Hands-on mit Starlink: Battle for Atlas

Im vergangenen Jahr hat Ubisoft auf der E3 ein Spiel namens Starlink: Battle for Atlas angekündigt, einen weiteren Vertreter der Toys-to-Life-Games.

Ein mutiger Schritt, wenn man bedenkt, dass Activision, Disney und Warner Bros. sich von diesem Konzept schon wieder verabschiedet haben. Lediglich Nintendo bringt mit den amiibo-Figuren noch in unregelmäßigen Abständen neue Produkte auf den Markt. Trotzdem hat Starlink bei uns einen bleibenden Eindruck hinterlassen und das hängt nicht nur mit den Raumschiffen und Figuren zusammen. Aber lest selbst!

Star Fox Trailer:

Darum geht es!

In Starlink geht es für den Spieler in den Weltraum und auf fremde Planeten. Man ist Mitglied der Starlink-Initiative und gleichzeitig ein Teil der Crew des Raumschiffs Equinox, dass das Atlas-System erforschen soll. Doch als die Equinox nach einer langen Reise dort ankommt, passiert das Undenkbare. Der Weltraum ist eben doch nicht so friedlich wie angenommen. Das Schiff wird von einem unbekannten Gegner angegriffen, schwer beschädigt und obendrein wird auch noch der Kapitän entführt. Hinter all dem steckt der Bösewicht Grax, der nicht nur das Atlas-System, sondern gleich das ganze Universum unterjochen will. Dazu versucht er, eine alte Zivilisation zum Leben zu erwecken, um sich dessen Technologie anzueignen. Eine ziemlich aussichtslose Situation, aber noch ist nicht alles verloren. Es liegt am Spieler, in dieser offenen Welt mit mehreren Planeten Allianzen mit fremden Völkern zu formen und das Unheil abzuwenden.

Raumschiffbau leicht gemacht

Klingt spannend, oder? Nur leider haben wir davon noch nichts mitbekommen, denn bei unserem Besuch bei Nintendo stand etwas ganz anderes im Fokus. Nintendos Held Fox McCloud, der Protagonist aus Star Fox, wird nämlich exklusiv als Gastcharakter in Starlink: Battle for Atlas auf der Switch auftauchen und dementsprechend stand dieses Feature bei unserer Hands-on-Session im Mittelpunkt. Bevor es allerdings ans Spielen ging, mussten wir zunächst ein Raumschiff zusammenbasteln und das mittels einer speziellen Vorrichtung an den Joy-Cons befestigen. Als Grundbaustein stand, wie könnte es anders sein, der Arwing zur Verfügung. Diesen haben wir mit zusätzlichen Waffen, Flügeln und dem passenden Piloten dank des Stecksystem in Windeseile zusammengebastelt.

Besonders beeindruckend war dabei die Tatsache, dass alles, was wir physisch getan haben, sofort im spieleigenen Editor auftauchte. Wird ein Flügel oder eine Waffe „verkehrt“ montiert, erscheint das Raumschiff dann genauso im Spiel. Natürlich hat das Auswirkungen auf das Gameplay an sich. Gleiches gilt für die verschiedenen Piloten, die in das Cockpit gestopft werden und mit ihren Werten dem jeweiligen Raumschiff ihren Stempel aufdrücken. Die Liebe zum Detail ist bemerkenswert. Unser Kampfgleiter leuchtet und ließ sich an den Flügeln zusätzlich bewegen. Selbstverständlich kann man sich die Raumschiffe auch ohne Spielzeugpendant zusammenstellen, aber dann geht viel vom Flair verloren.

Ist das jetzt Star Fox oder nicht?

Nachdem wir also unser Schiff nach unseren Wunschvorstellungen zusammengestellt haben, ging es schon los. Mit unserem aufgemotzten Arwing sind wir aus dem Weltall direkt zum Planeten Sonatus geflogen, was natürlich auch bei anderen Planeten nahtlos funktioniert. Dank Hyper Drive reiste es sich recht flott zur Planetenoberfläche. Dort angekommen stürzten wir uns direkt ins Schlachtgetümmel und haben einen Gegner nach dem anderen vom Himmel gepustet. Unsere zuvor ausgewählten Waffen inklusive Aufladeschuss und durchschlagskräftigem Laser erwiesen sich dabei als extrem wirkungsvoll. Kleinere Gefolgsleute von Grax sind sofort in Rauch aufgegangen, während andere nur wenige Schüsse benötigten.

Dabei ist es den Entwicklern in der Tat gelungen, das typische "Star Fox"-Gameplay einzufangen. Schub-Booster, Laserfeuer, "Barrel Roll" und mehr lassen sich problemlos nutzen. Zudem gibt es keine nervige Cockpitansicht wie noch in Star Fox Zero. Allerdings dauerte es nicht lang, bis wir auf den ersten fetten Boss getroffen sind, eine überdimensionierte arachnide Kreatur. Hier musste folglich eine andere Taktik her, denn wildes Rumballern führte nicht zum Erfolg. Zunächst galt es, gewisse Schwachpunkte an den Beinen auszumachen, die wiederum nach ihrer Vernichtung das Herzstück des Gegner freigaben. Das mag sich einfach anhören, aber dadurch, dass immer wieder kleinere Widersacher auftauchten und das Spinnenwesen natürlich selbst attackierten, mussten wir die Steuerung schnell verinnerlichen, um ansatzweise eine Chance zu haben. Unfair ist das Spiel nicht,aber man muss wissen, was man tut.

Gameplay-Trailer:

Einschätzung:

Starlink: Battle for Atlas scheint das "Star Fox"-Game zu werden, das wir eigentlich verdient haben. Zumindest gilt das für die Version, die wir anzocken durften. Es fühlt sich einfach großartig an, mit dem Arwing durch den Weltraum und über Planetenoberrflächen zu fliegen und Gegner abzuschießen - und dabei ist Fox McCloud eigentlich nur ein Gastcharakter. Begeistert hat uns auch das Konzept des modularen Raumschiffbaus. Das ist schnell, einfach und problemlos - so muss es sein! Lediglich die Grafik reißt noch keine Bäume aus, aber solange das Gameplay im Endprodukt so knackig ist, wie in der von uns angetesteten Fassung, spielt das eher eine untergeordneten Rolle. Wenn dazu auch das Open-World-Konzept funktioniert, könnte Starlink: Battle for Atlas einer der Überraschungshits des Jahres werden.

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