Faktencheck zu Assassin’s Creed Odyssey

Pünktlich zum Release von Assassin’s Creed Odyssey könnt ihr bei uns alles nachlesen, was ihr über das Adventure wissen müsst.

Assassin’s Creed Odyssey

Assassin’s Creed Odyssey

Die Assassinen sind bekanntlich seit jeher ein sehr umtriebiger Verein. Man könnte also meinen, dass sie auch im antiken Griechenland ihre Finger, beziehungsweise Messer, im Spiel hatten. Heute ist es so weit: Ihr könnt Assassin’s Creed Odyssey für PlayStation 4, Xbox One oder PC im Elektronikfachgeschäft eures Vertrauens erwerben. In unserem Faktencheck verraten wir euch, wer dieses Mal wen warum wie meuchelt und vor allem wie!

Worum geht es?

Es geht nicht um Assassinen. Jedenfalls nicht in dem Maße, wie der Titel vermuten lässt. Seit Abschluss der Haupttrilogie mit der Veröffentlichung von Assassin's Creed III im Oktober 2012 sagt sich die "Assasssin’s Creed"-Reihe mit jedem Eintrag mehr und mehr los von seinen narrativen Wurzeln. In ihrem neuesten Wurf gehen die Entwickler von Ubisoft den letzten konsequenten Schritt und setzen in der Story zeitlich noch vor der Gründung des Assassinenordens an, die im Vorgänger Assassin’s Creed Origins Thema war. Ihr merkt, der Name war damals noch Programm.

In Assassin’s Creed Odyssey schlüpft ihr wahlweise in die Rolle der Söldnerin Kassandra oder des Söldners Alexios. Aber beim Genus hören die Unterschiede zwischen den beiden Protagonisten auch schon auf. Gameplay und Story verändern sich dadurch so gut wie gar nicht. Apropos Story: Getreu seinen Vorgängern dienen auch in Odyssey historische Ereignisse von immenser Bedeutung als Rahmen für die Handlung. Diesmal begleiten wir die Charaktere zu Zeiten des Peloponnesischen Krieges zwischen den mächtigen Stadtstaaten Sparta und Athen im Jahre 431 vor Christus. Als Kassandra oder Alexios stammt ihr von einem spartanischen Feldherren ab, wurdet aber schon als Kind verstoßen und zum Tode verurteilt. Jahre später verdingt ihr euch als käuflicher Krieger und versucht die Geheimnisse um eure rätselhafte Herkunft zu lüften. Durch eure Abenteuer trefft ihr auf eine Vielzahl historischer Figuren wie den Philosophen Sokrates und den Arzt Hippokrates von Kos und lenkt schließlich sogar den Verlauf der Weltgeschichte.

Eine Story von solcher Größenordnung braucht einen entsprechenden Unterbau und die Franchise um die Meuchelclique ist bekannt für ihre großen Spielwelten. Odyssey legt erwartungsgemäß noch eine Schippe drauf und wartet mit einer gigantischen Open World auf, in der ihr nach Belieben herumturnen könnt. Abseits der Hauptstory gibt es dort wie gewohnt jede Menge zu erleben, zum Beispiel kleine Nebenquests, Auseinandersetzungen mit der Fauna oder das Sammeln von Gegenständen. Im Gegensatz zu Vorgängertiteln müsst ihr euch in Assassin’s Creed Odyssey aber nicht gezwungenermaßen stumpf von einem Icon auf dem Bildschirm zum nächsten bewegen. Aktiviert ihr den brandneuen Exploration Mode, obliegt es euch durch konzentriertes Zuhören und gute Detektivarbeit herauszufinden, wo es etwas zu entdecken gibt. Die ganze griechische Welt der Antike, von Athen bis Sparta, Theben bis Korinth, lädt so zum Erkunden ein. Erkunden heißt in dem Fall umhersegeln, denn ähnlich wie in Assassin’s Creed IV Black Flag dient das Segelschiff als Lebensmittelpunkt eures Söldnerdaseins. Taktisch ausgefeilte Seekämpfe in Echtzeit sind also ein elementarer Bestandteil des Gameplays.

Im Kern ist und bleibt Assassin’s Creed Odyssey aber ein Action-Adventure. Ihr bewegt also den Söldner eurer Wahl aus der Third-Person-Perspektive durch die Spielwelt und müsst euch in Echtzeitkämpfen gegen diverse NPCs behaupten, die euch an die griechische Gurgel wollen. Im Kampf bedeutet das: möglichst reaktionsschnell schlagen, stechen, schlitzen und schießen. Aber wer austeilt, muss auch einstecken können. Ausweichen und Blocken ist also ebenfalls gefordert. Damit das alles möglichst reibungslos abläuft, rüstet ihr Alexios oder Kassandra regelmäßig mit dem neuesten Kampfwerkzeug aus und skillt sie eurer Strategie entsprechend entlang des Fähigkeitenbaumes als Assassine, Krieger oder Jäger.

