Star Wars – Battlefront 2: Deshalb ist in den Lootboxen nicht nur Kosmetik

Der Kanon sei der Grund, dass die Lootboxen in Star Wars: Battlefront 2 nicht allein mit Kosmetik gefüllt sein können.

Die Kontroverse rund um Star Wars: Battlefront 2 ist noch nicht vorbei. Zwar gibt es derzeit keine Mikrotransaktionen in dem Ego-Shooter, doch die werden zurückkehren, sobald DICE größere Änderungen am Progressionssystem vorgenommen hat. Wie die jedoch aussehen werden, wissen momentan nur die Verantwortlichen selbst, wenn überhaupt. Viele Spieler würden es sich wünschen, wenn in den Lootboxen künftig nur kosmetische Dinge enthalten wären. Der Shitstorm wäre niemals so groß gewesen oder gar nie entstanden, wenn EA und DICE jenen Weg von Anfang an gegangen wären, ähnlich wie Blizzard bei Overwatch. Doch da habe es ein Problem gegeben, wie Blake Jorgensen, Chief Financial Officer von Electronic Arts, auf der Credit Suisse Technology, Media & Telecom Conference in Scottsdale, Arizona verriet: den Kanon.

„Die eine Sache, auf die wir uns sehr stark konzentrieren und auf die sie [Anm. d. Red.: DICE] sich extrem fokussieren, ist es, den Kanon von Star Wars nicht zu verletzen“, so der CFO. Man habe es hier mit einer Marke zu tun, die über viele Jahre hinweg immer weiter ausgebaut wurde. Wenn man also in ein Spiel wie Star Wars: Battlefront 2 einen Haufen an kosmetischen Spielereien wie Charakter-Skins einbaue, könnte man leicht den Kanon von Star Wars verletzen. „Ein weißer Darth Vader würde wohl keinen Sinn ergeben“, sagte Jorgensen. „Nicht zu vergessen, dass ihr vermutlich keinen pinken Darth Vader haben wollt. Nichts gegen Pink, aber ich denke, dass das nicht in den Kanon passt.“

Star Wars: Battlefront 2 - Darth Vader

Klar, Darth Vader in Weiß oder Rosa wäre schon etwas seltsam.

Irgendwo hat der CFO von EA natürlich recht. Darth Vader hat seine eine schwarze Klamotte und es wäre komisch, wenn man den Schurken anders einkleiden könnte. Auf der anderen Seite wirkt die Geschichte mit dem „Wir wollen den Kanon nicht verletzen“ dann doch wie eine Ausrede. Denn Star Wars: Battlefront 2 verletzt den Kanon schon längst, indem man zum Beispiel mit Rey aus der neuen Trilogie über die Schlachtfelder aus der Ära der Prequels rennen kann. Zu der Zeit war die Heldin noch längst nicht geboren. Und dass Im „Helden vs. Schurken“-Modus Darth Maul, der in „Episode 1“ das Zeitliche segnet, gegen einen erwachsenen Han Solo kämpfen kann, ist ebenfalls Quatsch. Warum sind dann also nicht auch mehr kosmetische Spielereien möglich, mit denen die Lootboxen gefüllt werden können?

Quelle: Blake Jorgensen / Credit Suisse Technology, Media & Telecom Conference

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