Faktencheck zu Call of Duty: Black Ops 4

Ab morgen werden PCs, Konsolen und virtuelle Knarren wieder heißlaufen, wenn Call of Duty: Black Ops 4 erscheint.

„Battle Royale“-Modus statt Einzelspielerkampagne – das ist das beherrschende Thema, wenn es um Call of Duty: Black Ops 4 geht. Morgen erscheint der Ego-Shooter für PC, PlayStation 4 sowie Xbox One und es stellt sich dann heraus, ob die Reihe auch ohne Kampagne auskommt. Wir versorgen euch mit allen wichtigen Informationen, bevor ihr euch den Titel kauft und in die schnellen Multiplayer-Gefechte gegen andere Spieler oder hungrige Zombies stürzt.

Worum geht es?

Als im Frühjahr das Gerücht aufkam, das neue Call of Duty werde erstmals keine Einzelspielerkampagne bieten, waren wir relativ skeptisch, ob das denn eine gute Entscheidung ist. Zwar steht der Multiplayer-Modus seit Jahren im Vordergrund, doch sicherlich gibt es nicht wenige Spieler, die sich jedes Jahr einfach nur über die vier bis fünf Stunden kompromisslose Action à la Michael Bay freuen und den Online-Part gar nicht erst anrühren. Die bleiben bei Call of Duty: Black Ops 4 auf der Strecke. Wer eine Fortsetzung der Geschichte aus den drei Vorgängern erwartet hat, wird enttäuscht sein.

Call of Duty: Black Ops 4 - Multiplayer

Im Gegensatz zu den Vorgängern ist Call of Duty: Black Ops 4 nun wirklich ein reines Multiplayer-Spiel.

Das bedeutet aber nicht, dass Black Ops 4 weniger Umfang bieten wird als vorherige CoD-Teile. Mit dem „Blackout“-Modus dürfte Entwickler Treyarch einen guten Ersatz für die Kampagne bieten, der euch für eine deutlich längere Zeit an den Bildschirm fesseln wird. Hiermit wird Call of Duty: Black Ops 4 zum Battle-Royale-Spiel. Der Modus funktioniert im Grunde fast genauso wie Playerunknown’s Battlegrounds, bietet aber eben das gewohnt schnelle Shooter-Gameplay, für das CoD so berühmt ist. Wie viel Spaß „Blackout“ bereits in der Beta gemacht hat, haben wir in einer Vorschau behandelt.

Könnt ihr mit dem „Battle Royale“-Prinzip nichts anfangen, treibt ihr euch eben im normalen Multiplayer umher. Der wird zum Start 14 Maps und eine Vielzahl unterschiedlicher Modi bieten. Neben Klassikern wie „Team Deathmatch“ und „Herrschaft“ sind auch neue Varianten mit von der Partie. Da wäre etwa „Heist“, in dem ihr nur mit einer Pistole startet, und Geldkoffer stehlen müsst. Die Kohle, die ihr euch innerhalb einer Runde erspielt habt, könnt ihr in der nächsten in bessere Waffen, Aufsätze und Perks investieren, was stark an Counter-Strike erinnert. In den anderen Modi kämpft ihr hingegen mit eurer selbstzusammengestellten Ausrüstung. Es wird wieder jede Menge Waffen, Modifikationen für jene Schießprügel sowie Perks und Co zum Freischalten geben.

Das dritte Standbein von Call of Duty: Black Ops 4 ist der Zombie-Modus. Hier stellt ihr euch mit bis zu drei Freunden in ebenso vielen unterschiedlichen Szenarien den untoten Horden entgegen. Treyarch und Activision versprechen, dass es sich hierbei um das größte Angebot für Fans des Zombie-Modus handelt, das es jemals in einem Call of Duty von Tag 1 an gegeben hat.

Wer hat’s gemacht?

