. Ich bin gespannt.

Interview mit den Doom-Machern:

Vorläufige Meinung (ohne Multiplayer):

Eine abschließende Meinung konnte ich mir noch nicht bilden. Das, was ich bislang gesehen habe, macht aber definitiv Lust auf mehr. Die Grafik ist gut, aber nicht überragend, das Gameplay schnell und actionreich und der Sound inklusive deutscher Synchro kraftvoll. Außerdem bietet der Titel endlich mal härtere Kost und eine willkommene Alternative für erwachsene Gamer. Immer nur in quietschbunten Welten umherzueiern, ist auf Dauer etwas dröge. Da mache ich lieber einen Abstecher zum Mars und spiele Monstermetzger.

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