Sound Designer wegen "hasserfüllter" Tweets gefeuert

Wegen negativer Äußerungen über Einwanderer und Gender Diversity ist der Sound Designer von Subnautica seinen Job los.

Seit Ende Januar ist das Survival-Spiel Subnautica raus aus der Early-Access-Phase. Schon während der mehr als drei Jahre, in denen man sich die unfertige Version kaufen konnte, wurde der Titel mit Lob überschüttet, unter anderem für seine sehr atmosphärische Soundkulisse. Nun wurde der Mann, der dafür verantwortlich ist, gefeuert. Die Rede ist von Sound Designer Simon Chylinski, über den sich viele Fans beschwert haben, nachdem sie eine ganze Reihe an kontroversen Tweets von ihm entdeckten. 

Das Ganze begann damit, dass eine einst von Charlie Cleveland, seines Zeichens Game Director von Subnautica und Gründer des Entwicklerstudios Unknown Worlds Entertainment, erstellte Twitter-Umfrage nach längerer Zeit wieder zum Thema wurde, wie Kotaku berichtet. Cleveland hatte im Jahr 2016 die Community gefragt, ob sie lieber das Feature sehen würde, in Subnautica als Frau zu spielen, oder das Team besser die Kernspielmechaniken des Open-World-Titels verbessern sollte (die meisten Leute stimmten für Letzteres). Simon Chylinski reagierte im selben Jahr folgendermaßen darauf: „Wir brauchen einen „Diversitäts“-Slider in den Optionen. Der wird den Charakter stufenweise schwärzer, femininer und weniger sexy machen.“ 

Nachdem dieser Tweet von vor zwei Jahren jüngst wieder Aufmerksamkeit erregte, durchsuchten die Fans das Twitter-Profil von Chylinski nach weiteren kritisch zu betrachtenden Äußerungen und fanden auch eine ganze Menge. Beispielsweise schrieb der Sound Designer im Januar dieses Jahres: „Wenn man beliebige Leute aus der Dritten Welt importiert, importiert man auch die Kriminalitätsraten und den IQ aus der Dritten Welt.“ Außerdem lobte er die Kolonialisierung der Briten oder referenzierte „Social Justice Warriors“-Logik

Charlie Cleveland bezeichnete Chylinskis Verhalten auf Twitter als „Trolling“ und nicht jeder dieser kontroversen Tweets wirkt so, als wäre er zu 100 Prozent ernst gemeint. Doch der Aufschrei der Community war so groß, dass es Unknown Worlds beziehungsweise Cleveland zu viel wurde: Am 2. Februar schrieb Chylinski noch, dass er an einer Erweiterung für Subnautica arbeite. Gestern tweetete er dann: „So. Ich wurde gerade gefeuert.“ Gegenüber Kotaku sagte Cleveland dazu: „Über das Wochenende fanden wir heraus, dass eines unserer Teammitglieder viele hasserfüllte Statements online gestellt hatte, die gegen unsere Firmenwerte sind. Nachdem wir die Angelegenheit mit ihm diskutiert hatten, entschieden wir uns dazu, die Arbeit mit ihm sofort zu beenden.“

Seine Umfrage aus dem Jahr 2016 hat Cleveland mittlerweile gelöscht. Auf Twitter schrieb er, dass das ganze „schrecklich formuliert“ gewesen sei und er selber stark für die Darstellung von Frauen in den eigenen Spielen kämpfe.

Quelle: Twitter / Kotaku
 

Nicht verpassen!

Total Battle
(6)
League of Angels 2
(114)
World of Warships
(78)
Der Herr der Drachen Spieleintrag 1290x726
(7)
World of Tanks
(92)