Star Wars Battlefront 2 fetzt! Punkt!

Es war einmal vor langer Zeit in einer weit, weit entfernten Galaxis, als nicht einmal der Imperator an Lootboxen dachte. Damals war das Universum noch in Ordnung.

Ach, was erzähle ich hier eigentlich? Die Thematik mit diesen Überraschungskisten in Star Wars Battlefront 2 wurde in den letzten Tagen mehr als genug durchgekaut. Jetzt geht es um das Spiel an sich und das sieht auf den ersten Blick schon mal fett aus, egal ob nun auf dem PC, der Xbox One oder der PlayStation 4.

Trailer:

Möge die Macht mit uns sein

Bevor wir uns dem Mehrspielermodus widmen, werfen wir mal einen Blick auf die Einzelspielerkampagne, die dem Vorgänger noch fehlte. Die Geschichte ist zum Großteil zwischen Episode 6 und 7 angesiedelt. Als Spieler schlüpft man in die Rolle von Iden Versio, der Kommandeurin des Inferno-Trupps, der eigentlich das Imperium unterstützen soll. Aber das geht gehörig schief, denn wie wir alle wissen, wird der zweite Todesstern ebenfalls zerstört und der Imperator samt Darth Vader vernichtet. Ohne zu viel zu spoilern: Sie beginnt an ihren Idealen zu zweifeln. Belassen wir es dabei, den Rest, sofern ihr es noch nicht gesehen oder gespielt habt, solltet ihr selbst erleben.

Die Kampagne ist zwar spielerisch nicht sonderlich innovativ, aber ziemlich grandios inszeniert. Es wird in klassischer Shooter-Art geballert sowie mit Raumschiffen geflogen. Um weiter voranzukommen, muss stets eine gewisse Anzahl von Gegnern pulverisiert werden. Nichts Besonderes also, aber man fühlt mit den Charakteren mit und will wissen, wie die Handlung mit Iden weitererzählt wird. Außerdem ist die Geschichte ähnlich stilistisch präsentiert wie die Filmreihe. Selbst die Länge der Kampagne mit ungefähr acht Stunden befindet sich völlig im Rahmen dessen, was man von so einem Spiel erwartet, denn der Kern des Titels liegt natürlich woanders.

Galaktischer Angriff Gameplay:

Wo bitte geht's zur Front?

Der Mehrspieler von Star Wars Battlefront 2 ist ein Biest. Fünf Modi für bis zu 40 Spieler und Unmengen an Verbesserungsmöglichkeiten fluten die Synapsen erst einmal. Wie funktioniert was? Warum gibt es hier so viel Auswahl und überhaupt, was muss ich eigentlich machen? Also der Reihe nach. Grundsätzlich hat man zwei Optionen. Entweder zu Fuß oder im Raumschiff rumballern. Verstanden. Je nach Modus kann man zusätzlich zwischen Filmhelden und/oder Kanonenfutter, sprich belanglosem Fußvolk, wählen. Jetzt steht man nur noch vor der Entscheidung, in welcher Spielart man antreten möchte. Zur Wahl stehen Angriff (16 Spieler), Gefecht (20 Spieler), Sternenjäger-Angriff (24 Spieler), Helden vs. Schurken (8 Spieler) sowie Galaktischer Angriff, ein kombinierter Modus aus Boden- und Luftkämpfen (40 Spieler). Gespickt wird das Ganze dann noch mit einigen Zusatzzielen, damit es nicht nur ums Ballern geht. Naja, eigentlich doch, denn ohne Feuergefechte kommt man nicht weit. Welcher Modus nun das Nonplusultra ist, hängt von den persönlichen Vorlieben ab. Genauso wie man sich entweder für die dunkle oder helle Seite der Macht entscheidet. Uns haben besonders Sternenjäger-Angriff und Galaktischer Angriff gefallen. Helden vs. Schurken ist dagegen komplett durchgefallen.

Sternenjäger-Angriff Gameplay:

Was ist denn hier los?

Es braucht allerdings etwas an Eingewöhnungszeit, bis man sich zurecht findet. Gerade beim Galaktischen Angriff brennt dermaßen ein Feuerwerk auf dem Bildschirm ab, bei dessen Anblick jeder Pyrotechniker vor Neid erblasst. Explosionen, Lasersalven, fliegende Charaktere und was weiß ich nicht alles, wird einem auf die Netzhaut projeziert. Je nach Map ist der Grafik-Fasching umwerfend bis bombastisch. Im Weltraum, auf dem Wookie-Planeten oder Kamino, optisch wird eine Menge Abwechslung geboten. Wer dazu noch die Boxen seiner Anlage aufdreht, dürfte sich spätestens dann fühlen als wäre man selbst dabei. Etwaige Nachbarn sollten aber vorgewarnt oder direkt eingeladen werden.

Helden vs Schurken Gameplay:

Meine Meinung:

Lässt man die leidige Lootboxendiskussion einmal außen vor, ist Star Wars Battlefront 2 ein mehr als gelungenes Stück Software. Die Kampagne ist großartig inszeniert, der Multiplayer umfangreich und wird durch kommende Downloadinhalte auch noch erweitert. Seasons und besondere Ziele bieten weitere Motivationsanreize. Ob es nun nötig gewesen ist, Zusatzeffekte zufallsbedingt via Boxen freizuschalten, steht auf einem anderen Blatt. Ich hätte mir gewünscht, dass man sich die Effekte aussucht und dann daraufhin arbeitet. Von mir aus auch mit optionalen Microtransactions. Meinem Sammlerherz fehlt allerdings etwas ganz anderes. Warum gibt es nicht so ein schickes Diorama zum Vervollständigen wie im ersten Teil?

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