Faktencheck zu Shadow of the Tomb Raider

Mit Shadow of the Tomb Raider bricht das Finale der Reboot-Trilogie an. Darin geht es in den Dschungel Südamerikas.

Lara Croft ist zurück! Drei Jahre nach ihrem „Aufstieg“ folgt mit Shadow of the Tomb Raider der vielleicht düsterste Teil der Reboot-Trilogie. Denn diesmal geht es um nichts Geringeres als den drohenden Weltuntergang. Bevor das Actionspiel morgen offiziell erscheint, präsentieren wir euch in unserem Faktencheck nochmal alles, was ihr darüber wissen müsst und welche interessanten Fakten (daher der Name dieser Artikelreihe) es dazu gibt.

Worum geht es?

Nachdem die junge Lara Croft in Tomb Raider von 2013 zum ersten Mal in ein wildes Abenteuer und den Kampf gegen böse Schurken verwickelt wurde und in Rise of the Tomb Raider der Lara, die wir aus den alten Teilen kennen, ein großes Stück näherkam, erfahren wir nun in Shadow of the Tomb Raider, wie die Dame endgültig zu der Ikone wird, die es in den Neunzigerjahren geschafft hat, ein Teil der allgemeinen Popkultur zu werden. Das Action-Adventure verschlägt euch nach Südamerika, genauer gesagt in den tiefsten Dschungel. Dort erkundet ihr alte Mayaruinen, müsst euch zugleich aber auch mit der bösen Organisation namens Trinity auseinandersetzen.

Shadow of the Tomb Raider - Jaguar

Im Dschungel sind die Trinity-Schergen nicht eure einzigen Gegner.

Die Suche nach einem alten Relikt, das in Verbindung mit Laras verstorbenem Vater steht, mündet jedoch in einem Szenario, das katastrophale Ausmaße annehmen könnte: Lara löst versehentlich den Weltuntergang aus. Nun ja, zumindest steht der bevor, wenn die Heldin ihn nicht noch rechtzeitig abwenden kann. Noch nie ging es in einem Serienteil mehr darum, die Welt zu retten, als in Shadow of the Tomb Raider.

Spielerisch erwartet euch der gewohnte Mix aus Third-Person-Shooter, Kletterpassagen, Erkundung und Rätseln. Diesmal liegt der Fokus im Kampf gegen die Trinity-Schergen aber mehr auf Stealth-Methoden als offenen Schießereien. Lara hat einige neue Tricks auf Lager, um Gegner unbemerkt auszuschalten oder sich einfach an ihnen vorbei zu schleichen. Zum Beispiel kann sie sich in bester „Arnold Schwarzenegger in ‚Predator‘“-Tradition mit Schlamm einreiben, um selbst vor Feinden mit Wärmebildsensoren verborgen zu bleiben – zumindest so lange sie im Gebüsch hockt. Außerdem lassen sich per Crafting-System nützliche Gegenstände wie Rauchbomben herstellen.

Shadow of the Tomb Raider - Stealth-Angriff

Da Lara deutlich in der Unterzahl ist, hat sie einige Stealth-Taktiken erlernt, um sich gegen Trinity besser zur Wehr setzen zu können.

Die aus den Vorgängern bekannten Herausforderungsgräber sind auch in Shadow of the Tomb Raider mit von der Partie. Generell erwartet euch keine schlauchige Action-Achterbahnfahrt. Eine Open World gibt es zwar nicht, aber durchaus weitläufige Levels und mit der Stadt Patiti sogar einen großen Hub, in dem ihr Handel treibt und von NPCs mit Nebenmissionen versorgt werdet.

Wer hat’s gemacht?

Tomb Raider und Rise of the Tomb Raider wurden von Crystal Dynamics entwickelt. Das kalifornische Studio übernahm die Verantwortung für die Serie, nachdem der ursprüngliche „Tomb Raider“-Entwickler Core Design 2003 mit Angel of Darkness einen totalen Flop landete. Nun werkelt Crystal Dynamics aber schon seit einiger Zeit an dem 2017 angekündigten „The Avengers“-Spiel, zu dem es seitdem keine Infos mehr gab. Hauptverantwortlich für Shadow of the Tomb Raider ist daher Eidos Montreal, also das Team hinter den jüngsten „Deus Ex“-Teilen und dem wenig erfolgreichen Thief-Reboot von 2014. Crystal Dynamics hat den Kanadiern ein wenig ausgeholfen, dafür sind die aber auch an dem Avengers-Titel beteiligt. Für die Geschichte zeichnet nicht mehr wie bei den Vorgängern die Autorin Rhianna Pratchett verantwortlich, sondern Jill Murray, die zuvor Lead Writer für den „Freedom Cry“-DLC zu Assassin’s Creed 4: Black Flag war.

Welche Versionen gibt es?

Insgesamt gibt es vier unterschiedliche Editionen von Shadow of the Tomb Raider. Da hätten wir zum einen die Standardfassung, die das Hauptspiel sowie ein Fähigkeiten-Booster-Paket und im Fall der Steam-Version noch ein exklusives Wallpaper umfasst. Darf es etwas mehr sein, greift ihr zur zehn Euro teureren Digital Deluxe Edition, die zusätzlich noch den Soundtrack und jeweils eine Waffe und ein Outfit extra enthält. 