„Call of Duty“-Experten wissen: Die Serie wird nicht von einem, sondern drei Entwicklerstudios produziert. Nach Infinity Ward vor zwei und Sledgehammer Games vor einem Jahr ist nun wieder Treyarch an der Reihe. Die Firma besteht seit 1996 und hat ihren Sitz in Santa Monica, Kalifornien. Das erste Spiel, das man entwickelt hat, war Olympic Hockey Nagano ’98 für das Nintendo 64. 2000 setzte Treyarch die ersten beiden „Tony Hawk’s Pro Skater“-Teile für die Dreamcast um. Darüber hinaus produzierte man Lizenzspiele: Während sich wohl kaum jemand noch an das Spiel zu Steven Spielbergs SciFi-Thriller „Minority Report“ erinnert, sieht das im Fall von Spider-Man 2 anders aus. Das galt bis vor kurzem noch als das beste Spiel mit der freundlichen Spinne aus der Nachbarschaft, im vergangenen September wurde es dann von Marvel’s Spider-Man abgelöst.

Mit Call of Duty kam Treyarch Mitte der 2000er erstmals in Berührung, als man das konsolenexklusive Spin-off Big Red One entwickelte. Die Kalifornier durften sich daraufhin direkt an einem Hauptteil der Serie versuchen: 2006 erschien Call of Duty 3, allerdings auch wieder nur für die Konsolen. PC-Zocker wurden von Treyarch erstmals 2008 mit Call of Duty: World at War bedient. In den Folgejahren widmete sich das Studio vollends der „Black Ops“-Reihe, deren erster Teil zu den besten „Call of Duty“-Spielen zählt.

Welche Versionen gibt es?

Call of Duty: Black Ops 4 ist eines dieser Spiele, die es in zig verschiedenen Fassungen gibt. Da wäre zum einen die Standardfassung, die nur das Spiel ohne Extras enthält. Dann bietet Amazon exklusiv die Standard Plus Edition für PS4 und Xbox One an. Die kostet nicht mehr  und bietet als Extras lediglich eine In-Game-Visitenkarte und einen zweistündigen Boost für doppelte Erfahrungspunkte. Weiter geht es mit der Digital Deluxe Edition für knapp 100 Euro, die zusätzlich zum Hauptspiel den Black Ops Pass, ein paar Bonusobjekte und 2400 Call of Duty Points enthält. Den Season Pass gibt es auch einzeln für 50 Euro und er sichert euch Zugriff auf zwölf weitere Multiplayer-Karten, vier neue Zombie-Szenarien und ebenso viele exklusive Charaktere (reine Skins ohne spielerische Auswirkungen) für den „Blackout“-Modus.

Call of Duty: Black Ops 4 - Zombie

Für Fans des Zombie-Modus soll schon im Hauptspiel viel Stoff enthalten sein, der Black Ops Pass wird noch einiges mehr hinzufügen.

Wenn ihr euch den Black Ops Pass so oder so holen wollt, solltet ihr direkt zur Digital Deluxe Edition greifen, denn so spart ihr ein klein wenig Geld. Es gibt auch noch eine Digital Deluxe Enhanced Edition, die nochmal knapp 30 Euro mehr kostet. Der einzige Unterschied ist aber die Anzahl der Call of Duty Points, die ihr bekommt. In diesem Fall sind es 8500 statt 2400.

Wer sich für eine physische Fassung entscheidet und den Black Ops Pass direkt mit dabeihaben möchte, greift zur Pro Edition, die außerdem 1100 Call of Duty Points, drei Sammelkarten, zehn Aufnäher mit den Wappen der Spezialisten und einen Pop Socket für euer Smartphone umfasst. Sie kostet in der PC-Variante circa 120, für die Konsolen 130 Euro. Und es geht noch deutlich teurer: Die Mystery Box ist die Sammlerausgabe von Call of Duty: Black Ops 4, die mit 199,99 Euro zu Buche schlägt. Dafür gibt es ein Steelbook, drei Litographien, einen „Call of Duty Zombies“-Comic von Dark Horse, vier FiGPiNs, ein 1000-teiliges Puzzle sowie den Pop Socket, die Aufnäher und den Season Pass, alles verstaut in einer aufwändig gestalteten Kiste.

Call of Duty: Black Ops 4 - Mystery Box Edition

Diese Kiste kostet euch 200 Euro. Ob die Edition das Geld wert ist?

