Asterix & Obelix XXL3: Der Kristall-Hinkelstein angespielt

Asterix und Obelix gehören zu den beliebtesten Comic-Figuren aus Europa.

Asterix & Obelix XXL3: Der Kristall-Hinkelstein

Keine Frage, dass die beiden tapferen Gallier bereits ihre Duftmarken in der Welt der Videospiele gesetzt haben. Die ersten Spiele mit den beiden ungleichen Freunden sind sogar schon 1983 für den Atari 2600 erschienen. Sie sind also fast so alt wie Super Mario und Co, können aber nicht auf die gleiche Erfolgsgeschichte zurückblicken. Aber das ändert sich vielleicht mit dem neuesten Titel Asterix & Obelix XXL3: Der Kristall-Hinkelstein. Wir haben den Titel vorab auf der EGX 2019 in Berlin angetestet.

Treue Asterix-Leser wissen, dass jeder Comic mit der gleichen Einleitung beginnt. „Wir befinden uns im Jahre 50 v. Chr. Ganz Gallien ist von den Römern besetzt … ganz Gallien? Nein! Ein von unbeugsamen Galliern bevölkertes Dorf hört nicht auf, dem Eindringling Widerstand zu leisten.“ Und das ist für jedes Abenteuer die Ausgangssituation. In Asterix & Obelix XXL3: Der Kristall-Hinkelstein erhält der Druide Miraculix merkwürdige Post von der Hohenpriesterin Edda Heimdallir. Sie bittet die Gallier um Hilfe, denn ihr Volk sieht sich mit einer Bedrohung konfrontiert, die es nicht allein bewältigen kann. Zu diesem Zweck fordert sie den Kristall-Hinkelstein an. Und wer darf Edda und ihrem Volk diesen Stein bringen? Richtig, Asterix und Obelix. Na gut, Idefix darf natürlich nicht fehlen. Nichts wie rein ins Getümmel und den Römern ein paar Schellen ins Gesicht gedrückt.

Asterix & Obelix XXL3: Der Kristall-Hinkelstein - Teaser:

Endlich im Koop spielbar!

Die Publisher Astragon und Microids sowie der französische Entwickler OSome Studios haben auf der EGX bereits die fertige Version des Spiels präsentiert und das hat man gemerkt. Wo Messe- und Vorführversionen sonst noch den einen oder anderen Fehler aufweisen oder nicht ganz rund laufen, zeigte sich Asterix & Obelix XXL3: Der Kristall-Hinkelstein von seiner besten Seite. Probleme, Glitches oder sonstige Wehwehchen traten gar nicht auf. Stattdessen konnten wir nach dem Tutorial direkt ins Spielvergnügen einsteigen und das endlich auch im Koop-Modus, der bei den Vorgängern noch schmerzlich vermisst wurde. Warum eigentlich? Wenn man schon ein Spiel mit zwei gleichberechtigten Charakteren entwirft, sollte das eigentlich der Standard sein.

Raufen und Rätseln!

Von der Geschichte bekommt man naturgemäß auf so einer Veranstaltung eher wenig mit. Also stand für uns das Gameplay im Fokus des Interesses und das ist grundsolide, was wir bislang gesehen haben. Entweder geht es allein oder mit einem Freund auf wilde Römerjagd. Ist kein Freund zur Hand, übernimmt die KI diese Funktion. Außerdem kann im Solo-Modus munter zwischen den beiden Helden gewechselt werden. Je nach Auftrag geht es nun vornehmlich darum, sich durch feindliche Gebiete zu prügeln und nebenbei kleinere Rätsel zu absolvieren. Dazu sind jeweils die unterschiedlichen Fähigkeiten von Asterix oder Obelix gefragt. Beispielsweise muss hier ein Schalter umgelegt oder dort eine Tür zerstört werden. Oft lassen sich solche Aktionen mit einem der beiden Protagonisten erledigen. Ab und an ist aber Teamarbeit gefragt. Während Asterix wendiger und flinker ist, stiefelt Obelix dem blonden Kerlchen gemütlich hinterher. Aber wehe, wenn die Römer angreifen, dann kann der dicke Kerl zu einer wahren Furie werden und die Römer nach allen Regeln der Kunst vermöbeln.

Leicht aber nicht anspruchslos

Insgesamt wirkt das Gameplay wie eine Mischung aus Action-Rollenspiel à la Diablo und Lost Vikings, nur etwas simplifiziert. Das muss nicht Schlechtes per se bedeuten, es passt halt etwas besser zur Zielgruppe. Am ehesten ist Asterix & Obelix XXL3: Der Kristall-Hinkelstein mit den diversen Lego-Spielen vergleichbar. Wer ein Spiel mit den bekannten Galliern kauft, erwartet kein Dark Souls, sondern recht seichte Unterhaltung, die das Look & Feel der Comics versprüht und kurzweilig unterhält. Genau das scheint das Spiel zu vermitteln. Anspruchslos ist der Titel dennoch nicht. Dank des Kristall-Hinkelsteins, der über verschiedene Eigenschaften wie etwa Stein, Eis, Feuer oder Magnetismus verfügt, ergeben sich sowohl im Kampf als auch abseits davon interessante Mechaniken.

Atmosphärisch gelungen

Ein großer Pluspunkt des Spiels ist die visuelle Aufmachung. Die französischen Entwickler vom Studio Microids  haben die Atmosphäre der Comics ziemlich gut eingefangen. In besonders detaillierten Arealen wirkt es fast wirklich wie ein spielbarer Comicstrip. Andere Bereiche wirken dagegen manchmal etwas leer. Die Umgebungen sind sehr vorlagengetreu gestaltet worden und spätestens, wenn Asterix und Obelix mit ihrem Angriffsmöglichkeiten auf die Römer und andere Gegner treffen, fühlt man sich heimisch. Da fliegen Sandaletten durch die Gegend, Römer landen nach einem Kinnhaken krachend auf dem Boden oder werden mit einem großen Knall in die nächste Legion geschleudert. Die Animationen haben uns selbst bei dem kurzen Anspieltermin das eine oder andere Lächeln aufs Gesicht gezaubert.

Asterix & Obelix XXL3: Der Kristall-Hinkelstein - Gameplay-Video:

Einschätzung:

Asterix & Obelix XXL3: Der Kristall-Hinkelstein ist eine konsequente Weiterentwicklung der Vorgänger und endlich gibt es einen Koop-Modus, der so lange gefehlt hat. Dass der Titel kein Kandidat für das Spiel des Jahres ist, sollte jedem klar sein. Asterix & Obelix XXL3: Der Kristall-Hinkelstein richtet sich viel mehr an Comic-Fans und solche, die gerne Spiele im Couch-Koop spielen, auch gern mit dem eigenen Nachwuchs und dafür ist das Game bestens geeignet. Das Gameplay ist nicht allzu kompliziert, bietet aber immer noch genügend Möglichkeiten, um sich zu betätigen. Asterix & Obelix XXL3: Der Kristall-Hinkelstein erscheint am 21. November für PlayStation 4, Xbox One und Nintendo Switch.

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