Natürlich, wie könnte es auch anders sein, bietet Square Enix für Shadow of the Tomb Raider einen Season Pass an. Der soll euch jeden Monat ein neues Abenteuer in Form eines Herausforderungsgrabs mit passender Nebenmission sowie jeweils eine Waffe, ein Outfit und einen Skill bieten – und das sieben Monate lang. Wollt ihr den Season Pass unbedingt haben, könnt ihr euch das Spiel in der Croft Edition zulegen. Auf Steam und für die Xbox One kostet die knapp 90 Euro, Amazon bietet die PS4-Fassung jedoch für circa 80 Euro an. Jene Ausgabe umfasst das Grundspiel, den Season Pass und alle Inhalte der beiden günstigeren Versionen.

Shadow of the Tomb Raider - PC-Versionen

Für welche Fassung entscheidet ihr euch?

Richtig kostspielig wird es für diejenigen, die sich die Ultimate Collector’s Edition holen. Die kostet sage und schreibe 199,99 Euro, ist nur im Online-Shop von Square Enix zu haben, streng limitiert (vermutlich schon ausverkauft) und auch nur für die Konsolen erhältlich. PC-Spieler müssen also sowieso auf diese Luxusvariante verzichten. In der Sammleredition stecken neben all den digitalen Bonusinhalten mehrere physische Extras: eine Statue von Lara Croft, die Nachbildung einer Taschenlampe und ein Flaschenöffner im Kletteraxtdesign. Übrigens: Wenn ihr euch heute noch eine der teureren Versionen in digitaler Form zulegt, könnt ihr Shadow of the Tomb Raider sofort spielen. Dann erhaltet ihr nämlich Vorabzugang zum Spiel.

Shadow of the Tomb Raider - Ultimate Collector's Edition

Eine richtig teure Version mit hochwertiger Figur darf heutzutage bei einem Blockbuster wie Shadow of the Tomb Raider nicht fehlen.

An wen richtet sich Shadow of the Tomb Raider?

Wenn ihr auf die oben genannte Mischung aus Stealth-Gameplay, actionreichen Kämpfen, Klettern und Rätseln steht, dürfte Shadow of the Tomb Raider genau euer Spiel sein. Sofern ihr die beiden Vorgänger gespielt oder eh ein riesiger Fan der gesamten Serie seid, führt für euch vermutlich kein Weg an dem neuen Teil vorbei. Seid ihr eher ein Freund geradliniger Third-Person-Shooter, ist Shadow of the Tomb Raider nichts für euch, da die Ballereien nicht im Mittelpunkt stehen und vermutlich noch weniger zum Tragen kommen als in den beiden Vorläufern.

Shadow of the Tomb Raider - Shooter-Einlage

Ja, in Shadow of the Tomb Raider wird auch mal geballert, aber darauf liegt sicherlich nicht der Fokus.

Die Systemanforderungen der PC-Version

Minimale Anforderungen:

  • Betriebssystem: Windows 7 (64-bit)
  • Prozessor: Intel i3 3220 oder AMD-Äquivalent
  • Arbeitsspeicher: 8 GB
  • Grafikkarte: Nvidia GeForce GTX 660 oder GTX 1050 oder AMD Radeon HD 7770
  • DirectX: Version 11
  • Festplattenspeicher: 40 GB

Empfohlene Anforderungen:

  • Betriebssystem: Windows 10 (64-bit)
  • Prozessor: Intel Core i7 4770K mit 3,4 GHz oder Ryzen 5 1600 mit 3,2 GHz
  • Arbeitsspeicher: 16 GB
  • Grafikkarte: Nvidia GeForce GTX 1060 mit 6 GB oder AMD Radeon RX 480 mit 8 GB VRAM
  • DirectX: Version 12
  • Festplattenspeicher: 40 GB
Shadow of the Tomb Raider - Kletterpassage

Knifflige Kletterpassagen dürfen in einem Tomb Raider schlicht nicht fehlen.

Interessante Fakten zum Spiel:

  • Mit einem Produktionsbudget zwischen 75 und 100 Millionen US-Dollar plus Marketing- und PR-Etat in Höhe von 35 Millionen US-Dollar ist Shadow of the Tomb Raider das bislang größte Projekt von Eidos Montreal. 
  • Im englischen Original wird Lara Croft zum dritten Mal in Folge von Camilla Luddington gesprochen, die auch bei den Motion-Capture-Aufnahmen in die Rolle geschlüpft ist. In der deutschen Fassung leiht Maria Koschny der Archäologin ihre Stimme. Falls euch der Name nichts sagt: Die gebürtige Berlinerin ist die Stammsynchronsprecherin von Hollywood-Star Jennifer Lawrence („Die Tribute von Panem“, „X-Men“) und vertonte Lara bereits in Rise of the Tomb Raider, nicht aber im ersten Teil der Trilogie. In Letzterem übernahm noch Nora Tschirner („Keinohrhasen“, „Tatort“) die Hauptrolle.
  • Shadow of the Tomb Raider ist eines der ersten Spiele, die auf dem PC Raytracing unterstützt, wofür eine der neuen RTX-Grafikkarten von Nvidia nötig ist. Dieses Grafikfeature wird jedoch erst nachträglich per Update geliefert.

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