Sekiro – Shadows Die Twice: Fünf Überlebenstipps

In Sekiro: Shadows Die Twice stehen Tode an der Tagesordnung. Wir geben Tipps, um die Anzahl zumindest etwas zu senken.

Sekiro: Shadows Die Twice

Dass die Spiele von From Software nicht gerade zur leichten Kost zählen, sollte sich mittlerweile herumgesprochen haben. Doch es ist keine Übertreibung, wenn wir sagen, dass Sekiro: Shadows Die Twice der bisherige Höhepunkt in Sachen Schwierigkeitsgrad ist. Das jüngste Werk von Hidetaka Miyazaki, sozusagen dem Vater der Souls-likes, treibt selbst erfahrenste "Dark Souls"- und Bloodborne-Veteranen an ihre Grenzen. Es gibt keine Möglichkeiten, euch das Actionspiel einfacher zu machen. Wir haben aber trotzdem ein paar Tipps für euch, die euch sicherlich von großem Nutzen sein werden, wenn ihr als "Wolf" durch das Reich des Ashina-Clans streift.

Vergesst Dark Souls!

Ob ihr nun schon Erfahrungen mit den vorherigen Spielen von From Software oder anderen Souls-likes gesammelt habt oder nicht, spielt für euren Erfolg in Sekiro kaum eine Rolle. Denn auch wenn es durchaus einige Gemeinsamkeiten zwischen ihm und Dark Souls sowie Bloodborne gibt, so sind sie doch sehr unterschiedlich. Das gilt vor allem für das wichtigste Gameplay-Element: das Kampfsystem.

Sekiro: Shadows Die Twice - Kampf mit General

Wer Sekiro wie Dark Souls spielt, sieht in den Kämpfen kein Land, schon gar nicht gegen die Bosse.

In Dark Souls agiert ihr in den Kämpfen zumeist so: Der Gegner greift an, ihr blockt die Attacke mit eurem Schild und schlagt dann im richtigen Moment zurück. Wenn ihr so Dark Souls gespielt habt, dann müsst ihr euch in Sekiro: Shadows Die Twice gewaltig umstellen. Einen Schild gibt es hier nicht. Zwar blockt ihr gegnerische Attacken mit eurem Katana ab und verliert dabei auch keine Lebensenergie, aber ihr erleidet Haltungsschaden. Und wenn eure Haltung im roten Bereich ist, dann hilft euch auch das Blocken nicht mehr viel. Zugleich solltet ihr euch davon verabschieden, wie in Bloodborne ständig auszuweichen. Nur bei den Griffattacken ist das wirklich sinnvoll (um nicht zu sagen lebensnotwendig), ansonsten gilt in Sekiro: Bleibt nah am Gegner!
 
Das Wichtigste ist, das Parieren zu erlernen. Denn damit fügt ihr euren Gegnern am meisten Haltungsschaden zu. Ihr wollt schließlich, dass ihr Haltungsbalken komplett gefüllt und richtig rot ist, damit ihr ihnen den Todesstoß verpassen könnt. Es ist zwar theoretisch möglich, Sekiro wie Dark Souls und Bloodborne zu spielen und eben oftmals die "Block"-Taste gedrückt zu halten oder auszuweichen und in passenden Momenten auf den Feind einzuschlagen, um seine Lebensenergie zu dezimieren. Aber das ist sehr mühsam, langwierig und kann schnell frustrierend werden. Denn während ihr auf diese Weise ewig braucht, um einen Kontrahenten niederzustrecken, schickt der euch, wenn ihr nicht aufpasst, mit zwei, drei Schlägen ins Reich der Toten. Also solltet ihr stets offensiv agieren und euer Gegenüber mit Attacken und Paraden unter Druck setzen.

Sekiro: Shadows Die Twice - Kampf gegen mehrere Gegner

Ja, ihr könnt Angriffe stets blocken und euch so vor Schaden schützen (sofern eure Haltung noch vorhanden ist), aber der Schlüssel zum Sieg ist das Parieren.

Schaut euch eure Umgebung genau an!

