Die besten Rollenspiele im Game Pass

Rollenspielfans aufgepasst! Der Game Pass hat so einige Highlights für euch zu bieten.

Xbox Game Pass

Wenn man nach Spielen sucht, die einen richtig lange beschäftigen, aber keine Lust auf Multiplayer hat, ist man im Rollenspielgenre mit am besten bedient. Falls ihr derzeit auf der Suche nach einem epischen Abenteuer seid, das euch lang genug beschäftigt, bis die nächsten großen Kracher erscheinen, werdet ihr im Game Pass sicherlich fündig. Der bietet nämlich eine ganze Menge feine RPGs. Die besten stellen wir euch in diesem Artikel vor.

Dragon Quest 11 S: Streiter des Schicksals – Definitive Edition

  • Plattformen: PC, Konsole, Cloud

Vermisst ihr klassische JRPGs mit klassischen Fantasy-Welten, einer bunten Heldentruppe und Schurken, die einfach nur Schurken sind? Lasst euch gesagt sein: Es gibt gar keinen Grund dazu, denn wir haben ja Dragon Quest 11. Man könnte meinen, dass es sich hierbei um ein Spiel aus den Neunzigern handelt, das aber mit Technik der vergangenen Jahre entwickelt wurde. Spielerisch und inhaltlich erwartet euch hier viel Altbekanntes: rundenbasierte Kämpfe, ein sehr klassisches Ausrüstungssystem und eben die typischen JRPG-Charaktere. Dazu kommen aber etwas weitläufigere Gebiete, Reittiere und vor allem jede Menge Charme.

Dragon Quest 11 S: Streiter des Schicksals – Definitive Edition ist, das sollten wir dazu sagen, die Portierung der Switch-Version. Die Bezeichnung Definitive Edition passt also nicht so ganz, weil diese Fassung schlechter aussieht als due ursprünglich veröffentlichte Variante für den PC und die Xbox One. Lasst euch davon aber nicht abhalten, Dragon Quest 11 per Game Pass zu spielen! Die Grafik ist hier eher zweitrangig und auch diese leicht aufgehübschte Switch-Fassung hat einen sehr stimmigen Look. Zudem bietet sie viele Zusatzinhalte – sogar die Option, das komplette Abenteuer in 2D zu spielen.

"The Elder Scrolls"-Reihe

  • Plattformen: PC, Konsole, Cloud (The Elder Scrolls Online nicht für PC)

Viele Rollenspiele sind sehr Story-lastig. Es geht aber auch anders, wie uns Bethesda Game Studios seit Jahrzehnten beweist. Die "The Elder Scrolls"-Reihe ist die größte Errungenschaft jenes Entwicklers. Alle 3D-Teile sind im Game Pass verfügbar. Bei Morrowind und Skyrim sind sich die meisten Leute einig: Beide sind fantastische Open-World-Spiele, die euch so gut zum Erkunden motivieren wie nur wenige andere Titel. Oblivion ist da etwas umstrittener, hat aber auch seine Qualität.

Zudem haben Konsolenspieler und die Nutzer eines Android-Mobilgeräts die Möglichkeit, The Elder Scrolls Online per Game Pass zu spielen. Ja, das ist ein deutlich anderes Spiel als die Singleplayer-Teile. Die Erkundung ist hier nicht ganz so befriedigend und der MMO-Faktor schadet hier und da auch der Immersion. Wenn die Story euch weißmachen will, dass ihr der eine Held seid, während ihr zig anderen Spielern über den Weg lauft, die die gleiche Geschichte erleben, dann wirkt das halt seltsam. Aber dafür ist The Elder Scrolls Online für ein Online-Rollenspiel eben ein verdammt gutes Story-Erlebnis mit vielen kreativen, spannenden Quests und großen Freiheiten, was die Entwicklung eures Charakters betrifft.

