Persona 5 Strikers Vorschau: Die Phantomdiebe der Herzen werden gebraucht!

Autorin: Franziska Behner

Dass Persona 5 im Jahr 2017 eines der erfolgreichsten JRPGs war, kann wohl kaum jemand leugnen. Klar, es war nicht an jeder Ecke perfekt, aber hatte so viel Charme, dass wir schon sehnsüchtig auf den nächsten Teil warten. Doch stattdessen überrascht uns Sega mit einer anderen Ankündigung: Persona 5 Strikers erscheint in Europa!

Persona 5, Persona 5 Royal, Persona 5 Strikers - Wir können verstehen, wenn ihr ein wenig verwirrt seid, was nun wozu gehört und womit ihr am besten anfangen solltet. Also mal ganz von vorn: Persona 5 erschien vor drei Jahren und hat unzählige Rollenspiel-Fans in den Bann gezogen. Erst vor wenigen Monaten kam dann Persona 5 Royal, das im Grunde eine Art ausgebaute und erweiterte Persona 5-Erfahrung darstellt. Die Grundstory bleibt gleich, allerdings gibt es ein en zusätzlichen Charakter, der viele Events leicht verändert und neue Cutscenes möglich macht.

Wer im Laufe des Spiels alles “richtig” macht, bekommt am Ende noch einen Zusatz-Dungeon, den es zu meistern gilt. Vor wenigen Tagen hat SEGA nun Persona 5 Strikers angekündigt, das sich thematisch an Persona 5 anschließt. Solltet ihr P5 verpasst haben oder einfach noch nicht die mindestens 80-100 Spielstunden dafür aufbringen können, ist das aber kein Problem: Auch ohne Vorwissen lässt sich Persona 5 Strikers problemlos spielen. 

Phantomdiebe in den Ferien

Persona 5 S startet direkt mit einem schönen Erlebnis: Gemeinsam mit euren Freunden plant ihr einen schönen Ausflug, um die Sommerferien so richtig zu genießen. Das habt ihr euch nach den viele Strapazen der letzten Monate auch verdient, ganz zu schweigen von den stressigen Klausuren in der Schule! Gesagt, getan! Leider hält die Vorfreude nicht lange, denn schnell stolpert ihr in die Pläne von Menschen mit verdorbenen Herzen und müsst versuchen, die Korruption in ganz Japan aufzuhalten. Euer entspannender Ausflug ist damit zunächst vorbei, trotzdem geht ihr auf Reisen! Während des Spiels verschlägt es euch an sechs verschiedene Orte in ganz Japan, an denen ihr als Phantomdiebe der Herzen gegen zahlreiche Gegner antreten müsst.

Persona 5 Strikers Trailer:

Musou-Game oder kein Musou-Game - das ist hier die Frage!

Im Gegensatz zu Persona 5 (Royal) ist Strikers kein typisches Rollenspiel. Stattdessen wird es oft als Musou-Game bezeichnet: Dieses Spielgenre kennt ihr vielleicht von den Dynasty Warriors-Games, bei denen ihr mit einem Charakter durch Gegnerhorden metzelt und mit möglichst ausladenden Angriffen unzählige gesichtslose Mobs aus dem Weg räumt, die wie Puppen über den Bildschirm fliegen. Wir sind ganz ehrlich: Beim Gedanken an Persona + Musou wurde uns ein wenig Angst und Bange. Denn für die besten Geschichten ist das Genre nicht unbedingt bekannt…

Glücklicherweise konnten wir kürzlich einen ersten Blick auf P5S werfen und die Ängste über Bord werfen: Das wird scheinbar doch kein typisches Musou-Spiel. Was uns direkt in den wenigen Spielminuten auffiel, waren die vielen Dialoge, Zwischensequenzen und die typische Persona 5-Erzählweise, die in Strikers beibehalten wurde. Damit bekommt das Spiel direkt einen Rollenspiel-Vibe, obwohl es sich offiziell um ein Action-Gameplay mit Plan- und Pausesequenzen handelt.

