So spielt sich Assassin's Creed Odyssey

Nachdem Ubisoft im letzten Jahr mit Assassin’s Creed Origins einen Volltreffer gelandet hat, wurde mein Feuer für die Assassinen-Saga wieder neu entfacht.

Es war eine tolle Reise als Bayek durch das alte Ägypten zu streifen, mehr oder weniger mystische Dinge zu erforschen und nebenbei die Ursprünge des Konflikts zwischen Templern und Assassinen zu ergründen. Mit Assassin’s Creed Odyssey geht es nun noch weiter zurück in die Vergangenheit und zwar zu den alten Griechen und dementsprechend der Wiege der Demokratie. Die gamescom 2018 bot mir die Möglichkeit, selbst ein bisschen historische Luft zu schnuppern.

Assassin's Creed Odyssey Trailer:

Weit zurück in die Vergangenheit

Die Handlung des neuesten Teils setzt gut 400 Jahre vor Origins ein und erzählt eine fiktionale Geschichte während des Peloponnesischen Krieges. Als Spieler übernimmt man die Rolle eines käuflichen Kriegers und erstmals darf sich in einem „Assassin’s Creed“-Spiel für ein bestimmtes Geschlecht entschieden werden. Entweder man erlebt die Geschichte als Alexios oder Kassandra, beides Söldner und gewillt ihre Dienste für den Höchstbietenden bereitzustellen. Die grundlegende Geschichte ändert sich dabei freilich nicht, aber in Nuancen wie beispielsweise der Reaktionen des Gegenübers in Gesprächen werden die Unterschiede deutlich.  

Die beliebten Seeschlachten sind zurück.

Die beliebten Seeschlachten sind zurück.

Viele Optionen, viel Einarbeitungszeit

Viel habe ich davon allerdings nicht mitbekommen, denn Ubisoft hatte für die spielbare Version von Assassin’s Creed Odyssey einen Abschnitt des Spiels gewählt, der erst im späteren Spielverlauf für jeden Spieler zugänglich wird. Deshalb waren auch sämtliche Fertigkeiten voll ausgebaut und die Ausrüstung auf einem hohen Niveau. Gleiches galt jedoch auch für meine Gegner und somit hielt es sich wieder die Waage. Einzig die Tatsache, dass mir eine gewisse Lernkurve fehlte, hat in den ersten Minuten der Demo für etwas Verwirrung gesorgt, denn das doppelt belegte Rad-Auswahlmenü für Kampf- und andere Aktionen bedarf ein wenig Übung und ist im ersten Augenblick vollkommen überladen. Aber das liegt in der Natur der Sache, wenn nicht alles nach und nach freigeschaltet wird.

Wer will, kann Liebeleien mit anderen anfangen.

Wer will, kann Liebeleien mit anderen anfangen.

Bewährte Tugenden und mehr RPG-Elemente

Abgesehen davon findet man sich als alter "Assassin’s Creed"-Spieler aber sofort zurecht. Alle Elemente, die die Reihe auszeichnen, sind auch in Odyssey vorhanden. Klettern, Reiten, Kämpfen, Interaktionen mit diversen Nicht-Spieler-Charakteren, alles funktionierte in der Demo tadellos und ohne Probleme. Dazu kommen nun neue und ausgebaute Rollenspiel-Aspekte, die dem Spiel weitere Tiefe verleihen oder Massenschlachten, in denen ich mich nicht nur als Einzel-, sondern auch als Teamkämpfer beweisen muss. Teilweise kennt man einige Dinge bereits aus Origins, aber die Entwickler haben für viel mehr Feintuning gesorgt und so war meine Reise durch Griechenland eine helle Freude.

Die Interaktionen mit anderen Charakteren sind wichtig.

Die Interaktionen mit anderen Charakteren sind wichtig.

Medusa und andere mystische Geschöpfe

Auf meiner Mission während der gamescom 2018 musste ich mich auf die Suche nach Medusa begeben. Die Frau mit den Schlangenhaaren und dem versteinernen Blick sorgt in der Region schon seit Langem für Unruhe. Als Söldner mit einem vorauseilenden Ruf musste ich mich dieser Sache natürlich annehmen. Ein paar kurze Gespräche hier, ein paar Kämpfe mit tollen neuen Fähigkeiten da (Der Tritt aus dem Film 300 ist schlichtweg großartig), gefolgt von einer actionreichen Seereise wie in früheren Teilen und schon stand ich vor der schlangenartigen Kreatur. Jetzt war natürlich die richtige Taktik erforderlich, denn Medusa ist alles andere als ein leichter Gegner. Doch mit der richtigen Mischung aus Ausweichen, Angreifen und aufladbaren Attacken war es zu meistern.

Assassin's Creed Odyssey - Kassandra:

Optisch auf gewohnt hohem Niveau

Assassin’s Creed Odyssey ist wie schon Origins optisch ein echter Leckerbissen. Bedingt durch die Tatsache, dass Griechenland eine deutlich größere Fauna und Flora bietet, ist die Farbpalette viel abwechslungsreicher. Wir haben farbenfrohe Blumenmeere genauso gesehen wie den Sonnenuntergang über den Bergen oder neblige Täler. Einfach nur herrlich. Gleiches gilt natürlich für Sprecher und das allgemeine Soundbild. Ich weiß zwar nicht, wie sich das alte Griechenland anhört, aber ungefähr so stelle ich mir das vor.

Ersteindruck:
Assassin’s Creed Odyssey hat einen hervorragenden Eindruck hinterlassen. Griechenland sieht wunderschön aus und die Gameplay-Neuerungen fügen sich passend in die Reihe ein. Ich bin zwar kein Freund von Rollenspiel-Elementen, aber für eine gewisse Tiefe und Weiterentwicklung der Serie ist das unablässig, um frisch und unverbraucht zu wirken. Außerdem sind wieder Konfrontationen auf See vorhanden und die Möglichkeit, erstmals zwischen Mann und Frau zu wählen, werten das Spiel zusätzlich auf. Wenn Ubisoft jetzt wieder einen Entdeckungstour-Modus einbaut, dann führt für mich kein Weg an diesem Spiel vorbei. Wer nämlich mal selbst in Griechenland war, erkennt die zahlreichen Ruinen wieder, die in Assassin’s Creed Odyssey in vollem Glanz erstrahlen.

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