Fallout-Reihe

  • Plattformen: PC, Konsole, Cloud (Teil 1 und 2 nur für PC)

Bleiben wir doch gleich bei Bethesda, denn auch die Fallout-Serie darf in diesem Artikel natürlich nicht unerwähnt bleiben. Gerade Teil 3 und New Vegas sind wirklich hervorragende Spiele, wenn auch mittlerweile optisch ganz schön arg angestaubt. Aber die vielen kleinen Geschichten, die ihr in deren offenen Welten entdecken könnt, sind es wert, über die Grafik und auch das nicht mehr taufrische Kampf-Gameplay hinwegzusehen. Dazu kommt die allgemein sehr gute Atmosphäre.

Wollt ihr was richtig Klassisches, könnt ihr auf dem PC die ersten beiden Fallouts mit isometrischer Ansicht und rundenbasierten Kämpfen zocken. Was wir an dieser Stelle jedoch ausklammern, sind Fallout 4 und 76. Ersteres mag immer noch ein gutes Open-World-Spiel sein, als Rollenspiel hinkt es seinen Vorgängern aber stark hinterher. Und Fallout 76 hat eh keinen sonderlich guten Ruf, wobei es heute dank vieler Updates und auch jeder Menge nachgereichten Gratisinhalten ein wesentlich besseres Spiel ist als zum Launch – aber eben auch kein gutes RPG.

"Final Fantasy"-Reihe

  • Plattformen: PC, Cloud

Das gute alte Final Fantasy 7 war mal im Game Pass, ist es heute nicht mehr. Mittlerweile umfasst der Service nur noch die "jüngeren" Teile der JRPG-Reihe. Gemeint sind damit Final Fantasy 10 und 10-2, 12, 13 und 13-2. Wir empfehlen euch an dieser Stelle vor allem Teil 10 und 12. Ersteres ist ein hervorragendes, sehr klassisches Final Fantasy mit rundenbasiertem Kampfsystem, das eine emotionale Geschichte erzählt.

Final Fantasy 12: The Zodiac Age wiederum macht in Sachen Gameplay einiges anders. Gefechte laufen in Echtzeit ab, jedoch greift ihr nicht aktiv an. Das System orientiert sich mehr an MMORPGs wie World of Warcraft, hat aber eine Besonderheit in Form der Gambits. Mit denen programmiert ihr sozusagen das Kampfverhalten eurer Recken vor. Gerade die Auseinandersetzungen mit normalen, wenig herausfordernden Gegnern laufen dann ganz von allein ab, wenn ihr eine gute Strategie gefunden habt. Und in dem Remaster, das im Game Pass enthalten ist, ist es auch glücklicherweise möglich, das Spieltempo zu erhöhen und somit die einfachen Kämpfe zu "vorzuspulen".

Mass Effect Legendary Edition

  • Plattformen: PC, Konsole

Die "Mass Effect"-Trilogie gehört zu den besten Sci-Fi-Stoffen der Videospielhistorie. Dank der Legendary Edition ist es mittlerweile möglich, die Spiele in grafisch aufgewerteter Form zu genießen. Und es hat auch spielerische Anpassungen gegeben, insbesondere für den ersten Teil. BioWare hat etwa das Kampfsystem ein wenig modernisiert, sodass sich die Schießereien ähnlicher zu dem spielen, was die beiden Nachfolger bieten.

Letztendlich ist das Gameplay in Mass Effect aber eh zweitrangig. Der Hauptgrund, dieses Epos zu spielen, ist die Story mit all ihren interessanten Charakteren und so manchem wahrlich epischen Moment. Wer Garrus, Liara, Tali und Co noch nicht kennengelernt hat, der sollte das mit der Legendary Edition schnellstmöglich nachholen. Wichtig hierbei zu erwähnen: Als Konsolenspieler braucht ihr unbedingt den Game Pass Ultimate, da die Remaster.-Trilogie Teil von EA Play ist. Auf dem PC reicht das Standard-Abo aus.

