Xbox Scorpio: Technische Details der neuen Konsole

Microsoft hat die Katze aus dem Sack gelassen und die Hardware-Spezifikationen der Xbox Scorpio bekannt gegeben. Fest steht: Die Konsole wird einiges auf dem Kasten haben.

Ende dieses Jahres soll sie auf den Markt kommen: die Xbox Scorpio. Noch trägt das Gerät diesen Projektnamen. Unter welchem Titel es im Herbst oder Winter veröffentlicht werden soll, behält Microsoft bislang noch für sich. Doch viel interessanter als der Name ist doch eigentlich, was in dem Kasten an Hardware verbaut ist. Darauf liefern die Kollegen von Eurogamer beziehungsweise Digital Foundry eine Antwort. Die durften nämlich Microsoft in der vergangenen Woche auf dem Campus in Redmond besuchen, um dort erste Einblicke von der Technik der Xbox Scorpio zu erhalten.

Erneut hat Microsoft mit AMD zusammengearbeitet: Hauptantrieb der Konsole ist die sogenannte „Scorpio Engine“. Auf diesem Chip befinden sich sowohl die CPU als auch die Grafikeinheit. Die Xbox Scorpio verfügt über acht x86-Kerne mit 2,3 Gigahertz. Zum Vergleich: Die Xbox One S hat ebenfalls acht Kerne, die aber nur mit 1,75 Gigahertz takten. Die PlayStation 4 Pro, die sozusagen die direkte Konkurrenz der Scorpio sein wird, kann diesbezüglich auch nicht ganz mithalten. Deren acht Kerne haben eine Taktfrequenz von 2,1 Gigahertz.

Auch auf GPU-Seite ist die Xbox Scorpio dem High-End-Modell von Sony auf dem Papier überlegen: Der Grafikchip verfügt über 40 Einheiten und eine Taktrate von 1172 Megahertz. Die GPU der PS4 Pro hat vier Einheiten weniger und ist mit 911 Megahertz getaktet. Zu guter Letzt verfügt die neue Xbox über 12 Gigabyte GDDR5-Speicher, die PS4 Pro hat nur 8 Gigabyte. Des Weiteren stecken in der Xbox Scorpio eine Festplatte mit 1 Terabyte Speicher und ein 4K-fähiges Blu-ray-Laufwerk. Wer den passenden UHD-Fernseher hat, kann seine 4K-Filme also auch mit der Xbox Scorpio schauen. Die PS4 Pro hat nur ein normales Blu-ray-Laufwerk, mit ihr könnt ihr lediglich 4K-Streaming genießen.

Spiele wie Fallout 4 in 4K und mit 60 FPS? Mit der Hardware könnte es die Xbox Scorpio möglich machen.

Schluss mit externem Stromversorger!

Eine weiteres, nicht unwichtiges Detail: Bei der Scorpio verzichtet Microsoft zum Glück auf ein externes Netzteil, das bei den bisherigen Xbox-Modellen stets ein Dorn im Auge der Nutzer war. Schließlich nimmt das Netzteil der normalen Xbox One ganz schön viel Platz weg. Bei der Scorpio ist die Stromversorgungseinheit direkt in der Konsole verbaut. Gute Nachrichten gibt es auch für die Leute, die großen Wert auf eine gute Soundqualität liegen: Die neue Microsoft-Hardware unterstützt nicht nur normales 7.1, sondern auch 3D-Sound und Dolby Atmos und letzteres auch für Kopfhörer sowie HRTF (Head Related Transfer Function).

Die Hardware-Power, die in der Xbox Scorpio steckt, soll sich natürlich auf dem Fernseher widerspiegeln. Spiele sollen in nativer 4K-Auflösung laufen. Digital Foundry habe eine Demo des Rennspiels Forza Motorsport (möglicherweise dem kommenden, aber noch nicht offiziell angekündigten siebten Teil) präsentiert bekommen, die in der Ultra-HD-Auflösung und dabei mit einer Bildrate von 60 FPS gelaufen sei. Microsoft verspreche aber, dass man die Nutzer ohne 4K-Fernseher nicht vergessen habe. Auch bei kleineren TV-Geräten soll die Xbox Scorpio dank besserer Grafik und höheren Bildraten gute Dienste verrichten.

Doch wie bei der PS4 Pro gilt natürlich auch hier: Wer das volle Erlebnis haben möchte, kommt um einen UHD-Fernseher nicht herum. Und am besten habt ihr einen Bildschirm mit HDR, denn das wird von der Xbox Scorpio natürlich auch unterstützt. Stellt sich nur noch die Frage, wie viel der Spaß kosten wird. Vielleicht erhalten wir darauf auf der E3 im Juni eine Antwort. Und dann enthüllt Microsoft eventuell auch den echten Namen der Konsole.

Quelle: Eurogamer / Digital Foundry

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