Faktencheck zu Earthfall

Fans von Koop-Shootern wie Left 4 Dead kriegen mit Earthfall neues Futter. Wir sagen euch, was der Titel zu bieten hat.

Es war einmal ein Spiel, das nannte sich Left 4 Dead. Darin kämpften vier tapfere Recken gegen Horden von Zombies und hatten dabei in jedem Level richtig viel Spaß. Ja, das waren Zeiten. Mittlerweile ist Left 4 Dead fast zehn Jahre alt. 2009 gab es einen Nachfolger, seitdem wurde es ruhig um die Reihe, weil Entwickler Valve uns einfach keinen dritten Teil servieren will. Was bleibt also übrig? Entweder wir bleiben bei Left 4 Dead 2 oder spielen eine der zig Alternativen, die es mittlerweile gibt. Wenn ihr von Zombies die Nase voll habt, könnt ihr ähnliche Koop-Action auch in anderen Szenarien erleben. Anfang des Jahres erschien Warhammer: Vermintide 2 und nun steht Earthfall für PC, PS4 und Xbox One vor der Tür. Letzteres spielt auch in der Postapokalypse, allerdings haben nicht Untote die Menschheit stark dezimiert, sondern Aliens.

Worum geht es?

Wenn ihr Left 4 Dead einmal gespielt habt und wir schreiben, dass Earthfall im Grunde Left 4 Dead mit Aliens ist, brauchen wir eigentlich nichts weiter erklären. Aber zum einen können wir ja nicht voraussetzen, dass jeder von euch den Valve-Klassiker gezockt hat, zum anderen hat der Entwickler Holospark das Spielprinzip ein wenig erweitert. Das Grundprinzip ist aber eins zu eins übernommen: Bis zu vier Spieler kämpfen sich kooperativ durch lineare Levels, aufgeteilt in mehrere Kampagnen. Das Ziel dabei ist klar: einerseits überleben, andererseits bestimmte Zielpunkte erreichen und dort gegebenenfalls irgendwelche spezifischen Dinge tun, während man die angreifende außerirdische Brut abwehrt.

Earthfall - Kräftiges Alien

So wie es in Left 4 Dead unterschiedliche Zombies gibt, gibt es in Earthfall verschiedene Alien-Arten.

Aliens gibt es in Earthfall in großer Zahl. Die Erde ist längst von den Feinden aus dem All überrannt, nur noch wenige Menschen sind am Leben. Ihr schlüpft in die Haut von mutigen Helden, die Widerstand leisten. Jeder Charakter hat seine eigene Persönlichkeit. Ihr erstellt euch also keine eigene Figur, die vier Protagonisten sind fest vorgegeben. 

Nun werdet ihr in Earthfall aber nicht nur um euch schießen. Neben einem breiten Arsenal an unterschiedlichen Fern- sowie Nahkampfwaffen gibt es auch diverse Gadgets, die für spielerischen Tiefgang sorgen und zumindest ein bisschen taktischen Anspruch aufkommen lassen. So könnt ihr Barrikaden errichten, deren Kits tragbar sind. Somit lassen sie sich überall mit hinnehmen. Außerdem könnt ihr Fallen oder Geschütztürme aufstellen. Immer wieder werdet ihr in Situationen geraten, in denen es sinnvoll ist, sich zu verbarrikadieren, vielleicht weil ihr sogar einen bestimmten Punkt verteidigen müsst.

Wer hat’s gemacht?

Earthfall wird von Holospark, einem kleinen Team aus Seattle, entwickelt. Die US-Amerikaner haben zuvor nur ein einziges Spiel veröffentlicht: den VR-Titel The Impossible Travel Agency, der 2016 erschienen ist. Genau wie der ist auch Earthfall eine Indie-Produktion, einen Publisher hat Holospark für seinen ersten Ego-Shooter nicht. Man hat mit Gearbox lediglich einen Vertriebspartner gefunden, der die PS4- und Xbox-One-Fassung in den Einzelhandel bringt. Finanziert wurde die Entwicklung durch den Verkauf einer Early-Access-Fassung. Seit mehr als einem Jahr ist Earthfall bereits auf Steam erhältlich.

Welche Versionen gibt es?

Es gibt zwei unterschiedliche Editionen von Earthfall. Auf Steam habt ihr die Wahl zwischen der normalen Fassung und der Deluxe Edition, während Konsolenspieler, die eine physische Variante des Actionspiels haben wollen, nur die erweiterte Version erwerben können. Die enthält zwölf zusätzliche Waffen- und vier Charakter-Skins sowie den kompletten Soundtrack des Spiels. Letzteren können sich PC-Spieler auf Steam aber auch einzeln kaufen.

Earthfall - Koop-Gameplay

Am meisten Spaß macht Earthfall, wenn ihr mit Freunden zusammenspielt.

An wen richtet sich Earthfall?

Die beiden „Left 4 Dead“-Spiele haben viele Fans, auch heute noch. Zählt ihr euch dazu, solltet ihr euch Earthfall auf jeden Fall mal anschauen. Eine Demo gibt es leider nicht, aber dank der Early-Access-Phase gibt es schon etliche Gameplay-Videos im Netz, so dass ihr euch einen umfassenden Eindruck von dem Titel verschaffen könnt. Zusätzlich haben die Spieler bereits fleißig Steam-Reviews verfasst, die „größtenteils positiv“ sind. Ein schlechtes Spiel scheint Earthfall also nicht zu sein. 

Letztendlich stellt sich die Frage: Habt ihr Mitspieler, mit denen ihr gemeinsam den Aliens in den Hintern treten könnt, und sagt euch das Szenario zu? Dann könnte Earthfall eine gute Wahl sein, um sich damit im Sommerloch die Zeit zu vertreiben. Man darf aber nicht vergessen, dass es eben auch Alternativen gibt. Damit sind nicht die zwei „Left 4 Dead“-Teile gemeint, sondern vor allem Killing Floor 2 und Warhammer: Vermintide 2. Gerade Letzteres hat sich als sehr gutes Koop-Spiel erwiesen, legt aber deutlich mehr Wert auf Nahkampf. Wollt ihr lieber einen klassischen Shooter, ist Earthfall also besser für euch geeignet.

Earthfall - Brenzlige Situation

Wenn euch ein Alien so nah kommt, wird es ganz schön brenzlig.

Die Systemanforderungen der PC-Version

Minimum:

  • Betriebssystem: Windows 7
  • Prozessor: Intel Core i5 4430
  • Arbeitsspeicher: 8 GB
  • Grafikkarte: Nvidia GeForce GTX 750 mit 2 GB VRAM
  • DirectX: Version 11
  • Netzwerk: Breitbandinternetverbindung
  • Festplattenspeicher: 20 GB (SSD empfohlen)

Empfohlen:

  • Betriebssystem: Windows 10
  • Prozessor: Intel Core i7 4770
  • Arbeitsspeicher: 16 GB
  • Grafikkarte: Nvidia GeForce GTX 970 mit 4 GB VRAM
  • DirectX: Version 11
  • Netzwerk: Breitbandinternetverbindung
  • Festplattenspeicher: 20 GB (SSD empfohlen)
     

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