Belgien: Lootboxen als Glücksspiel eingestuft, Minister fordert Verbot

Die belgische Glücksspielkommission hat ein Urteil bezüglich der Lootboxen in Battlefront 2 und Overwatch gefällt.

Vergangene Woche, als die Spielewelt besonders heftig über Star Wars: Battlefront 2 diskutierte und sich über dessen Mikrotransaktionen aufregte, gab die belgische Glücksspielkommission bekannt, die Lootboxen in dem „Krieg der Sterne“-Shooter sowie in Blizzards Overwatch zu untersuchen. Man wollte überprüfen, ob es sich hierbei um Glücksspiel handelt oder nicht. Mittlerweile ist die Behörde zu einem Schluss gekommen und das lautet: Ja, die Lootboxen sind in beiden Fällen Glücksspiel. Das berichtet VTM Nieuws (via PC Gamer). 

Zur Begründung heißt es: Bei Glücksspiel handele es sich um etwas, bei dem Geldausgeben und Suchtförderung aufeinandertreffen. Bei den Lootboxen in Star Wars: Battlefront 2 und Overwatch sei beides gegeben. Der belgische Justizminister Koen Geens sagt dazu, dass die Mischung aus Glücksspiel und Gaming hinsichtlich jüngerer Zocker, die oftmals die Zielgruppe der Entwickler und Publisher sind, ein Problem sei. So etwas sei für die mentale Gesundheit eines Kindes sehr gefährlich.

Overwatch - Mercy-Skin

Ob eine Lootbox in Overwatch einen der richtig schicken Skins enthält, bestimmt einzig und allein der Zufall. Ihr kauft stets die Katze im Sack, wenn ihr Geld für die Kisten ausgebt.

Daher wolle Geens nun alles daransetzen, Mikrotransaktionen, bei denen man nicht weiß, was man kauft, verbieten zu lassen. Und bei Lootboxen kauft ihr eben immer die Katze im Sack, da die Inhalte stets dem Zufall überlassen sind. Geens wolle aber nicht nur in Belgien gegen diese Form der Monetarisierung vorgehen, sondern sich diesbezüglich an die EU wenden. Der Prozess werde sehr viel Zeit in Anspruch nehmen, so der Politiker, aber man wolle es in jedem Fall versuchen, Lootboxen aus Videospielen zu verbannen. 

Die nächsten Monate, oder besser gesagt Jahre, werden sehr spannend. Interessant ist, dass auch die Lootboxen in Overwatch von der belgischen Kommission als Glücksspiel kategorisiert werden. Deren Leiter Peter Naessens, hatte gesagt, dass das Zufallselement einen Einfluss darauf haben müsse, wie viel Erfolg man in einem Spiel hat, damit von Glücksspiel die Rede sein könne. In dem Shooter von Blizzard Entertainment ist das nicht der Fall, da die Kisten lediglich kosmetische Dinge enthalten. Nun reicht den Belgiern aber scheinbar schon die Tatsache, dass man Geld für die Boxen ausgeben kann, ohne zu wissen, was man bekommt, um sie als Glücksspiel zu klassifizieren. 

Quelle: VTM Nieuws (via PC Gamer)
 

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