Fe steht für Fabulous Entertainment

Fe auf der gamescom angespielt

Fe auf der gamescom angespielt

Erster Tag auf der gamescom, erster Termin bei Electronic Arts. Yeah, fett! Ich werde Star Wars Battlefront 2, Need for Speed Payback und FIFA 18 zocken. Alles klar, wo ist mein Getränk? Ich bleibe länger hier. Ein Blick auf meinen Terminplan zeigte mir aber, dass keiner der genannten Titel zunächst auf meiner Liste stand. Stattdessen wartete eine Präsentation von Fe. Fe? Was soll das sein? Irgendetwas klingelt zwar im Oberstübchen, aber der Groschen will nicht fallen. Hat EA den Titel nicht schon vor Jahren angekündigt? Warum schaue ich mir das jetzt an? Keinen blassen Schimmer, aber eins wusste ich nach dem ersten Anblick: Ich bin verliebt!

Trailer:

Fe ist ein wunderschönes kleines Indie-Spiel, welches von Electronic Arts vertrieben wird, ähnlich wie Unravel im letzten Jahr. Dieses Mal übernimmt man allerdings nicht die Rolle eines Wollwesens, sondern schlüpft in den Pelz von, ja was eigentlich? Fe ist eine Mischung aus Beuteltier, Flughörnchen und Ratte oder so. Auf jeden Fall ist das Tierchen unglaublich niedlich und liebenswert. Außerdem steckt es voller verborgener Talente, die sich während des Abenteuers noch mehr als nützlich erweisen, denn im heimischen Wald ist nichts mehr, wie es war. Es ist stiller als sonst, deutlich stiller. Böse Kreaturen, genannt The Silent Ones, treiben ihr Unwesen in der ländlichen Umgebung und rauben den Tieren des Waldes ihre Stimmen und vielleicht noch mehr. So hat es zumindest den Anschein. Was ihre Absicht ist und warum sie überhaupt existieren, müssen wir selbst herausfinden. Vielleicht erfahren wir dabei auch, was Fe eigentlich für ein Wesen ist.

Und so beginnt eine mystische Reise voller Gefahren und Überraschungen. Anfangs verfügt Fe noch nicht über sonderlich viele Fähigkeiten. Ich kann mit der kleinen Kreatur zu Beginn nur durch den Wald laufen und springen. Nach und nach begreife ich aber, wie alles in der Welt zusammenhängt. Fe lernt Tierlaute, um mit anderen Wesen zu kommunizieren und eignet sich später noch die Fähigkeiten des Kletterns und Gleitens an. So lassen sich Bäume erklimmen oder große Gräben überwinden. Außerdem eröffnen sich so neue Wege in bereits besuchten Gebieten. Metroid lässt grüßen. Besonders wichtig ist jedoch die Kommunikation mit anderen Tieren, denn auf diese Weise werden Freundschaften geschlossen und man erfährt mehr von der sehr dezent erzählten Hintergrundgeschichte. Außerdem erweitern befreundete Tiere das Gameplay. Unter anderem kann Fe später auf Wildtieren reiten und mehr.

Der erste richtige Aha-Moment, der an den Klassiker Shadow of the Colossus erinnert, hat mich sofort alles um mich herum vergessen lassen. Es musste ein übergroßes Reh, das selbst aussieht wie ein Wald, befreit werden und wenn ich sage groß, dann aber richtig. Also wird von Baum zu Baum gehüpft und geglitten, um die Beine dieses mächtigen Tieres zu erklimmen. Irgendwann, nachdem ich den Rumpf überwunden und Kopf bestiegen habe, darf ich endlich mit dem Geschöpf reden, wonach es dann in einen malerischen Sonnenuntergang davonschreitet. Es sind genau diese Momente, die Fe so liebenswert und außergewöhnlich machen. Man sitzt einfach nur da und genießt die Macht der Bilder. Wunderschön.

Fe könnte etwas ganz Besonderes werden, so wie vor einigen Jahren Journey. Natürlich ist das Spiel nicht vergleichbar mit millionenschweren Produktionen anderer Hersteller, aber dafür merkt man wie viel Liebe zum Detail die Entwickler in das Projekt gestopft haben. Auf der gamescom 2017 war Fe ganz klar eines meiner Highlights. Es ist verspielt, wird in einem tollen Stil dargestellt und versprüht eine gewisse Magie, die nicht jeder Entwickler über seine Spiele transportieren kann. Hoffen wir mal, dass das fertige Produkt dieses Niveau halten kann. Fe erscheint Anfang 2018 für Nintendo Switch, PlayStation 4, Xbox One und den PC.

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