An dieser Stelle einen kleinen Aufruf an die Entwickler: Dafür brauchen wir dringend einen knackigeren Namen! Aber zurück zum Thema: Neben der Erzählweise haben auch die Kämpfe mehr mit dem Rollenspiel-Vorgänger zutun, als zunächst gedacht:

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Zwischenmenschliche Unterhaltungen dürfen natürlich nicht fehlen.

Schnelle Kämpfe mit Personas

Bei der Ankündigung von Strikers haben wir Gegnerhorden befürchtet, die den Bildschirm füllen und keine Zeit für einen Persona typischen Ambush lassen, doch weit gefehlt! In Strikers könnt ihr euch nach wie vor an Gegner heranschleichen, um im Kampf einen Vorteil daraus zu ziehen. Lediglich die Kämpfe unterscheiden sich stark: So wechselt ihr nun nicht mehr den Bildschirm, sondern kämpft mitten auf der Straße ohne Unterbrechung gegen den Feind. Dazu stehen euch mehrere Fertigkeiten der Charaktere und euer Stamm-Persona zur Verfügung, den ihn (scheinbar) jederzeit frei heraufbeschwören könnt.

Das Gameplay wirkt um einiges schneller als im JRPG und auch etwas unübersichtlicher. Gerade in dunkleren Ecken kommen die effektreichen Attacken gut zur Geltung - machen das Kampfgeschehen dadurch aber auch chaotischer. Es wird sich beim Spielen herausstellen, wie schnell man sich an dieses Kampfsystem gewöhnt. Und vor allem, ob man dabei einen kühlen Kopf bewahren kann.

Besonders spannend ist der Fakt, dass ihr in Strikers nicht mehr auf Joker limitiert seid, was die freie Bewegung in der Welt betrifft: Mit Morgana düst ihr als Katzenbus durch die Straßen und Panther klettert auch gern mit euch Gebäude hinauf. Ihr wolltet schon immer mit Ryuji durch die Straßen ziehen? Kein Problem, der Blondschopf steht bereit und hat jede Menge freche Sprüche auf den Lippen - wie immer eben! Neben den bekannten Phantomdieben soll es noch weitere, spielbare Charaktere geben. Einen davon seht ihr bereits im Trailer - wer uns wohl sonst noch erwartet?

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Erkundungen und Untersuchungen stehen natürlich auf dem Tagesplan.

Einschätzung:

Ich kann es nicht leugnen: Ich LIEBE Persona 5. Wirklich, so richtig. Persona 3 hat mich damals schon begeistert, allerdings waren mir dort die Dungeons zu düster und langweilig. Der fünfte Teil des Franchises hat für mich dann alles richtig gemacht, denn langweilig wurde es nie. Diese Schiene scheint Strikers beizubehalten, denn das was ich bisher sehen durfte, war immer noch bunt. Die Kombination aus dunklen Gassen und der nächtlichen Stadt, gepaart mit großen, goldenen Toren und quietsch bunten Feinden machen für mich den Charme des Spiels aus. Ganz zu schweigen von der Musik, die sich derart in mein Hirn gebrannt hat, dass ich davon träume.

Es sind vor allem die kleinen Dinge, die jede Ecke spannend machen. Zum Beispiel kennen Fans des Hauptspiels sicher die Farbflecken die Joker hinterlässt, wenn er von oben herab springt und auf dem Boden landet. Violette Farbklekse sind auch in Strikers wieder auf dem Boden zu erkennen. Sie haben spielerisch absolut keine Bedeutung, vermitteln mir aber einfach das Gefühl von Liebe zum Franchise. Bisher bin ich absolut begeistert! Ich hoffe, das bleibt so und Strikers enttäuscht mich Anfang 2021 nicht.

 

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