Dawn of Gods Test: Unterhaltsame Aufbau-Strategie mit mythologischem Flair und Sammelfaktor

Auf geht's in die Schlacht der Götter!

Eines der beliebtesten Genres im Bereich der Mobilegames ist die Echtzeitstrategie. Was bei Browsergames schon lange gut funktioniert, hat spätestens seit dem Release von Clash of Clans auch die Smartphones und Tablets der Welt erobert. Aeria Games hat vor wenigen Tagen mit Dawn of Gods ein neues Spiel für Android und iOS veröffentlicht, das ebenfalls in diesem Genre angesiedelt ist. Wir haben uns in die Welt der Götter gewagt und verraten euch in unserem Test, ob sich der Download der kostenlosen App lohnt.

Knappes Tutorial, gewohnte Aufgabenverteilung

Aeria Games setzt in Dawn of Gods auf den bewährten Mix aus Aufbau und Kampf, das sehen wir gleich zu Beginn, wenn uns das Tutorial mit den wesentlichen Funktionen vertraut macht. Wir werden relativ schnell uns selbst überlassen, finden uns aber gut zurecht, da alle Bereiche des Spiels mit Erklärtexten ausgestattet sind und uns sowieso klar ist, worum es geht: möglichst schnell unsere Siedlung ausbauen. Dafür brauchen wir Ressourcen, namentlich vor allem Gold und Ambrosia. Beides können wir auf unterschiedlichen Wegen gewinnen. Wir produzieren das Zeug selber, erhalten größere Mengen davon aber vor allem durch Kämpfe. Leute, die noch keine große Erfahrung mit dem Genre haben, könnten etwas länger brauchen, um sich einen Überblick zu verschaffen, weil das Tutorial doch relativ knapp ausfällt und einige Fragen offenlässt. Durch Ausprobieren lernen wir aber schnell alles, was wichtig ist, außerdem können wir per Chat die Community um Hilfe bitten.

Es gibt viel zu tun in der Welt der Götter!

Die Grafik von Dawn of Gods ist detailliert gestaltet, überall gibt es etwas zu entdecken. Wir blicken von oben auf das Geschehen und können weit zoomen, um jede Kleinigkeit zu erkennen. Auf dem Tablet spielt es sich etwas leichter, da es sehr viele Schaltflächen gibt, die auf dem kleineren Smartphone-Display doch einiges an Raum wegnehmen. Gerade bei Angriffen müssen wir aufpassen, dass wir unsere Truppen nicht durch eine unbedachte Berührung an der falschen Stelle positionieren. Mit etwas Übung geht aber alles gut von der Hand, auch auf dem Handy.

Nach und nach erweitern und sichern wir unsere Stadt.

In Dawn of Gods dreht sich alles um Ressourcen-Management. Damit wir unsere Siedlung erweitern, neue Gebäude errichten und sie dann auch aufleveln können, brauchen wir große Mengen an Gold und Ambrosia. Da wir davon nicht allzu viel selber herstellen können, zumindest am Anfang, ist es wichtig, frühzeitig das Kriegsbeil auszugraben, denn jeder erfolgreiche Angriff bringt uns Rohstoffnachschub ein. Wichtig ist aber auch, die Speicher auszubauen, damit wir viel Gold und Ambrosia lagern können.

Auf dem Markt kaufen wir neue Gebäude und Dekorationen.

Dawn of Gods umfasst verschiedene Kampf-Modi, wobei wir unsere ersten militärischen Schritte im PvE tun, bei der „Eroberung“ nämlich. Dazu reisen wir zu einer Übersichtskarte, die uns benachbarte NPC-Städte anzeigt. Die sind unterschiedlich schwer einzunehmen – natürlich attackieren wir erstmal die mit nur einem Stern, da sie am leichtesten zu knacken sind. Gefährlichere Siedlungen nehmen wir uns erst vor, wenn wir eine etwas stärkere Armee haben. Kämpfe laufen in Dawn of Gods automatisch ab. Wir müssen zu Beginn einer Schlacht nur unsere Truppen absetzen, was einfach per Touchscreen-Berührung geschieht, und dann schauen wir zu, wie sich unsere Einheiten und Götter schlagen.

Kämpfen können unsere Truppen alleine, wir müssen sie nur absetzen.

Richtig gelesen: Dawn of Gods heißt nicht ohne Grund so, es gibt Götter im Spiel! Wir können viele bekannte Gestalten verschiedener Mythologien beschwören und für unsere Zwecke einspannen. Sie führen unsere Armee in den Kampf und verfügen jeweils über Spezialfähigkeiten, mit denen sie großen Schaden unter den gegnerischen Einheiten anrichten.

Wir können Götter aufleveln, verbessern und miteinander fusionieren, um stärkere Varianten zu erhalten.

Mit steigendem Fortschritt wird Dawn of Steel immer komplexer

Wir merken nach wenigen Levelaufstiegen, wie komplex Dawn of Gods tatsächlich ist. Es gibt viele Arten von Einheiten und Göttern, die allesamt mit spezifischen Stärken punkten und sich entsprechend für bestimmte Einsatzmöglichkeiten eignen. Die Zusammenstellung unserer Truppen ist ebenso wichtig für den Sieg wie ständige Upgrades, die die Statistiken unserer Kämpfer noch verstärken. Eine durchdachte Taktik ist vor allem dann von großer Bedeutung, wenn wir nicht gegen KI, sondern gegen echte Spieler zu Felde ziehen, im Raid-Modus etwa oder in der Arena.

Regelmäßig können wir kostenlos neue Götter für unsere Sammlung beschwören.

