Fünf Geheimtipps für die Nintendo Switch

Wir stellen euch Spiele für die Switch vor, die nicht jeder auf dem Schirm hat, aber ihr Geld vollkommen wert sind.

Nintendo Switch

Wenn ihr Besitzer einer Nintendo Switch seid, dann kennt ihr das bestimmt: Ihr geht in den eShop, weil ihr keine Lust auf eines der zahlreichen Spiele auf eurem "Pile of Shame" habt, und seid auf der Suche nach einem neuen Zeitvertreib. Für dieses Vorhaben plant ihr bereits extraviel Zeit ein, denn ihr wisst ja, wie unübersichtlich der digitale Spieleladen von Nintendo ist. Das liegt zum einen an der wenig gelungenen Menüführung, zum anderen aber auch an der schieren Masse an Titeln, die es im eShop der Switch gibt – und gefühlt kommen jeden Tag neue hinzu. Wie soll man da auch den Überblick behalten und jeden interessanten Release mitbekommen, ohne täglich einen Blick in den Store zu werfen?

Damit ihr euch nicht durch die ewig lange Liste an Spielen wühlen müsst, bis ihr eines findet, das euer Interesse weckt, nennen wir euch in diesem Artikel fünf Geheimtipps für die Switch. Die Auswahl umfasst ein buntes Potpourri an Titeln, sodass hoffentlich für jeden von euch etwas dabei ist.

Ys 8: Lacrimosa of Dana

Wir beginnen die Liste mit einem Spiel, bei dem allein der Name viele Leute abschrecken dürfte. Hätte uns jemand bloß gesagt, dass es ein Spiel namens Ys 8: Lacrimosa of Dana gibt, ohne uns direkt nähere Infos zu geben oder Bilder zu zeigen, hätten wir ihn in Nullkommanix abgewiesen. Doch es lohnt sich, sich näher mit dem Action-Rollenspiel zu befassen. Und lasst euch nicht davon abschrecken, dass es der achte Teil einer Reihe ist: Die Geschichte ist in sich abgeschlossen, Vorwissen ist nicht notwendig, um sie zu verstehen.

In Ys 8: Lacrimosa of Dana schlüpft ihr in die Haut des Abenteurers Adol Christin, der sich zu Beginn an Bord eines Schiffes befindet. Die Seefahrt endet abrupt, als der Kahn von einem Ungeheuer angegriffen wird und sinkt. Ihr strandet daraufhin auf einer unbekannten Insel. Fortan erkundet ihr das Eiland und findet nach und nach die anderen Passagiere, die die Katastrophe überlebt haben. Dabei bekommt ihr es häufig mit Monstern zu tun, die ihr in flotten Echtzeitkämpfen verdrescht. Die Gefechte sind das große Highlight von Ys 8: Lacrimosa of Dana, da die Entwickler die perfekte Balance aus Zugänglichkeit und spielerischem Tiefgang gefunden haben. Zudem macht es Spaß, die Welt auf der Suche nach Schätzen zu erkunden. Lediglich die Grafik und leider auch die Performance auf der Switch lassen etwas zu wünschen übrig.

Immortal Redneck

Der Name klingt nach Trash, doch Immortal Redneck ist alles andere als Schrott. Der Ego-Shooter ist ein wunderbarer Titel für all diejenigen, die sich die alten Zeiten von Doom, Quake und Co zurückwünschen: Etliche Waffen, schnelles, arcadiges Gameplay und eine große Bandbreite an Gegnertypen lassen die Herzen von Fans der Shooter aus den Neunzigerjahren höher schlagen.

Immortal Redneck hat aber auch moderne Elemente. Das Spiel ist ein Rogue-lite, in dem ihr durch zufallsgenerierte Dungeons flitzt und nach jedem Ableben ganz von vorne beginnt. Es gibt neun unterschiedliche Klassen, die jeweils über eigene Fähigkeiten verfügen, einen Talentbaum sowie über 100 Schriftrollen, die als Modifikatoren dienen und etwa alle Feinde in Hühner verwandeln. All das sorgt für jede Menge Langzeitspaß, doch schon das gut funktionierende Kern-Gameplay wird euch immer wieder dazu bringen, eine Runde Immortal Redneck zu spielen.

