Starlink: Battle for Atlas überrascht auf ganzer Linie

Vor einigen Monaten habe ich bereits einen ersten Blick auf Starlink: Battle for Atlas riskiert.

Damals allerdings noch mit dem Fokus auf die Nintendo-exklusiven Inhalte rund um Starfox. Kein Wunder, denn ich habe das Spiel direkt bei Nintendo Deutschland angetestet. Nun hat Ubisoft bei einem gesonderten Termin das finale Spiel präsentiert und mich damit komplett überrascht. Hinter dem Titel steckt mehr, als man vermutet, und er braucht sich nicht hinter anderen Großproduktionen wie Assassin’s Creed oder Far Cry zu verstecken.

Starlink: Battle for Atlas Story Trailer:

Erforscht und verteidigt das Atlas-System!

In Starlink: Battle for Atlas wird die Geschichte der Starlink-Initiative erzählt. Dabei handelt es sich um eine mutige Forschergruppe, die im Atlas-Sternensystem nach den Ursprüngen des Universums sucht. Doch diese weiten Sternenreisen verschlingen Unmengen an Energie. Zum Glück hat der Gründer der Starlink-Initiative eine Technologie entwickelt, die diese Reisen beschleunigt und gleichzeitig die Möglichkeit bietet, Raumschiffe in Echtzeit zu verändern sowie deren Piloten auszutauschen. Möglich wird das durch die mysteriöse Substanz Nova, gewonnen aus Electrum, die es nur im Atlas-System gibt. Das weckt natürlich Begehrlichkeiten. Der Unhold Grax hat eine alte Zivilisation unter seine Kontrolle gebracht und strebt nun nach mehr. Keine Frage, dass ihm Einhalt geboten werden muss. Hier kommt die Atlas-Initiative ins Spiel.

Open-World mit mehreren Welten

Was nach einer 08/15-Space-Opera klingt, ist nur das narrative Grundgerüst für ein interessantes Open-World-Konzept, denn in Starlink: Battle for Atlas verlässt man das Raumschiff eigentlich nie, obwohl die Geschichte durch aufwendige Zwischensequenzen erzählt wird. Stattdessen finden jegliche Erkundungen und Konfrontationen mit anderen Spezies und Gegnern immer im Raumschiff statt. Das mag zwar auf den ersten Blick nach einer Einschränkung klingen, ist es aber nicht. Mit dem Raumschiff geht es nahtlos vom Weltraum auf die Planetenoberfläche, wo dann die üblichen Mechaniken einsetzen. „Sprich mit einem Vertreter von Fraktion X“, „Suche einen Gegenstand für Fraktion Y“ oder „Hilf Fraktion Z bei einer anderen Sache“ sind nur einige Beispiele, wie die Missionen ablaufen. Darüber hinaus erzählt einem die Welt selbst einige Dinge zum riesigen Atlas-System, wenn man beispielsweise verschiedene Tiere auf den einzelnen Planeten scannt oder unbekannte Gebiete bereist.

So funktioniert das modulare Raumschiffsystem:

Ein Spiel im Spiel

Hat man keine Lust mehr auf einen der sieben verschiedenen Planeten, lässt sich im Weltraum auch an actionreichen Schlachten teilnehmen, denn Starlink: Battle for Atlas besitzt quasi noch eine Art Meta-Game abseits der cineastisch präsentierten Geschichte. Grax, der Oberschurke, ist nicht nur an der Substanz Nova interessiert, er will das ganze Atlas-System unterjochen und hat den Gründer der Atlas-Initiative entführt. Zum Glück lassen sich Außenposten bauen und damit ganze Planeten verteidigen. Alles natürlich auf freiwilliger Basis, aber je nachdem, wie stark man für die Freiheit des Systems eintritt oder auch nicht, reagieren die verschiedenen Charaktere und Fraktionen anders auf den Spieler.

Baue ein Raumschiff nach deinen Vorstellungen

Was Starlink: Battle for Atlas aber einzigartig macht, ist das modulare Konzept des Raumschiffbaus. Man benötigt zwar keines der Spielzeuge zwingend, aber sowohl die Einführung der Piloten als auch die Variabilität der Raumschiffe machen dank der physischen Pendants einen Großteil des Reizes aus. On-the-fly werden Waffen umgesteckt, neue Flügel montiert, der Pilot gewechselt oder gleich das gesamte Raumschiff ausgetauscht. Alles ohne Ladezeiten! Je nachdem, für welche Kombination man sich entscheidet, ändern sich die Statuswerte und die Effektivität der Waffen, Raumschiffe und Piloten. Das ist durchaus wichtig, denn jeder Gegner besitzt eine andere Schwachstelle. Während gegen einige Fieslinge Eiswaffen extrem nützlich sind, sind andere Gegner dagegen fast immun. Die richtige Mischung macht’s!

Viel Abwechslung wird geboten

Was den Entwicklern von Ubisoft Toronto ebenfalls gelungen ist: Jeder Planet fühlt sich anders an und sieht dementsprechend vollkommen verschieden aus. So erinnert beispielsweise ein Himmelskörper an eine Welt in No Man’s Sky während sich ein anderer stark an der Wüstenwelt von ReCore orientiert. Dazu kommen die Designs der Raumschiffe und Piloten, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Ihr wollt mit einem schleimigen Wasserwesen die Geschichte erleben? Kein Problem! Ihr seht euch lieber in der Rolle eines jungen Erdenbewohners, der gleichzeitig ein Social-Media-Junkie ist? Haut rein! Insgesamt gibt es sechs Raumschiffe (inklusive des Arwings), zehn Piloten und zig Waffen. An Kombinationsmöglichkeiten mangelt es Starlink: Battle for Atlas wahrlich nicht.

Einschätzung:
Ich muss zugeben, ich habe Starlink: Battle for Atlas hart unterschätzt. Während ich im Sommer noch davon ausgegangen bin, dass es sich um schickes Weltraumabenteuer mit Starfox handelt, wurde ich nun eines Besseren belehrt. Starlink: Battle for Atlas ist größer als erwartet. Man reist nahtlos von Planet zu Planet, erlebt dabei eine toll inszenierte Geschichte, kann sich an einem Meta-Game beteiligen und darf auf der Switch sogar noch mit Fox McCloud zocken. Dank der Toys bekommt das Ganze auch noch einen ganz eigenen Touch. Zudem lässt sich das Spiel im Couch-Koop-Modus via Splitscreen genießen und versprüht einen Vibe, der irgendwo zwischen "Titan A.E." und "Star Wars: The Clone Wars" angesiedelt ist. Starlink: Battle for Atlas hat definitiv das Zeug dazu, einer der Überraschungshits des Jahres zu werden.

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