NieR:Automata

  • Plattformen: PC, Konsole, Cloud

Zugegeben, es lässt sich darüber streiten, ob NieR:Automata nun ein Rollenspiel ist oder doch ein reiner Actiontitel. Aber da wir es nicht in unsere Liste der besten Actionspiele im Game Pass aufgenommen haben, müssen wir es nun umso mehr hier aufführen. NieR:Automata ist schließlich ein großartiges Videospiel. Oberflächlich betrachtet ist es ein weiteres Open-World-Spiel, das nicht mal sonderlich toll aussieht, und dessen Kampfsystem zwar gut funktioniert und auch Spaß macht, aber eben nichts Brillantes an sich hat. Aber jetzt kommt das Aber.

Befasst man sich aber genauer mit dem Titel, fallen einem die erzählerische Tiefe auf, die vielen erinnerungswürdigen Momente und ein gelungener Mix aus Third-Person-Action- 2D-Sidescroller-Passagen, Shoot-'em-up-Elementen und einem cleveren Charaktersystem. Dass ihr NieR:Automata mehrfach durchspielen müsst, um die Story in Gänze zu erleben, schmeckt sicherlich nicht jedem. Die einen finden es toll, mit jedem Durchlauf etwas Neues zu entdecken, die anderen stören sich daran, dass große Teile des Spiels trotzdem von Durchgang zu Durchgang gleichbleiben. Dennoch: Es lohnt sich, diesem Werk eine Chance zu geben. Und wenn ihr eh den Game Pass abonniert habt, kostet euch das nicht mal irgendwas extra.

The Outer Worlds

  • Plattformen: PC, Konsole, Cloud

Mögt ihr es doch lieber konventioneller und vor allem humorvoller, führt kein Weg an The Outer Worlds vorbei. Obsidian Entertainment hat hiermit ein Rollenspiel mit Ego-Perspektive, Shooter-Gameplay und Retro-Science-Fiction-Setting erschaffen, das mit seinem Dialogsystem, den Kämpfen und den vielen Entscheidungsmöglichkeiten stark an Fallout: New Vegas erinnert. Es bietet zwar keine Open World, sondern ist strukturell eher mit Mass Effect zu vergleichen, ansonsten steht The Outer Worlds aber sehr in der Tradition des besagten Fallout-Teils von Obsidian.

The Outer Worlds macht euch zum Passagier eines Kolonieschiffs, das einst in Richtung des Halcyon-Sternensystems geschickt wurde. Doch blöderweise kam es nie an seinem Ziel an. 70 Jahre nach dem Start werdet ihr von einem Wissenschaftler Typ zerstreuter Professor aus dem Kälteschlaf erweckt. Von ihm erhaltet ihr einen wichtigen Auftrag, aber wir sagen es gleich vorneweg: Die Hauptgeschichte ist für einen Großteil der Spielzeit kaum existent. Die einzelnen Handlungsstränge der verschiedenen Planeten, eurer Begleiter, die sich euch im Spielverlauf anschließen, und die diversen Nebenquests sind über viele Stunden hinweg im Vordergrund. Obendrein ist The Outer Worlds viel zu einfach. Aber die sympathischen Charaktere, das gelungene Charaktersystem, die witzigen Dialoge und die vielen Entscheidungsmöglichkeiten machen hieraus trotzdem ein sehr unterhaltsames Erlebnis, das auch nicht zu viel von eurer Zeit beansprucht.

"Pillars of Eternity"-Reihe

  • Plattformen: PC, Konsole, Cloud

Fans von Baldur's Gate und den anderen Rollenspielen aus den späten Neunzigern und frühen 2000ern, die auf der Infinity Engine basieren, werden mit Pillars of Eternity und dessen Nachfolger sehr glücklich sein. Zufälligerweise stammen auch diese beiden Titel von Obsidian. Sie bieten im Kern genau die Spielerfahrung wie ihre großen Vorbilder: Ihr steuert eine Heldentruppe aus der isometrischen Ansicht durch eine in einzelne Gebiete unterteilte Fantasy-Welt, führt umfangreiche Dialoge und bestreitet Taktikkämpfe in pausierbarer Echtzeit.

