Electronic Arts: Lineare Spiele nicht mehr beliebt

Laut CFO Blake Jorgensen sei die Linearität des Visceral-"Star Wars"-Spiels  doch ein Problem für den Publisher gewesen.

Im Oktober machte der Publisher Electronic Arts mit der Schließung von „Dead Space“-Entwickler Visceral Games Schlagzeilen. Das „Star Wars“-Spiel, an dem das Studio bereits jahrelang gearbeitet hatte, solle umstrukturiert werden, hieß es. Statt einem linearen Einzelspielererlebnis, das wohl stark in die Richtung von Uncharted hätte gehen sollen, wolle EA nun eher ein offeneres Spiel mit Multiplayer-Komponente. Schnell vermutete das Internet, dass die Fokussierung des Marktes auf „Games as a Service“ der Grund für diesen Schritt gewesen sei. Doch CEO Andrew Wilson sagte, dass die Planänderung bezüglich des „Star Wars-Titels und die Schließung von Visceral nichts damit zu tun gehabt habe, dass die Kalifornier ein Singleplayer-Spiel entwickelten. Außerdem kamen recht schnell Meldungen auf, dass es einige Probleme bei dem Studio aus San Francisco gegeben habe und das Spiel nicht wirklich überzeugend gewesen sei.

Visceral Games - Team

Bei Visceral Games lief einiges nicht rund, was dazu geführt haben soll, dass das Spiel nicht auf dem Niveau gewesen sei, damit EA es noch weiter finanziert hätte.

Doch zumindest die Aussage von Wilson muss nicht der Wahrheit entsprechen. Blake Jorgensen, Chief Financial Officer von Electronic Arts, sprach auf der Credit Suisse Technology, Media & Telecom Conference in Scottsdale, Arizona über das Thema. Die interessanteste Aussage dabei: „Während wir das Spiel begutachteten, sah es immer mehr nach einer sehr linearen Erfahrung aus, was die Leute heutzutage nicht mehr so sehr mögen, wie sie es vor fünf oder zehn Jahren taten.“ War der Fokus auf lineare Einzelspielerlevels also doch ein wichtiger Grund für die Kursänderung? Nun, selbst wenn, der einzige war es sicherlich nicht. Jorgensen ging auch nochmal darauf ein, dass Visceral mit seinen rund 80 Mitarbeitern ein recht kleines Studio für so ein AAA-Projekt war, weshalb Leute aus Vancouver und Montreal aushelfen mussten. Der Personalmangel gilt als eine der Ursachen dafür, dass bei Visceral längst nicht alles rund lief. 

Jorgensen sprach aber noch einen anderen spannenden Punkt an: Laut ihm sei es nämlich gar nicht so sicher, dass jenes „Star Wars“-Spiel überhaupt irgendwann erscheint. EA schaue sich derzeit an, ob man das, was Visceral geschaffen hat, überhaupt zu einem weniger linearen Spiel umbauen könne. Dass das aber tatsächlich passiert, stehe laut Jorgensen noch nicht fest. Vielleicht werde man auch bloß einen Teil der Assets in anderen Spielen verwenden, während der Titel selbst komplett ad acta gelegt wird. Entschieden sei hier aber noch nichts.

Quelle: Blake Jorgensen / Credit Suisse Technology, Media & Telecom Conference
 

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