Super Smash Bros. Ultimate wird ein Brett!

Im letzten Jahr waren The Legend of Zelda: Breath of the Wild und Super Mario Odyssey Nintendos Zugpferde.

2018 hingegen steht alles im Zeichen von Super Smash Bros. Ultimate, das auf der diesjährigen E3 zum ersten Mal der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Nintendo hat in diesem Fall alles auf eine Karte gesetzt. Während andere Hersteller den Fokus auf mehrere Spiele verteilt haben, stand beim japanischen Unternehmen alles im Schatten des Prügelspiels. Um ehrlich zu sein, kann ich mich kaum daran erinnern, dass jemals ein Spiel so ausführlich vorgestellt wurde.

Super Smash Bros. Ultimate Präsentation:

Super Smash Bros. Ultimate überall

Nicht nur 90 Prozent der E3-Präsentation wurden dem Spiel gewidmet, auch die nachfolgenden Videos von Nintendo Treehouse, in denen eigentlich die zuvor gezeigten Titel ausführlicher gezeigt werden, drehte sich zum Großteil um Super Smash Bros. Ultimate. Das macht unterm Strich über vier Stunden Videomaterial allein von Nintendo selbst, das pickepackevoll mit Details ist. Lohnt sich da überhaupt noch ein Preview? Auf jeden Fall, denn nichts geht über eigene Erfahrungen, die beim Spielen gemacht werden. Es ist immer noch etwas anderes selbst den Controller in die Hand zu nehmen als aus Videos und Texten Schlussfolgerungen zu ziehen. Bitteschön:

SSBU_gamedetail_screen05.jp

Mit dem Inkling werden die Gegner geplättet!

Nintendo setzt alles auf eine Karte

Wer die grundlegenden Informationen zu Super Smash Bros. Ultimate verpasst haben sollte, schaut sich schleunigst das Präsentationsvideo an. Eigentlich war es unmöglich, das zu verpassen bei der Lawine an Videomaterial, das Nintendo rausgepumpt hat, aber trotzdem. Ich werde die Details nicht noch einmal durchkauen und vor allem werde ich nicht noch einmal alle Charaktere namentlich erwähnen inklusive der spezifischen Eigenschaften. Es sind ALLE mit von der Partie, inklusive neuer Figuren wie Ridley aus Metroid oder den Inklings aus Splatoon und verschiedener Echo-Kämpfer. Allerdings könnten durchaus noch weitere Charaktere der Kampferriege beitreten, denn bis zum Release am 7. Dezember ist noch etwas Zeit und bis dahin wird Nintendo mit Sicherheit noch die eine oder andere Überraschung enthüllen. Die Marketing-Aktivitäten zum Spiel ähneln nämlich frappierend dem Vorgänger.

 SSBU_gamedetail_screen06.jpg

Ridley ist zwar langsam aber stark!

So spielt sich der Brawler!

So ausführlich Nintendo das Spiel auf der E3 2018 präsentiert hat, so abgespeckt war die Demo, die beim Nintendos "Post E3 Day" zum Anzocken bereitstand. Gerade mal ein Bruchteil der Kämpfer waren verfügbar, dafür konnte ich sowohl mit Ridley als auch einem Inkling in den Ring steigen. Der Aufbau des Spiels gleicht dem Vorgägner derart, dass ich zweimal hinschauen musste, um Unterschiede abseits der neuen Kämpfer wahrzunehmen. Das ist per se kein schlechtes Zeichen, aber ein bisschen mehr frischen Anstrich hätte ich mir schon gewünscht. Dafür waren die kleinen aber feinen Unterschiede beim Gameplay sofort spürbar. Ab sofort ist es möglich, in der Luft auszuweichen, wie damals in Super Smash Bros. Melee. Gerade bei Kämpfen mit mehreren Mitspielern hat sich das als äußerst nützlich beim Anspielen erwiesen. Ab und an bin ich so einem Treffer entgangen. Setzt man diese Technik aber zu oft ein, wird sie immer weniger effektiv.

Zudem sind kleine Sprünge jetzt merklich niedriger und Aufladeattacken dürfen schon in der Luft begonnen werden. Wer darüber hinaus das richtige Timing der Schildfunktion nutzt, kontert gleich mit einer Gegenattacke. Das sind zwar nur Kleinigkeiten, aber die Spielmechanik ändert sich überraschend stark. Ich habe ein paar Runden mit einem Inkling und Ridley gezockt: Während mir der Weltraumpirat aus Metroid etwas zu langsam agiert, hatte ich meine helle Freude mit dem tintespritzenden Kämpfer. Mit einem Farbroller Gegner zu plätten ist extrem witzig. Wie sich beide Charaktere allerdings ins Balancing einfügen werden, lässt sich noch nicht sagen.

Gameplay-Veränderungen im Detail (englisch):

Inhalte in Hülle und Fülle

Abgesehen davon ist das Spiel wieder randvoll mit Inhalten, bei denen es Wochen dauern wird, alles zu erlernen und freizuschalten. Kleines Beispiel gefällig? Mehr Helfertrophäen und Pokébälle können im Kampf als Unterstützung genutzt werden und auch die Anzahl an Items wurde nach oben geschraubt. Unter anderem sind die Squid Sisters, Bomberman und Waluigi dabei. Keine Frage, dass es neue Schlachtfelder gibt. Unter anderem prügelte ich mich mit Kollegen durch die Muränentürme aus Splatoon. Lediglich die Tatsache, wann welche Rampe benutzt wird, um ein höheres Stockwerk zu erreichen, hat etwas gestört. Richtig abgefahren war dagegen die neu überarbeitete "Star Fox"-Stage. Hoch und runter, einmal gedreht und wieder zurück. Die Verwirrung war komplett, aber das gehört zu Smash Bros. einfach dazu.

Einschätzung:
Super Smash Bros. Ultimate wirkt auf den ersten Blick wie eine aufgehübschte Version des Vorgängers. Aber das täuscht, denn sobald man die ersten Kämpfe absolviert hat, werden die Unterschiede deutlich. Super Smash Bros. Ultimate spielt sich anders, aber extrem gut. Zieht man nun noch die unfassbare Fülle an Inhalten hinzu, kann man verstehen, warum sich Nintendo in diesem Jahr auf das Prügelspiel konzentriert. Wer wirklich alles freispielen und nutzen will, ist mehr als nur ein paar Wochen beschäftigt. Zudem sieht das Spiel einfach grandios aus. Super Smash Bros. Ultimate ist nach dem derzeitigen Kenntnisstand eine sichere Bank. Der Dezember kann kommen!

Top Online Games

Rise of Angels
(28)
Archeage Gamedetail
(26)
World of Warships
(88)
Forge of Empires
(251)
Klondike
(102)