Project Session: Endlich ein Erbe für Tony Hawk?!

Erinnert ihr euch noch an die Zeiten, als Superman von Goldfinger durch die Boxen des Röhrenfernsehers wummerte und ihr einen 360° nach dem anderen in die Pipe gedrückt habt? Gut, ich auch.

Anfang der 2000er gab es wohl kaum einen Konsolengamer, der nicht irgendwie mit Tony Hawk’s Pro Skater Reihe in Berührung gekommen ist. Ich kann mich an zahlreiche durchgemachte Wochenenden erinnern, an denen wir nichts anderes gezockt haben. Besagte Wochenenden liefen immer nach dem identischen Muster ab: Wo treffen wir uns? Wer bringt die Konsole mit? Und wer kümmert sich um Pizza und Getränke? Nachdem diese essenziellen Dinge geklärt waren, ging es los. Sobald der Singleplayermodus durchgerockt war, haben wir uns stundenlang gebattlet, wer zuerst das H.O.R.S.E. aus unserer Gruppe wird. Ich denke gerne daran zurück, aber Ende 2000er passierte das, was Activision mit vielen Marken gemacht hat. Sie haben den Markt mit Titeln derart übersättigt, dass sich nur noch wenige überhaupt dafür interessiert haben. Ein paar Jahre später hat Activision mit Guitar Hero, Crash Bandicoot und auch Spyro das gleiche Kunststück geschafft. Es kam zwar 2015 noch Tony Hawk’s Pro Skater 5 auf den Markt, aber hat davon jemand etwas mitbekommen? Ich bin Extremsportarten in Videospielen sehr aufgeschlossen gegenüber, aber das Spiel ist fast komplett unter meinem Radar gecrasht und offensichtlich nicht nur da.

Teaser:

Doch ich sehe ein wenig Licht am Horizont. Am vergangenen Wochenende bin ich spät nachts in den Weiten des Internets auf einen auf den ersten Blick ziemlich vielversprechend aussehenden Titel gestoßen: Project Session. Ein Team aus Montreal, creā-ture Studios, von dem ich vorher noch nie etwas gehört habe, schraubt seit mehr als zwei Jahren an diesem Spiel. Demnächst, genauer gesagt am 21. November, startet zusätzlich eine Kickstarter-Kampagne, um weiteres Geld einzusammeln. Doch ich will mich gar nicht mit dem Gekröse hinter den Kulissen aufhalten. Grafisch sieht Project Session dank der Unreal Engine 4 schon jetzt sehr ordentlich aus.

Viel mehr hat mich die revolutionär klingende Steuerung aus den Socken gefeuert. Das wird nicht nur in meiner Rübe einen extremen Umdenkprozess bewirken. Statt nämlich mit der bekannten und vertrauten Steuerungsmethode aus der Pro Skater Reihe zu arbeiten, ist quasi je ein Stick auf dem Controller für jeweils einen Fuß. Die Fahrtrichtung wird derweil mit den Triggern geändert. Ich seh mich jetzt schon mit Knoten in den Wurstfingern. Aber drauf geschissen, ich muss das ausprobieren. Knoten hin oder her. Die Herrschaften werden sich dabei schon etwas gedacht haben. Immerhin wurde das Studio vom Skateboarder Marc-André Houde gegründet und er dürfte sich mit der Materie auskennen. Jetzt sollte nur noch die Kickstarter-Kampagne gut laufen oder ein großer Publisher buttert ordentlich Geld in das Projekt. Egal wie, das Spiel kann nicht schnell genug erscheinen. Vielleicht ergibt sich dann auch die Möglichkeit, den Titel ebenfalls für die Switch herauszubringen. Dann könnte direkt in den Skate-Pausen gezockt werden. Bislang ist Project Session nämlich nur für die PS4, die Xbox One und den PC angekündigt.

Wer sich selbst einen kleinen Eindruck machen will, kann sich hier die PC-Demo herunterladen.

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