Let's fish Test: Entspanntes Angelspiel mit Suchtpotenzial

Let's Fish

Petri Heil! Heute gehen wir mit euch angeln. Nein, Gummistiefel braucht ihr nicht, wir erledigen das ganz gemütlich vom Sofa aus. Das Browsergame Let's fish macht's möglich. Dabei handelt es sich um eine kostenlose Angelsimulation, die offenbar schon seit längerem großen Anklang bei Freunden des gepflegten Leine-Auswerfens findet. Wir geben es vorweg zu: Wir sind keine Angelprofis. Dass Fischstäbchen so nicht in der Natur vorkommen, wissen wir zwar, aber generell ist unser Angel-Know-how doch sehr begrenzt. Aber wir sind neugierig und bereit für Neues, also wagen wir in unserem Let's fish Test einmal einen Ausflug zum virtuellen Teich.

Erste Angel-Versuche: Fingerspitzengefühl und schnelle Reaktionen gefragt!

Wir starten das Spiel – wie gesagt, direkt im Browser – und … aha! Mike begrüßt uns und er möchte uns zeigen, wie man Fische fängt. Sehr gut. Durch einen Klick auf den „Angel auswerfen“-Button werfen wir also die Angel aus. Nun erscheint ein neuer Button, mit „Ziehen“ beschriftet. Oh, zu lange gewartet. Der Fisch hat sich losgerissen, teilt uns das Spiel mit. Schnell sein muss ein Angler also. Neuer Versuch. Angelauswerfen – Klick. Ziehen – Klick. Nanu? Eine Anzeige taucht auf und sie wandert immer weiter Richtung roter Bereich. Wir verstehen: Wir müssen durch Drücken und Loslassen der linken Maustaste dafür sorgen, dass die Anzeige im grünen oder gelben Bereich bleibt. Das ziehen wir so lange durch, bis wir die mit einem blauen Pfeil markierte Stelle im Wasser erreicht haben und holen dann (automatisch) den Fisch raus. Halten wir die Taste zu lange oder zu kurz gedrückt, landet die Anzeige im roten Bereich, was schließlich bedeutet, dass sich der Fisch losgerissen hat. Dann ist er futsch und der Köder auch. Nächster Versuch: Juhu, es gelingt uns gleich auf Anhieb und zur Belohnung wird unsere Beute sogleich präsentiert: Er sieht aus wie ein Hai, aber vermutlich ist es keiner. Steht nicht da, was unser erster Fisch ist. Das ist aber offenbar die Tutorial-Ausnahme. Normalerweise steht unter jedem geangelten Exemplar in Let's fish, um welche Art es sich handelt, wie schwer der schuppige Brummer ist und wie viele Erfahrungspunkte wir mit dem Fang gesammelt haben.

Vorsicht, erreicht die Anzeige den roten Bereich auf der rechten oder linken Seite, reißt sich der Fisch los!

Als nächstes sollen wir nun eine Angelrute, eine Schnur, einen Haken und einen Köder auswählen. Noch gibt es nur eine Option jeweils, das kommt uns als eingefleischten Laien entgegen. Köder müssen wir im Shop kaufen für Münzen. Das ist die Ingame-Währung in Let's fish. So, nachdem Mike sich (ziemlich plötzlich) verabschiedet hat, unternehmen wir einen neuen Anlauf. Das mit dem Leine-Einholen klappt immer besser, wir wissen ja jetzt, worauf es ankommt. Wir betrachten unseren Fang: eine 500-Gramm-Plötze. Hm, das muss aber noch besser werden! Uns fällt der „Angeben“-Button unter unserem geangelten Fisch auf. Was passiert wohl, wenn wir darauf klicken? Öffnet sich vielleicht ein Facebook-Connect-Fenster? Wir probieren's aus und – nein! Unser Ergebnis wird direkt im Ingame-Chat gepostet, der sich am rechten Bildschirmrand befindet. Dabei wollten wir das mit der mickrigen Plötze doch eigentlich nicht rumposaunen. Nun gut, hat bestimmt keiner gesehen.

Nicht richtig aufgepasst: Schnell ist die Beute entwischt - und der Köder futsch.

Bevor wir den nächsten Versuch starten, wollen wir kurz über Optik und Sound von Let's fish sprechen. Enten schnattern, Fliegen brummen und – Warnung an Leute mit Blasenschwäche – es plätschert unentwegt. Ein grafisches Feuerwerk erwartet uns nicht, aber das ist für eine Simulation auch nicht unbedingt notwendig. Immerhin bewegt sich die Wasseroberfläche ein bisschen. Trotzdem wirkt das Ganze - vor allem in den Untermenüs - ziemlich angestaubt. Das haben wir schon besser gesehen!

Gute Ausrüstung ist das A und O in Let’s fish

Der Levelaufstieg erfolgt am Anfang ziemlich fix, wobei die Anzahl der erforderlichen Erfahrungspunkte immer mehr ansteigt, je weiter wir in Let’s fish voranschreiten. Jedes Level-up beschert uns zum einen Belohnungen in Form von Münzen und Angler-Utensilien, verschafft uns zum anderen aber auch Zugang zu besserem Equipment. Da wir nun ein paar Level aufgestiegen sind, besorgen wir uns im Shop schnell eine neue Rute, Schnur und einen stabileren Haken, damit wir größere Fische angeln können. Das wirkt sich nämlich wiederum positiv auf unser Erfahrungspunkte-Konto auf.