Aber auch der Aufbau unserer Siedlung in Dawn of Gods lieferst uns jede Menge strategische Optionen. Mit der Anordnung der Gebäude können wir großen Einfluss darauf nehmen, wie schwer es andere Spieler haben, uns unserer Ressourcen zu berauben. Mit Verteidigungsanlagen gilt es unsere Vorräte an Ambrosia und Gold zu beschützen. Die zentralen Gebäude, wie den Pantheon und unsere Speicher sollten wir am besten in der Mitte der Stadt positionieren und mit Mauern und anderen Anlagen schützen. Mauern halten feindliche Truppen auf, während andere Verteidigungsgebäude Schaden verursachen. Ein bisschen Tower Defense steckt in Dawn of Gods also auch.

Je besser die Werte eines Gottes, desto mächtiger wird er.

Viele Möglichkeiten, um gratis an Kometen zu kommen

Natürlich gibt es in dem grundsätzlich kostenlosen Mobilegame auch eine kostenpflichtige Premiumwährung, die Kometen. Damit können wir Bau- und Upgrade-Prozesse beschleunigen, wichtiger noch: Sie ermöglichen uns, mehr Gnome anzuheuern, die stellvertretend für Bauslots stehen. Die Entwickler gehen vergleichsweise großzügig mit Kometen um und beschenken uns hier und da mit den Premiumressourcen, beispielsweise für regelmäßige Logins. Von Pay-to-Win kann man also nicht sprechen. Wer kein Geld ausgeben mag, muss mit den Gratis-Kometen in Dawn of Gods gut haushalten.

Tägliches Einloggen wird belohnt!

Das Zusammenspiel mit anderen Herrschern ist ebenfalls wichtig, wir sind ja schließlich nicht die Einzigen in der Spielwelt. Es gibt die Möglichkeit, selber eine Allianz zu gründen oder – für Anfänger eher zu empfehlen – einer bestehenden Gruppe beizutreten. Das bringt viele Vorteile mit sich, davon abgesehen, dass es natürlich einfach mehr Spaß macht, gemeinsam mit Freunden zu zocken. Wir können im Ernstfall Truppen bei unseren Allianzkollegen anfordern, außerdem eröffnet uns die Mitgliedschaft in so einem Verbund, an Allianzkriegen in Dawn of Gods teilzunehmen. Hierbei winken deutlich größere Belohnungen als bei einfachen Raids oder Eroberungen.

Der Weg bis an die Spitze ist weit.

Auf der nächsten Seite geht's weiter mit unserer Bewertung!

 

Dawn of Gods Bewertung

 

Grafik: Das Spiel orientiert sich an der üblichen Darstellung mobiler Echtzeitstrategiespiele. Die Grafik ist ganz hübsch und es gibt viele Details zu entdecken, allerdings kommt es hier und da noch zu falschen Darstellungen durch Bugs. Wir können beliebig zoomen, was es einfacher macht, auf der doch recht vollgepackten Benutzeroberfläche zu navigieren.
Sound: Es gibt eine angenehme Hintergrundmusik, die aber sehr übertönt wird durch laute Sounds bei jeglichen Aktionen. Das macht die Einstellung der Lautstärke schwierig – wenn man denn Beschallung haben möchte.
Umfang: Dawn of Gods enthält alle Elemente, die wir von dieser Art Game erwarten. Neben dem Basis-Aufbau gibt es verschiedene Spielmodi, zahlreiche Götter zum Sammeln und Einheiten, die wir upgraden können. Genug zu tun gibt es in jedem Fall.
Spielspaß: Mit etwas Ausdauer kann jeder in Dawn of Gods gute Fortschritte erzielen. Spaß bringt das schnelle Leveln am Anfang, das es uns ermöglicht, viele neue Gebäude und Einheiten zu nutzen. Langfristig trägt die Mitgliedschaft in einer Allianz zum Spielspaß bei, außerdem motivieren natürlich die Ranglisten dazu, sich immer bessere Strategien auszudenken. Positiv fällt auch der Sammelfaktor bei den Göttern auf.
Free-to-Play-Balance: Man kann mit Kometen schon ziemlich viel kaufen und sich auch Vorteile gegenüber anderen Spielern verschaffen. Dadurch, dass es hin und wieder aber auch kostenlose Kometen geschenkt gibt, können auch Leute, die kein Geld ausgeben wollen, Premiumvorteile genießen, wenn sie sparsam mit den Kometen umgehen.
Pro
Komplexes Gameplay mit vielen Beschäftigungsmöglichkeiten
Premium gibt es oft geschenkt
Allianzen, Ranglisten und der Sammelfaktor tragen zur Langzeitmotivation bei
Contra
Noch relativ störungsanfällig, häufige Abstürze und Anmeldeprobleme
Für Einsteiger teils etwas schwer zu durchschauen, das Tutorial fällt sehr kurz aus

5/5 Sterne

Fazit

Dawn of Gods ist ein unterhaltsames Aufbau-Strategiespiel mit mythologischem Setting. Es trägt viele Züge von Clash of Clans, so dass Fans des Mobilegames von Supercell auch hier auf ihre Kosten kommen. Positiv fällt auf, dass es viele Möglichkeiten gibt, um Premium-Kometen zu gewinnen, was auch Gratis-Spielern gute Chancen einräumt, vorne mitzumischen. Der Weg dahin birgt aber auch schon einiges an Spielspaß, sei es beim Aufbau der eigenen Stadt, beim Austüfteln neuer Taktiken oder bei den Kämpfen mit Computergegnern und anderen Spielern. Ein paar technische Probleme gibt es noch, die aber bestimmt zügig gefixt werden – Dawn of Gods ist ja gerade erst erschienen. Für alle, die Spaß an Strategiespielen mit vielen taktischen Optionen haben, lohnt sich der Download auf jeden Fall.

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