Bei Dark Souls galt schon immer: Wer aufmerksam durch die Levels streift, dessen Überlebenschancen sind merklich höher als die der Spieler, die von A nach B hetzen. Denn hinter jeder Ecke kann es zu einem Hinterhalt kommen oder sich eine Falle verbergen. Für Sekiro: Shadows Die Twice gilt Ähnliches, doch hier kommt noch ein wichtiger Aspekt hinzu: Die Umgebungen geben euch oftmals die Möglichkeit, an Gegnern vorbei zu schleichen oder euch ihnen unbemerkt von hinten zu nähern und sie per Stealth-Attacke auszuschalten.

Wenn ihr ein euch unbekanntes Areal betretet, solltet ihr immer erst einmal nach höher gelegenen Positionen Ausschau halten, die per Greifhaken zu erreichen sind. Das können etwa Türme oder Häuserdächer sein. Von dort aus verschafft ihr euch einen Überblick über das Gebiet. Nicht nur lassen sich so Gegner ausspähen, ihr entdeckt möglicherweise auch Schleichpfade. Entweder führen die über die Häuserdächer oder es gibt hohes Gras, durch das ihr wie in Assassin's Creed geduckt laufen könnt, um nicht entdeckt zu werden. Gerade vor Bosskämpfen ist das enorm praktisch, damit ihr unbeschadet zum Endgegner gelangt und nicht vorher schon die wenigen Heilmittel verbraucht.

Sekiro: Shadows Die Twice - Von Dach zu Dach schwingen

Ihr müsst nicht gegen jeden Gegner kämpfen. An einigen könnt ihr unbemerkt vorbeikommen, indem ihr euren Greifhaken und Schleichwege nutzt.

Schaltet wichtige Fähigkeiten frei!

In Sekiro: Shadows Die Twice gibt es nicht wirklich die Möglichkeit zu grinden. Statt Seelen zu sammeln, mit denen ihr die Attribute eures Charakters steigert, erhaltet ihr für getötete Gegner Erfahrung und erspielt euch so Skill-Punkte, mit denen ihr aktive und passive Fähigkeiten freischaltet. Der "Wolf" wird aber nicht wirklich stärker, wenn ihr normale Feinde besiegt. Eure Lebensenergie und Angriffskraft erhöht sich nur durch Items, die ihr von Minibossen und den richtigen Endgegnern erbeutet. Doch es gibt so manche Fähigkeit, die euch große Vorteile verschafft und das Leben in Sekiro dadurch etwas erleichtert.

Einer der ersten Skills, den ihr unbedingt erlernen solltet, ist der sogenannte Mikiri-Konter im Shinobi-Baum. Der ermöglicht es euch, Stoßattacken zu parieren. Normalerweise gehören jene Angriffe zu denen, die ihr nicht blocken oder parieren könnt - die anderen beiden sind Griff- und Schwungattacken. Wenn ein rotes Schriftzeichen auf dem Bildschirm zu sehen ist, ist das immer das Signal für so eine gefährliche Aktion. Ob euer Gegner nun aber schwingen, zugreifen oder stoßen wird, müsst ihr anhand seiner Animation erkennen. Setzt er zum Stoß an und ihr habt den Mikiri-Konter erlernt, drückt ihr im passenden Moment die Taste zum Parieren, um den Angriff abzuwehren. Die Menge des Haltungsschadens, den ihr dadurch verursacht, lässt sich übrigens mit einer passiven Fähigkeit noch weiter steigern.

Sekiro: Shadows Die Twice - Gegner mit langem Schwert

Die Bosse und Minibosse verlangen euch einiges ab. Manche Fähigkeit erweist sich da als sehr nützlich, um die Duelle zu gewinnen.

Ebenfalls im Shinobi-Baum findet ihr die Fähigkeit "Hauch der Natur: Licht". Hierbei handelt es sich um einen sehr simplen, aber eben auch ungemein nützlichen Skill. Er bewirkt, dass euch jeder Todesstoß ein klein wenig verlorene Lebensenergie zurückgibt. Der Heilungseffekt ist nicht groß. Aber wenn ihr zum Beispiel in einem Kampf ordentlich einstecken musstet und wisst, dass ihr in den weiteren Bereichen eines Levels auf viele Gegner trefft, die ihr recht einfach per Stealth-Attacken ausschalten könnt, ist es sinnvoll, euch einen Schluck aus eurer Kürbisflasche zu sparen. Apropos: Die Effektivität eurer Heilmittel steigert ihr, indem ihr die beiden "Emmas Medizin"-Fähigkeiten im Baum der Prothesenkünste freischaltet. Das kostet euch zwar insgesamt neun Skill-Punkte, die aber gut angelegt sind.