Jeder Levelaufstieg beschert uns Geschenke und neue Spielmöglichkeiten in Let's Fish.

Wir fangen auch an, ein bisschen mit den Ködern herumzuexperimentieren. Fliegen, Würmer, kleine Fische, Maden – alles, was irgendwie eklig aussieht, packen wir in unseren Rucksack und begeben uns zurück an den „Kleinen See“, unser erster Angelplatz. Wir stellen fest (einem Hinweis-Fenster sei Dank), dass nicht jeder Köder für jedes Gewässer geeignet ist. Das ergibt Sinn, schließlich leben in verschiedenen Gewässern auch verschiedene Fische mit verschiedenen Geschmäckern. Und wie kommen wir nun zu den anderen Gewässern? Endlich ereilt uns die grandiose Idee, einmal auf das kleine Kartensymbol im Menü rechts zu klicken. Oh! Eine Weltkarte erscheint. Und wir dachten schon, wie müssen bis in alle Ewigkeiten am „Kleinen See“ hocken. Jeder Kontinent umfasst mehrere Angelplätze, die wir im Laufe des Spiels allesamt abklappern können. Allerdings stehen uns zu Beginn nur einige wenige zur Verfügung, die anderen müssen wir erst freispielen. Jeder Angelplatz setzt bestimmte Bedingungen voraus. Entweder wir erreichen die vorgegebene Stufe oder wir sammeln eine bestimmte Anzahl an Freunden oder wir blättern Premiumgeld hin. Das müssten wir mit echtem Geld kaufen.

Über die Weltkarte gelangen wir zu Angelplätzen rund um den Globus.

Angebote für den besonders motivierten Angelfreund

Die Premiumwährung in Let’s fish sind Geldscheine. Die können wir an verschiedenen Stellen in Let’s fish einsetzen. Beispielsweise besteht die Möglichkeit, Ausrüstung und Angelplätze vorzeitig freizuschalten. Auch wenn wir unser Trophäenbuch, in das wir die tollsten Fische eintragen können, erweitern wollen, werden Geldscheine fällig. Natürlich gibt es außerdem im Shop viele Premium-Helferlein, die uns das Angeln erleichtern. Dazu gehören beispielsweise Lockmittel, Booster, Netze und Kescher. Außerdem brauchen wir für einige Angelplätze Lizenzen, die’s auch gegen Geldscheine zu kaufen gibt. Aber kommen wir mal zum Thema Anglerfreunde. Der eingangs bereits erwähnte Ingame-Chat erleichtert bei Bedarf die Kontaktaufnahme mit anderen Spielern, auch können wir hier Fragen zum Browsergame stellen. Das ist nicht unpraktisch, zumal Mike uns am Anfang so abrupt im Stich gelassen und kaum irgendetwas erklärt hat. Es besteht die Möglichkeit, befreundeten Anglern Geschenke zu schicken oder Sachen zu tauschen. Außerdem spielen Turniere, Ranglisten und Meisterschaften eine große Rolle in Let’s Fish. Wir können entweder an Meisterschaften mit vielen Spielern in einem ähnlichen Levelbereich antreten oder wir fordern jemanden zum 1-vs-1-Duell heraus und zeigen ihm, wer hier den dicksten Fisch fängt.

Pro
Leichtes Spielprinzip mit hohem Suchtpotenzial
Realistische Simulation mit vielen Fischarten, Ködern und Ausrüstungsgegenständen
Geeignet für Singleplayer und Multiplayer
Gut balanciertes Free-to-Play-Spiel
Abwechslung dank vieler Angelplätze
Contra
Tutorial quasi nicht vorhanden
Sehr klickintensiv (Vorsicht, Gefahr von Fingerkrämpfen!)
Grafik wirkt etwas angestaubt

3/5 Sterne

Fazit

Unglaublich, wie lange man sich damit aufhalten kann, virtuelle Fische aus dem Wasser zu ziehen! Let’s fish kommt mit einem denkbar simplen Spielprinzip daher, das aber ein sehr hohes Suchtpotenzial aufweist. Das liegt in erster Linie daran, dass wir mit steigendem Level immer mehr Bereiche freischalten und es irgendwann doch bitte in die Antarktis schaffen wollen. Welche Fische warten dort wohl auf unsere leckeren Köder? Während unseres Testspielens haben wir das leider noch nicht erreicht, aber immerhin sind wir ganz schön rumgekommen: Von Europa ab nach Asien und sogar bis Nordamerika haben wir unsere Angelausrüstung geschleppt. Dem Browsergame täte ein Tutorial ganz gut. „Mike“ verschwindet sehr schnell wieder, ohne uns mit den wesentlichen Funktionen vertraut gemacht zu haben. Aber gut, Let’s fish ist beim besten Willen nicht das komplizierteste Spiel auf der Welt, daher haben wir uns auch so ganz gut zurechtgefunden. Die große Vielfalt an Fischen und Ködern und Angel-Equipment sorgt jedenfalls dafür, dass man sich gut lange Zeit an den virtuellen Gewässern aufhalten kann, ohne Langeweile zu bekommen. Besonders actionreich ist die Angelegenheit natürlich nicht, aber das hatten wir von einer Angelsimulation nun auch nicht erwartet. Wer eine Tendenz zur Sammelleidenschaft hat und gerne entspannte Spiele zockt, der sollte Let’s fish ausprobieren. Immerhin braucht es keinen Anglerschein und nasse Füße sind auch nicht zu befürchten. Petri Dank.

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