Bällespaß mit Pokémon Let’s Go Evoli

Autor: Christopher Blair

Als Pokémon-Fan der ersten Stunde habe ich natürlich alle Spiele auf den Nintendo-Handheld Geräten geliebt.

Besonders mit Pokémon GO habe ich bereits etliche Stunden verbracht und Teile der Stadt erkundet, in die ich mich sonst nie von alleine begeben hätte. So war es auch nicht verwunderlich, dass ich mich sehr über die Ankündigung von Pokémon Let’s Go auf der E3 gefreut habe.

Pokémon Let's Go Trailer:

Ein Wermutstropfen hat das Ganze am Ende aber dann leider doch. Nintendo teaserte uns Fans mit der Ankündigung eines waschechten Pokémon-Rollenspiels für die Konsole an. Das wäre damit der erste seiner Art, seitdem Pokémon XD auf dem Gamecube erschienen ist. Doch um Pokémon Let’s Go, das in zwei Varianten erscheint, handelt es sich eher um einen Hybriden aus Pokémon GO und den klassischen Rollenspielen, die wir kennen.

Auf dem Post E3 Event von Nintendo durften wir das erste Mal Hand anlegen. Statt mit den klassischen Eingabegeräten steuern wir das Spiel mit dem neuen Pokéball-Controller für Switch. Dafür wird der Ball in die Hand gelegt und mit einem Ring am Finger fixiert. Doch leider erweist sich dies als schwierige Aufgabe für Erwachsene und Menschen mit großen Händen. Schon bereits nach 5 Minuten Zocken mit diesem Zubehör bekomme ich Krämpfe mit den Händen und muss eine Pause einlegen. Spielen wird man den finalen Titel natürlich aber auch mit den üblichen Steuerungsmöglichkeiten. Wer also lieber die Joy-Cons oder den Pro-Controller nutzen will, kann das gerne tun.

Wir knöpften uns Pokémon Let’s Go in der Evoli-Variante vor und steuerten unseren Pokémon-Trainer durch eine Waldregion, die uns gleich heimisch vorkam. Gesteuert wird mit dem Analogstick des Controllers, der durch die Ausrichtung auf jüngere Spieler wieder für größere Finger schwieriger zu halten ist. Anders als bei regulären Pokémon-Spielen sehen wir, welche der quirligen Tiere sich im hohen Gras verstecken. Gekennzeichnet werden besondere Variationen, egal ob große oder kleine, der Pokémon mit verschieden-farbigen Ringen. Sobald wir eines der Monster berühren, beginnt der Fangmodus. Im Menü haben wir die Option Beeren auszuwählen mit denen wir das Pokémon besänftigen können.

Außerdem stehen uns neben den regulären Pokébällen auch Ultrabälle zur Verfügung. Mit dem Pokéball-Controller werfen wir den Ball auf das Pokémon und zack es ist gefangen. Man sollte aber darauf achten, den Ball gerade zu werfen. Auf dem Bildschrim zeigt uns ein Ring an, in welchem Moment der Ball das Pokémon berühren sollte. Je nach Treffer, bekommt man eine Wertung. In den meisten Fällen erzielen wir ein „ausgezeichnet“. Da der Autor allerdings oft die Augen woanders hatte, prallte der Ball auch am Bildschirmrand ab. Schönes Feature: der Pokéball-Controller gibt Sounds der Kreaturen von sich.  Je nach Pokémon und Größenverhältnis steigt die Schwierigkeit, mit der man seine neuen Wegbegleiter fangen kann.

Auf unserer kleinen Reise treffen wir auf natürlich andere Pokémon-Trainer, die uns zum Kampf auffordern. Hier kommt das bekannte Prinzip zum Tragen, bei der wir unseren Pokémon Befehle geben und das gegnerische Vieh vom Feld räumen, um Erfahrungspunkte zu sammeln. Da diese Trainer in unserer Anspielversion alle Insekten-Trainer waren, gestaltete sich das Spiel für Profis als viel zu einfach. Zudem war unser Evoli bereits auf einem deutlich höheren Level und mähte die Gegner kompromisslos nieder. Aber vor uns waren durchaus andere Journalisten, die trotzdem sichtlich mehr Probleme hatten, die Schwächen und Vorteile ihrer Pokémon zu erkennen.

Einschätzung:
Uns standen nur 15 Minuten Anspielzeit zur Verfügung. Jedoch reichten diese aus, um relativ viel vom kommenden Spiel zu sehen. Pokémon-Fans werden wahrscheinlich auf ihre Kosten kommen, auch wenn wir erstmal noch auf ein vollwertiges Switch-Abenteuer warten müssen. Hoffentlich wird uns Nintendo demnächst mehr von der Integration des mobilen Spiels Pokémon GO und dem Plus-Accessoire zeigen.

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