Nutzt Items und Prothesenmodule!

Es mag so einige Spieler stören, dass ihr in Sekiro: Shadows Die Twice im Grunde nur eine Waffe habt. Der "Wolf" kämpft von Anfang bis Ende mit ein und demselben Katana. Bessere Schwerter oder alternative Waffenarten gibt es nicht. Das heißt aber nicht, dass ihr im Kampf nur eure Klinge einsetzt. Sekiro bietet eine ganze Reihe an sinnvollen Items plus die unterschiedlichen Module für eure Armprothese. Und von denen solltet ihr auf jeden Fall Gebrauch machen.

Gerade die Prothesenmodule können euch in den Gefechten mit Bossen (seien es nun die Zwischen- oder wahren Endgegner) von großem Nutzen sein. Ein Beispiel hierfür: Der Oger, auf den ihr im Ashina-Umland, dem ersten Gebiet des Spiels nach dem Tutorial, trefft, ist anfällig gegen Feuer. Das erfahrt ihr, wenn ihr die beiden Wachen, die in seiner Nähe stehen, belauscht - überhaupt es immer sinnvoll, Gesprächen der Feinde zuzuhören, wenn die Option besteht. Entweder nutzt ihr das Shinobi-Feuerwerk, das ihr beim Krähenbett-Nachlassverwalter im Ashina-Umland (kurz nach dem Kampf gegen General Naomori Karawada) für 500 Sen erwerbt, oder das Flammenrohr, das ihr im Hirata-Anwesen findet. 

Sekiro: Shadows Die Twice - Feuer

Viele Gegner haben bestimmte Schwachstellen, die ihr mit den Prothesenmodulen ausnutzen könnt.

Bei anderen Bossen erweisen sich wiederum andere Module als sehr effektiv. Im Zweifelsfall probiert ihr einfach alles durch, um die Schwachstelle eures Widersachers zu finden. Bedenkt dabei, dass jeder Einsatz eines Moduls Geist-Embleme kostet, die ihr nur begrenzt mit euch herumtragen könnt!

Zu guter Letzt: Lernt, zu kämpfen!

Zugegeben, dieser Tipp mag nicht so klingen, als wäre er sonderlich hilfreich. Ihr mögt vielleicht denken: "Toll, genauso gut könnt ihr auch einem Fußballer den Rat geben, den Ball vielleicht mal ins Tor zu schießen." Aber was wir damit sagen wollen: Euer Skill ist das wichtigste Werkzeug im Kampf gegen die etlichen starken Gegner in Sekiro: Shadows Die Twice. Wie oben schon erwähnt, werdet ihr nur stärker, wenn ihr Bosse besiegt. Noch dazu gibt es keinen Koop-Modus, sodass ihr euch keine Hilfe aus dem Internet holen könnt.

Manche Bossgegner in Sekiro sind richtige Flaschenhälse. Ihr müsst sie besiegen, um Fortschritt zu machen, habt aber auch nicht die Option, woanders nochmal gegen Minibosse zu kämpfen, um Gebetsperlen zu bekommen und so wenigstens eure Lebensenergie zu erhöhen. Na gut, oder es gibt noch Minibosse, die aber nicht einfacher zu besiegen sind als der nächste Endgegner. Ohne euch in das Kampfsystem einzuarbeiten, das Parieren zu üben und die Angriffsmuster der Feinde zu studieren, gewinnt ihr in Sekiro: Shadows Die Twice keinen Blumentopf. Das Ganze hat aber auch einen Vorteil: Es gibt im Grunde keine zu starken Bosse, gegen die ihr kaum eine Chance habt, weil euer Level noch zu niedrig ist.

Top Online Games

Rise of Angels
(28)
Archeage Gamedetail
(26)
World of Warships
(88)
Forge of Empires
(251)
Klondike
(102)