Die Mad Box: Alles, was wir über die neue Konsole wissen

Eine neue Konsole wurde angekündigt: die Mad Box vom Rennspielentwickler Slightly Mad. Wir fassen die Infos zusammen.

Mad Box

Direkt zu Beginn des Jahres sorgte der britische Entwickler Slightly Mad Studios für eine große Überraschung. Er kündigte eine eigene Konsole an, die so leistungsstark wie keine andere sein solle: die sogenannte Mad Box. Branchenkenner horchten da ganz besonders auf. Das hat aber weniger etwas damit zu tun, welch ambitioniertes Stück Hardware die Londoner da in Planung haben. Schon das pure Vorhaben von Slightly Mad, eine Konsole auf den Markt bringen zu wollen, sorgte für viel Aufsehen, genauso aber auch Stirnrunzeln.

Mad Box

Auf Twitter hat Ian Bell mehrere Grafiken mit Designkonzepten für die Mad Box veröffentlicht (dazu gehört auch das Titelbild dieses Artikels).

Eigentlich sind die Engländer für Rennspiele bekannt. Das 2009 gegründete Studio startete seine Historie mit Need for Speed: Shift. Das sollte der Start einer separaten Reihe innerhalb des „Need for Speed“-Franchises“ sein, die mehr Simulationsfans als Arcade-Liebhaber ansprechen wollte. Die Lebenszeit dieser Serie hielt sich aber in Grenzen, nach dem zweiten Teil (der nicht mal mehr Need for Speed im Namen trug) war schon wieder Schluss. Slightly Mad ließ sich davon nicht unterkriegen und startete mit Project CARS seine eigene Rennsimulationsreihe, deren dritter Teil derzeit in Arbeit ist.

Große Pläne

Seit dem 2. Januar wissen wir, dass jenes Spiel nicht das einzige Projekt ist, an dem Slightly Mad derzeit arbeitet. An jenem Tag meldete sich Ian Bell, der Geschäftsführer des Unternehmens, auf Twitter mit folgendem kurzen Tweet: „Die Mad Box kommt.“ Es dauerte nicht lange, bis er zumindest einen Teil der Fragen derjenigen, die diesen Beitrag gesehen hatten, beantwortete. „Was ist die Mad Box? Es ist die leistungsstärkste Konsole, die je gebaut wurde“, teilte er am selben Tag auf Twitter mit. „Ihr wollt 4K? Ihr wollt VR bei 60 FPS [Anm. d. Red.: Mittlerweile sind 90 FPS bestätigt]? Ihr wollt eine komplette kostenlose Engine, um eure eigenen Spiele zu entwickeln? Da habt ihr’s.“

Mad Box - Ankündigung auf Twitter

Die Ankündigung der Mad Box ist der erste Tweet von Ian Bell, der zuvor nicht auf Twitter aktiv war.

Es ist also nicht nur so, dass hier ein normales Entwicklerstudio, das noch nie zuvor Hardware produziert hat, mit einer eigenen Konsole gegen die großen Branchenriesen Sony, Nintendo und Microsoft antreten will. Man macht auch noch Versprechungen, bei denen wir nicht drumherum kommen zu denken: „Klingt zu gut, um wahr zu sein.“ 

Die Mad Box werde Laut Bell aus Komponenten bestehen, die denen eines im Jahr 2021 als sehr schnell geltenden PCs entsprechen. Das gab er gegenüber Variety bekannt. Details könne man noch nicht nennen, da man derzeit in Gesprächen mit mehreren Herstellern sei. Allerdings sei die Veröffentlichung auch noch eine ganze Weile entfernt. Slightly Mad plane damit, die Mad Box in drei Jahren auf den Markt zu bringen.

Mad Box - Würfeldesign

Die Designkonzepte für die Mad Box fallen wahrlich unterschiedlich aus.

Cross-Plattform leichtgemacht

Die Konsole werde aber eben nicht nur besonders viel Power haben, sondern auch einige Vorzüge für Entwickler bieten. Da wäre eben die Engine, die Slightly Mad kostenlos anbiete. Die solle aber nicht bloß dazu dienen, Exklusivspiele für die Mad Box zu entwickeln, sondern Cross-Plattform-Support bieten. Entwickler könnten so ihre Titel ganz einfach auch für den PC, die Xbox und PlayStation anbieten. Selbst für die Spiele, die auf einer anderen Engine basieren, gebe es die Möglichkeit, Portierungen in kurzer Zeit auf die Beine zu stellen.

Generell halte Slightly Mad nicht viel von Plattformexklusivität. Wenn ein Entwickler nur für die Mad Box entwickeln möchte, könne er das natürlich tun, die Briten hätten aber nicht vor, irgendwem Geld zu bezahlen, damit derjenige sein Spiel nicht für andere Plattformen veröffentlicht.

Project CARS 2 - Dirt-Rennen

Slightly Mad hat bislang nichts außer Rennspielen entwickelt. Der Plan, eine eigene Konsole zu veröffentlichen, ist da mehr als gewagt.

Auf der finanziellen Seite sei laut Ian Bell noch nicht alles geklärt. Man habe bereits Angebote mehrerer Investoren erhalten, die die Produktion der Mad Box absichern, eine Entscheidung für einen Partner sei aber noch nicht gefallen. Und wo wir schon beim Thema Geld sind: Zum Verkaufspreis der Konsole sagt Bell, dass der „wettbewerbsfähig“ mit den Preisen der kommenden Geräte von der Konkurrenz sein werde. Nun wissen wir noch nicht, wie viel die PlayStation 5 und die nächste Xbox kosten werden (sind ja auch beide noch nicht mal offiziell angekündigt), aber zumindest lässt sich aus Bells Aussage ableiten, dass die Mad Box nicht wesentlich teurer sein dürfte.

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