West of Loathing

Selbst in Zeiten von Red Dead Redemption 2 gibt es noch die Leute, die bemängeln, dass es zu wenige Spiele mit Wild-West-Setting gebe. Denen, aber auch jedem Fan humorvoller Adventures und Rollenspiele sei an dieser Stelle West of Loathing ans Herz gelegt. Das mag auf den ersten Blick wie ein sehr simples Spiel aussehen: Als Strichmännchen durchstreift ihr eine Westernwelt in Schwarz und Weiß. Doch der Titel hat wesentlich mehr Gameplay als Farben zu bieten.

West of Loathing ist ein Open-World-Spiel, in dem ihr die Farm eurer Familie verlasst, um im Westen der USA euer Glück zu suchen. Zu Beginn wählt ihr aber erst mal eine Klasse aus: Es gibt den "Cow Puncher", der im Nahkampf ordentlich zuschlägt, den "Beanslinger", der auf Magie setzt, und den "Snake Oiler", der besonders hinterlistig agiert. In der Spielwelt nehmt ihr Quests an, sucht Gegenstände und führt absurde Dialoge mit den Bewohnern dieser farbarmen Welt, die zum Brüllen komisch sind. Hin und wieder kämpft ihr auch. Die Gefechte sind rundenbasiert und wenig anspruchsvoll, aber das ist auch gar nicht schlimm. Denn West of Loathing spielt ihr eben nicht, um gefordert zu werden, sondern um zu Lachen. Und zu letzterem bietet das Spiel viele Anlässe. Ihr solltet aber des Englischen mächtig sein, denn deutsche Texte gibt es leider nicht.

Blossom Tales: The Sleeping King

The Legend of Zelda: Breath of the Wild ist ohne jeden Zweifel eines der besten Switch-Spiele, für viele Leute vermutlich sogar der beste Titel für die Nintendo-Konsole. Aber die Entwickler sind so sehr von der klassischen Formel der Serie abgewichen, dass das Action-Adventure nicht jeden restlos begeistert hat. Falls ihr euch nach einem Zelda der alten Schule sehnt und nicht auf das Remake von Link's Awakening warten wollt, solltet ihr euch Blossom Tales: The Sleeping King anschauen. Das wirkt sowohl optisch als auch spielerisch wie eine Hommage an die alten 2D-Zeldas.

Ihr schlüpft in die Haut von Lily, der Ritterin der Rose, die dazu auserkoren ist, ihre Welt vor dem Untergang zu bewahren. Dafür kämpft ihr euch nicht nur durch fünf abwechslungsreiche Dungeons, ihr erkundet auch eine weitläufige Oberwelt. Die Kämpfe laufen in Echtzeit ab und es gibt diverse Items, die ihr benötigt, um an gewissen Stellen in der Welt voranzukommen. Blossom Tales: The Sleeping King fühlt sich wie ein inoffizielles Spin-off von The Legend of Zelda an, das inhaltlich zwar nichts mit der Nintendo-Marke zu tun hat, spielerisch aber den Geist von A Link to the Past atmet. Wenn das für euch verführerisch klingt, solltet ihr den Titel sofort herunterladen, zumal das Preis-/Leistungsverhältnis stimmt: Für knapp 15 Euro bekommt ihr an die 15 Stunden Spielzeit.

Punch Club

Zum Abschluss haben wir noch einen Tipp für jeden Fan von "Rocky", "Creed" und anderen Boxfilmen: Punch Club folgt im Grunde dem typischen Muster dieser Werke. Ein tragisches Ereignis, die Ermordung eures Vaters vor euren Augen, bringt euch dazu, hart zu trainieren, um euch einen Platz im legendären Punch Club zu verdienen, wo ihr hoffentlich den Mörder findet, um euch an ihm zu rächen.

Punch Club präsentiert sich im schicken 16-Bit-Pixel-Look und wirkt dadurch wie ein SNES-Spiel. Die Grafik ist also recht simpel, doch inhaltlich hat der Titel viel zu bieten. Punch Club ist ein Managementspiel mit Rollenspielelementen. Wie die Geschichte verläuft, liegt in euren Händen. Kämpft ihr euch ehrenhaft an die Spitze des Punch Clubs oder greift ihr auf zwielichtige Methoden zurück, um dieses Ziel zu erreichen? Natürlich spielt auch das Training eine wichtige Rolle. Darüber hinaus schließt ihr Freundschaften mit anderen Charakteren und verliebt euch vielleicht sogar. Obendrein habt ihr auch immer noch einen normalen Job. Ihr müsst also eine ganze Menge unter einen Hut bringen. Und das macht extremst viel Spaß.

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