Ubisoft will Spiele machen, die nicht enden

Ubisofts Ziel sei es, quasi "unendlich" lange Spiele zu erschaffen, auch im Bereich der reinen Singleplayer-Abenteuer.

„Games as a Service“ ist einer der wichtigsten Marketingbegriffe der vergangenen Jahre in der Videospielbranche. Viele Zocker sagen das Ende der klassischen Einzelspielertitel voraus, die man einmal durchspielt und dann zur Seite legt, um sich ins nächste virtuelle Abenteuer zu stürzen. Das mag etwas übertrieben sein, denn es erscheinen nach wie vor mehr als genug Spiele, die eine stark ausgeprägte Solokampagne haben, teilweise sogar komplett auf Online-Komponenten und Multiplayer verzichten. Ein Publisher, der mittlerweile aber selbst bei den Singleplayer-Spielen auf das „Games as a Service“-Modell setzt und das in Zukunft noch weiter intensivieren möchte, ist Ubisoft.

Auf dessen offizieller Webseite ist jüngst ein Interview mit Lionel Raynaud veröffentlicht worden. Der ist Executive Vice President of Creative der kanadischen Entwicklerstudios des Konzerns, die die größten hauseigenen Teams beschäftigen. Allein in Montreal arbeiten über 3000 Leute an Spielen wie Assassin’s Creed Odyssey oder zuletzt Far Cry 5. In dem Interview spricht Raynaud über die Zukunft und geht dabei auf die immer größer werdenden Pläne für die Zeit nach dem Release eines Spiels ein. Die Titel sollen eine längere Lebenszeit haben - selbst die, die nicht Multiplayer-fokussiert sind.

Assassin's Creed Odyssey - Pferd steigt

Assassin's Creed Odyssey ist der nächste große Blockbuster aus dem Hause Ubisoft.

„Wir alle sehen eine Zukunft, in der ein Spiel [nach der Veröffentlichung] Bestand haben wird und neue Erfahrungen in die Titel hineinkommen“, so Raynaud. Er spricht von Technologien, die es erlauben, die aktuellen Grenzen in Sachen Speicherplatz zu überschreiten: „Wir wären in der Lage, in derselben Welt mehrere historische Perioden zu haben.“ Er bezieht sich dabei auf Assassin’s Creed, bei dem es in Zukunft möglich sein könnte, per Animus innerhalb eines Serienteils in unterschiedliche Epochen der Menschheitsgeschichte einzutauchen und zwischen ihnen hin- und herreisen zu können. Bei einem Far Cry oder Watch Dogs wäre es möglich, mehrere Orte auf der Welt erkunden zu können. 

„Was das antreibt, ist der Wille, keine endlichen Erfahrungen zu liefern“, sagt Raynaud. Er spricht davon, dass man in den eigenen Spielen stets einen starken Antagonisten hat und das Ziel des Spielers es ist, ihn zu töten. „Wir haben das ein paar Mal in unseren Spielen gemacht“, so der Ubisoft-Mitarbeiter. „Aber wenn du erfolgreich bist, verlässt du das Spiel, weil es nichts mehr zu tun gibt. Das Ziel war es also, damit zu brechen“, führt Raynauld weiter aus. „Sagen wir, du wirst mehrere Male der Held einer Region oder eines Volkes sein, nicht nur ein einziges Mal. Und wenn du einen Diktator oder Unterdrücker losgeworden bist, passiert etwas Anderes in der Welt und du wirst ein neues Ziel haben.“

Im Endeffekt geht es Ubisoft also darum, Spiele zu schaffen, die „unendlich“ sind. Wer weiß: Vielleicht braucht es in Zukunft gar kein jährliches Assassin’s Creed mehr, weil einfach ein Spiel um immer wieder neue Epochen und Geschichten erweitert wird. Schon bei Origins hat man gemerkt, dass Ubisoft auch im Singleplayer-Bereich auf „Games as a Service“ setzen möchte. Denkt doch nur an die immer wiederkehrenden Event-Quests, die kostenlosen Inhalts-Updates oder die täglichen Aufträge, die ihr neben all den normalen Missionen erfüllen könnt! Bei Assassin’s Creed Odyssey könnte uns noch mehr frischer Content nach der Veröffentlichung erwarten – sowohl kostenloser, als auch kostenpflichtiger.

Quelle: Ubisoft

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