An wen richtet sich Call of Duty: Black Ops 4?

Für absolute „Call of Duty“-Fans, die jeden Teil etliche Stunden im Multiplayer spielen, dürfte kein Weg an Black Ops 4 vorbeiführen. Der Shooter verspricht die gewohnte Kost mit neuen Modi und Maps, aber dem altbekannten Spielgefühl. Sicherlich spricht Call of Duty: Black Ops 4 auch Neueinsteiger an, die sich den Titel aufgrund des „Blackout“-Modus‘ zulegen werden. Battle-Royale-Spiele liegen nun mal im Trend und das neue CoD stellt eine sehr gute, unseren Betaerfahrungen nach zu urteilen sogar bessere Alternative zu PUBG dar. Doch wer Call of Duty in erster Linie wegen den spektakulär inszenierten Einzelspielerkampagnen spielt, geht bei Black Ops 4 leer aus. Dafür dürftet ihr in Sachen Mutiplayer derzeit kaum einen umfangreicheren Ego-Shooter vorfinden. Das kann sich im November ändern, wenn Battlefield 5 erscheint, aber bis dahin hat Black Ops 4 ja genug Zeit, sich als tägliche Feierabendunterhaltung zu etablieren.

Die Systemanforderungen der PC-Version

Minimale Anforderungen:

  • Betriebssystem: Windows 7 (64-bit)
  • Prozessor: Intel Core i5 2500k oder AMD-Äquivalent
  • Arbeitsspeicher: 8 GB
  • Grafikkarte: Nvidia GeForce GTX 660 oder GTX 1050 mit 2 GB VRAM oder AMD Radeon HD 7950
  • DirectX: Version 11
  • Soundkarte: DirectX-kompatible Karte
  • Netzwerk: Breitbandinternetverbindung
  • Festplattenspeicher: 40 GB

Empfohlene Anforderungen:

  • Betriebssystem: Windows 10 (64-bit)
  • Prozessor: Intel Core i7 4770K oder AMD-Äquivalent
  • Arbeitsspeicher: 12 GB
  • Grafikkarte: Nvidia GeForce GTX 970, GTX 1060 mit 6 GB VRAM, AMD Radeon R9 390 oder RX 580
  • DirectX: Version 11
  • Soundkarte: DirectX-kompatible Karte
  • Netzwerk: Breitbandinternetverbindung
  • Festplattenspeicher: 40 GB
Call of Duty: Black Ops 4 - Sonne

Grafisch ist Black Ops 4 kein großes Highlight, das sich mit einem Battlefield 5 messen könnte.

Interessante Fakten zum Spiel:

  • Call of Duty: Black Ops 4 ist der erste Teil der Reihe, der nicht auf Steam erscheint, sondern auf dem PC nur per Battle.net zu haben ist.
  • Die Karte des „Blackout“-Modus ist die bislang größte Map, die es jemals in einem Call of Duty gegeben hat. Sie besteht dabei zum Teil aus Schauplätzen vorheriger „Black Ops“-Teile, etwa „Nuketown“ oder „Array“. 
  • Es gibt zwar keine Kampagne, Call of Duty: Black Ops 4 enthält aber dennoch ein paar einzelne Solomissionen, die euch die Spezialisten des Multiplayers vorstellen und zeitlich zwischen Black Ops 2 und 3 angesiedelt sind.
  • Call of Duty: Black Ops 4 ist der erste Serienteil seit Call of Duty 2, der nicht im November, sondern Oktober erscheint. Das könnte etwas damit zu tun haben, das am 26. Oktober Red Dead Redemption 2 erscheint und Activision den Shooter lieber vorher auf den Markt bringen möchte als nachher. 
  • Der Day-1-Patch ist satte 50 Gigabyte groß. Wer sich Black Ops 4 auf Disc holt, muss also trotzdem fast so viel herunterladen wie die Käufer der digitalen Fassungen.

Nicht verpassen!

Total Battle
(5)
League of Angels 2
(114)
World of Warships
(78)
Der Herr der Drachen Spieleintrag 1290x726
(7)
World of Tanks
(92)