Beide "Pillars of Eternity"-Spiele ruhen sich aber nicht nur auf dem aus, was die Klassiker geschaffen haben. Im ersten Teil verwaltet ihr eure eigene Festung, die ihr nach und nach ausbaut. Im Nachfolger bekommt ihr ein Schiff und segelt damit über die See. Ihr tragt sogar Kämpfe auf dem Meer aus, allerdings werden die nicht in Echtzeit dargestellt, sondern sind als ein textbasiertes, aber beileibe nicht schlechtes Minigame.

Wasteland-Reihe

  • Plattformen: PC, Konsole, Cloud

Vor Fallout war Wasteland. Der erste Teil von 1988 gilt als geistiger Vater der Fallout-Reihe, die Jahre später eine viel größere Marke werden sollte. Sie entfernte sich aber auch von ihren Wurzeln: Seit Teil 3 hat Fallout Shooter-Elemente und keine rundenbasierten Kämpfe mehr. Wenn ihr gerne ein Spiel wie Fallout 1 oder 2 in halbwegs moderner Grafik haben wollt, können wir euch nur Wasteland 2 und 3 ans Herz legen. Gut, der zweite Teil sah schon zu seinem Release im Jahr 2014 veraltet aus, aber inhaltlich hat er viel Gutes zu bieten. Der Nachfolger kombiniert das mit einer zeitgemäßen Technik.

In Wasteland 2 seid ihr in Nevada und Los Angeles unterwegs und erkundet vor allem sehr staubige, trockene Gebiete. Teil 3 spielt in einem ganz anderen Teil der USA, nämlich in Colorado, wo alles von Schnee bedeckt ist. Beide Spiele ziehen ihre Faszination vor allem daraus, dass ihr eine große spielerische Freiheit genießt. Quests lassen sich auf diverse Arten und Weisen lösen, abhängig von den Werten eurer Charaktere. Dazu kommen die spaßigen rundenbasierten Kämpfe à la XCOM und eine gelungene Mischung aus Ernsthaftigkeit und beißendem Humor. Ach ja, wer will, kann auch den ersten Teil, genauer gesagt dessen Remaster über den Game Pass spielen. Euch sollte aber bewusst sein, dass es sich dabei eben um ein über 30 Jahre altes Spiel handelt.

Yakuza: Like a Dragon

  • Plattformen: PC, Konsole, Android

Bei den besten Actionspielen durfte die Yakuza-Reihe nicht fehlen. Bei den besten Rollenspielen im Game Pass darf deren jüngster Teil Yakuza: Like a Dragon nicht fehlen. Die Entwickler haben sich doch tatsächlich getraut, nach vielen Jahren mit sechs Hauptteilen, einem Prequel, zwei Remakes und zwei Spin-offs das Genre zu wechseln. Klar, viele Dinge sind in Like a Dragon immer noch so wie in den Vorgängern: Ihr bewegt euch in der Third-Person-Ansicht durch eine kleine, aber dafür sehr detaillierte Open World, erlebt eine spannende Geschichte, absolviert viele absurde Nebenquests und vergnügt euch zwischendurch mit Minigames wie Arcade-Spielen, Darts und Karaoke.

Der große Unterschied zu den vorherigen Yakuzas findet sich im Kampfsystem: Statt wie in einem Beat 'em up in Echtzeit auf eure Feinde einzudreschen, liefert ihr euch rundenbasierte Taktikgefechte. Wie in einem Final Fantasy versammelt ihr eine ganze Heldentruppe um euch, levelt jeden Charakter auf, es gibt ein Job-System und sogar "Beschwörungen". Der Wechsel vom Action- und Rollenspiel mag vielleicht noch nicht vollends geglückt sein, aber für einen ersten Versuch ist Yakuza: Like a Dragon mehr als ordentlich. Es lebt eben vor allem von seiner Story, seinen Charakteren und seinem Humor.

Top Online Games

Star Trek Online
(300)
Mars Battle
(82)
Hero Zero
(909)
Farmerama
(537)
Klondike
(717)