Mass Effect: Shepard-Comeback angedeutet, nicht alle feiern es

Eine Produktbeschreibung im BioWare Gear Store hat impliziert, dass Commander Shepard im neuen Mass Effect zurückkehrt.

Mass Effect 5

Achtung! Spoiler-Warnung! Wer Mass Effect 3 nie durchgespielt hat und sich nichts vorwegnehmen lassen möchte, sollte sofort die "Zurück"-Taste betätigen. Wir kommen nicht drumherum, bei diesem Thema darauf einzugehen, was am Ende der beliebten Rollenspieltrilogie von BioWare passiert. Es geht schließlich um das Schicksal von Hauptcharakter Commander Shepard.

Der YouTuber MrHulthen ist auf einen interessanten Fund gestoßen. Ihm ist aufgefallen, dass die Beschreibung für ein Poster zum neuen Mass Effect im BioWare Gear Store ursprünglich angedeutet hat, dass Shepard in dem fünften Spiel der Reihe auftauchen werde. Da hieß es: "Die Show geht weiter. Shepards finale Quest mag die Bedrohung durch die Reaper gestoppt haben, aber zu einem hohen Preis, der die Erde selbst enthält. Während Shepard und die Überlebenden die Scherben auflesen müssen, fragen sich die Fans, wie es weitergeht."

Es ist keine Überraschung, dass BioWare den Text geändert hat, nachdem MrHulthen die breite Öffentlichkeit darauf aufmerksam gemacht hat. Laut Michael Gamble, Project Director für das neue Mass Effect, handle es sich um einen Fehler. Auf Twitter schreibt er: "Das Original wurde von Leuten geschrieben, die sich um den Store kümmern und nicht mit dem Spiel vertraut sind." Ob er das nun sagt, weil es tatsächlich der Wahrheit entspricht und Shepard keine Rolle im neuen Teil spielt, oder einfach nur hofft, damit den Spekulationen der Fans den Wind aus den Segeln zu nehmen, sei mal dahingestellt.

Rückkehr von den Toten? Nicht zwingend

Eine Rückkehr von Shepard ist in der Tat nichts, womit die meisten "Mass Effect"-Spieler fest rechnen. Schließlich dürfte die Geschichte von Mass Effect 3 für den Großteil der Leute kein gutes Ende genommen haben. Das Finale der Trilogie bietet mehrere Enden. In der ursprünglichen Fassung waren es drei Stück (mit je zwei leicht unterschiedlichen Varianten), die alle eine Gemeinsamkeit hatten: den Tod von Shepard. Erst mit einem Update ist ein viertes Ende hinzugekommen, das in einer seiner zwei Fassungen den Heroen überleben lässt. Um die zu erreichen, müsst ihr alle Nebenmissionen und DLCs abschließen, um einen sehr hohen Wert für die militärische Stärke zu erzielen.

Viele Fans würden sich sicherlich darüber freuen, sollte Commander Shepard im nächsten Mass Effect wieder auftauchen. Mass Effect: Andromeda kam aus vielen Gründen bei der Community nicht gut an und der schwache Protagonist beziehungsweise die schwache Protagonistin Ryder ist ein Grund dafür gewesen. Daher ist es gar nicht so unwahrscheinlich, dass BioWare lieber auf Nummer sicher geht und Shepard als Hauptfigur zurückbringt, statt sich den nächsten Helden auszudenken, der den Ansprüchen der Fans nicht gerecht wird.

Shepards Geschichte ist beendet – sollte sie das auch bleiben?

Es ist aber nicht so, dass jeder "Mass Effect"-Spieler auf ein Comeback von Shepard hinfiebert. Reddit-Nutzer TwoDisguised hat im Zuge des Leaks einen Beitrag verfasst, in dessen Überschrift er fragt: "Bin ich in der Minderheit, wenn ich sage, dass ich Shepard nicht zurückhaben möchte?" Er argumentiert damit, dass seine/ihre Geschichte auserzählt sei: "Selbst, wenn ihr das Ende nicht mögt, ist es trotzdem ein Ende. Es war nicht beabsichtigt, fortgesetzt zu werden."

TwoDisguised wolle mehr "Mass Effect"-Spiele haben, aber sollte Shepard darin involviert sein, werde er keinen Hype dafür empfinden. "Shepard wurde einmal von den Toten zurückgebracht [Anm. d. Red.: zu Beginn von Mass Effect 2 ist er quasi tot]. Würde das nochmal passieren, würde sich das ein bisschen billig anfühlen", schreibt er. Wenn BioWare diesen Schritt geht, würde Mass Effect seiner Meinung nach zu Star Wars werden, wo beliebte Charaktere nur aus Nostalgiegründen zurückgebracht wurden, was bei vielen auch nicht gut ankam. Ein Teil der Fangemeinde habe das erzürnt und die Community sei seitdem gespalten und sehr toxisch. TwoDisguised möchte nicht, dass das Gleiche mit der "Mass Effect"-Fangemeinde passiert. Zusätzlich habe er es satt, dass so viele Franchises alte Charaktere zurückkehren lassen und ruft dazu auf, dass man doch bitte neue Figuren erschaffen soll, in die sich die Leute verlieben können.

In den Kommentaren unter dem Beitrag zeigt sich, dass TwoDisguised nicht allein dasteht mit seiner Meinung. "Shepards Geschichte wurde erzählt. Ich hoffe wirklich, dass wir etwas Neues bekommen", meint BlinkySLC und TheSpiritualAgnostic stimmt ihm zu. diefree85 hingegen schreibt, er hätte kein Problem damit, wenn Shepard mehr die Rolle eines Mentors einnimmt wie Anderson in der ursprünglichen Trilogie.

Aber es gibt auch diejenigen, die ganz anderer Meinung sind. "Ernsthaft, dieses ganze 'Shepards Geschichte ist vorbei'-Argument wird ermüdend. Ja, die Geschichte hat geendet, aber wo steht geschrieben, dass er keine weitere beginnen kann?", sagt UndertakerFLA und zieht einen guten Vergleich zu God of War: "Kratos' Story endete im dritten Spiel, aber [SIE] Santa Monica entschied sich dafür, ihn zurückzubringen. Sie haben ihm neue Ziele, neue Freunde und neue Feinde gegeben und es stellte sich als großartig heraus." Da können wir nicht widersprechen. Das God of War von 2018 ist eines der besten Spiele der vergangenen Konsolengeneration und hat Kratos' Geschichte so gut weitererzählt, wie es wohl niemand erwartet hätte. Wer sagt denn, dass mit Mass Effect und Shepard nicht das Gleiche passieren könnte?

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