Unterwegs in Assassin's Creed Odyssey: Emotionale Dialoge, Kämpfe und mehr

Auf der gamescom 2018 konnten wir schon einen ersten flüchtigen Blick auf Assassin’s Creed Odyssey werfen.

Aber wie das nun einmal auf Messen so ist, so richtig Zeit zum Eintauchen in die virtuelle Welt bleibt natürlich nicht. Das hat sich nun geändert, denn Ubisoft hatte erneut eingeladen und dieses Mal haben wir viel Zeit mitgebracht, um das antike Griechenland zu erkunden und die ersten Schritte unserer Odyssee voranzuschreiten. Im Fokus standen für uns bei diesem Termin die Charakterentwicklung, Gespräche und einige der Rollenspielelemente.

Assassin's Creed Odyssey - Trailer:

Kassandra ist die Lara Croft der Antike

Kassandra war sogar persönlich da.Im Vergleich zur Version, die uns in Köln gezeigt wurde, durften wir dieses Mal einen Abschnitt relativ am Anfang des Abenteuers erleben, inklusive einiger Szenen aus der Gegenwart. Allerdings werden wir nicht spoilern, worum es geht oder welche Absichten verfolgt werden. Wir steigen direkt nach der Charakterauswahl ins Spiel ein – wir haben uns übrigens wieder für Kassandra entschieden. Es ist einfach etwas anderes einen vollwertigen "Assassin’s Creed"-Titel mit einer Protagonistin zu erleben. Außerdem hat sie eine etwas eigenwillige Persönlichkeit, wie wir nach wenigen Minuten feststellen mussten. Kassandra gehört definitiv nicht in die Kategorie Püppchen, die sich in schöne Kleider hüllt und nur mit dem Essen darauf wartet, dass ihr geliebter Krieger von der Schlacht heimkommt.

Sie ist das genaue Gegenteil, wie ihre Einführung beweist. Kassandra sitzt in einem Lumpengewand auf der Brüstung ihres Hauses und reinigt ihr Kampfschwert, als plötzlich zwei Geldeintreiber erscheinen und nach ihrer Kohle verlangen. Mächtig böser Fehler: Nach einem kurzen Wortgefecht stopft sie den beiden abgehalfterten Kerlen mit ein paar schnellen Schlägen das Maul. Die Natur ihrer Persönlichkeit hätte uns auch schon früher auffallen können, denn an ihrem muskulösen Körper zeichnen sich bei Nahaufnahmen Adern und Sehnen ab, die nicht gerade davon zeugen, dass Kassandra ihre Tage mit dem Suchen von Beeren und anderen häuslichen Tätigkeiten verbringt. Aber gut, damit ist die Marschrichtung schon einmal vorgegeben.

Eine Welt voller Gefahren:

Emotionen können Vor- und Nachteile haben

Wie bereits eingangs erwähnt, haben wir uns dieses Mal unter anderem auf die Gespräche konzentriert und dementsprechend versucht zu handeln. In den Konversationen mit anderen Charakteren ist nämlich möglich, unterschiedlich zu reagieren. Wir konnten auf unser Gegenüber eingehen und Mitgefühl zeigen, uns wie ein Gott benehmen oder einschüchternd wirken. Je nach Wortwahl ändert sich der Gesprächsverlauf und es spricht sich natürlich auch herum, wie wir in bestimmten Gebieten auftreten. Dank Kassandras konstant leichter Angefressenheit werden Gespräche sowieso latent aggressiv geführt. Besonders klar wurde das, als wir unseren Bogen erneuern lassen wollten und sich die ältere Dame geziert hat, uns zu helfen. Also haben wir schnell einen aggressiveren Tonfall angeschlagen und siehe da, unser Bogen wurde sofort repariert. Warum denn nicht gleich so? Es kann sogar sein, dass man durch sein Benehmen bestimmte Wege verschließt und sich andere öffnen. Die sich daraus ergebene Dynamik hat uns äußerst gut gefallen und das wird sich durch das gesamte Spiel ziehen.

Es sieht zwar wunderschön aus unter Wasser, aber die Steuerung hat uns Probleme bereitet.

Es sieht zwar wunderschön aus unter Wasser, aber die Steuerung hat uns Probleme bereitet.

Mit Lernkurve ist alles einfacher

Die von uns in Köln kritisierte und nicht vorhandene Lernkurve war beim Spielen kein Problem. Da wir relativ früh im Spiel eingestiegen sind, zeigte sich, dass die doppelte Belegung des Auswahlrades, sofern man alle Aktionen nach und nach lernt, hervorragend funktioniert. Mit unseren ersten Erfahrungspunkten haben wir uns den „Spartan Kick“ geleistet und ihn mittels freier Buttonbelegung dorthin gepackt, wo es uns am sinnvollsten erschien. Und siehe da: Ein bis zwei Tritte von einer hohen Klippe und selbst ein höherstufiger Gegner hat dem nur wenig entgegenzusetzen. Es fühlte sich nicht nur gut an, es hinterlässt auch mächtig Eindruck, wenn von oben ein Gegner mit seinem Rücken auf den Boden klatscht. Leider haben wir uns viel zu oft und viel zu lange in der wunderschönen Welt verloren und sind gar nicht mehr dazu gekommen, eine der Seeschlachten auszuprobieren. Allerdings haben wir dennoch ein Schiff versenkt, nämlich unser eigenes. Vielleicht hätten wir auf den Händler hören sollen, als er sagte, dass das Boot nicht für die offene See geeignet wäre. Aber kein Problem, wir sind dann einfach mit Kassandra an Land geschwommen. Lediglich das Tauchen hat uns noch ein paar Schwierigkeiten bereitet.

Eindruck:

Unser bislang positives Bild von Assassin’s Creed Odyssey wurde weiter gestärkt. Es sieht nicht nur fantastisch aus, es spielt sich auch großartig. Die Gespräche mit verschiedenen Persönlichkeiten und die Reaktionen, die sich daraus ergeben, sind mehr als gelungen. Außerdem haben die Entwickler die Umgebung Griechenlands äußerst authentisch in das Spiel transportiert. Einige aus unserem Team haben dort den einen oder anderen Urlaub verbracht und können bestätigen, dass die Fauna und Flora dem Original schon sehr, sehr nah kommen. Wir freuen uns auf jeden Fall auf den 5. Oktober, wenn wir dann die unzerstörte Akropolis oder den Palast von Knossos besuchen dürfen.

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