Wer hat’s gemacht?

Entwickelt hat Assassin’s Creed Odyssey hauptsächlich Ubisoft Quebec. Der kanadische Ableger des französischen Gaming-Riesen war schon an der Entstehung vieler Vorgänger aus der Franchise beteiligt. Außerdem gehen Spiele wie South Park: The Fractured but Whole, Prince of Persia: The Forgotten Sands und Tom Clancy's Rainbow Six: Vegas unter anderem auf ihr Konto. Als Game Director fungierte Scott Phillips, der auch schon an der Produktion von Assassin’s Creed Syndicate beteiligt war und aus dem Game-Design kommt.

Welche Versionen gibt es?

Welche gibt es nicht? Ubisoft vertreibt Assassin’s Creed Odyssey nicht nur als Standardversion für 60 Euro, sondern gleich sechs weiteren Editionen:

  • Für die Deluxe Edition zahlt ihr 70 Euro. Dafür gibt es das Kronos-Paket (fünf epische Rüstungsteile, eine epische Waffe und ein episches Reittier), das "Herold der Dämmerung"-Paket (fünf seltene Rüstungsteile und eine seltene Waffe), das Aigokereus-Schiffspaket (ein Schiffsdesign und ein Besatzungs-Stil) und temporär einen XP-Boost sowie Drachmen-Boost.
  • Investiert ihr 100 Euro in die Assassin's Creed Odyssey Gold Edition, erhaltet ihr den Season Pass und, als Konsolenspieler, ein Steelbook.
  • Die Assassin's Creed Odyssey Ultimate Edition für 110 Euro kombiniert Deluxe- und Gold Edition.
  • Die Medusa Edition wartet für ebenfalls 110 Euro mit den digitalen Boni des Kronos-Pakets und der Zusatzmission "Der blinde König" auf. Dazu gibt es auch Greifbares: Eine Statue der gefallenen Gorgone, ein 64-seitiges Art-Book und eine Weltkarte.
  • Für 160 Euro gibt es die Spartan Edition mit exklusiver Statue, Steelbook, Art-Book, exklusiver Lithografie, Weltkarte, einer Auswahl des Spiel-Soundtracks, Season Pass, "Der blinde König" und das Digital Deluxe Paket. Außerdem dürft ihr schon am 2. Oktober, drei Tage vor Normalsterblichen, loszocken.
  • Auch die Pantheon Edition lässt euch schon am 2. Oktober an den Start. Dazu enthält sie das Nemesis Diorama, das Steelbook, das Art-Book, eine exklusive Lithografie, die Weltkarte, eine Auswahl des Spiel-Soundtracks, den Season Pass, "Der blinde König" und das Digital Deluxe Paket – der Spaß kostet um die 240 Euro.

An wen richtet sich Assassin’s Creed Odyssey?

Assassin’s Creed Odyssey beschreitet weiter zielsicher den Weg, den seine Vorgänger eingeschlagen haben. Geschichte und Charaktere sind eher zweitrangig, das enge Korsett der Assassinensage ist endgültig weg. Puristen mag das sauer aufstoßen, aber Fans von klassischeren Rollenspielen dürften sich im antiken Griechenland pudelwohl fühlen.

Dabei bewegt sich Odyssey irgendwo zwischen Hardcore und Mainstream: Ihr könnt hunderte Stunden mit Alexios und Kassandra verbringen, bis auch das letzte Puzzle gelöst und die letzte Olive gelutscht ist, oder ihr bewegt euch kerzengerade von A nach B und genießt ein Action-Adventure, das erst gegen Ende Grinding erfordert. Gleiches gilt für das Setting. Zeit und Ort des Kampfes zwischen Athen und Sparta sind, je nachdem, was euch lieber ist, einfach nur eine spannende und wunderschöne Kulisse oder ein historisch authentisches 3D-Action-Museum. In Assassin’s Creed Odyssey ist für jeden halbwegs Interessierten etwas dabei.

Die Systemanforderungen der PC-Version

Minimale Anforderungen:

Betriebssystem: Windows 7 SP1, Windows 8.1, Windows 10 (nur 64-Bit-Versionen)
Prozessor: AMD FX 6300 @ 3.8 GHz, Intel Core i5 2400 @ 3.1 GHz, Ryzen 3 - 1200
Grafikkarte: AMD Radeon R9 285 (2 GB VRAM mit Shader Model 5.0) oder NVIDIA GeForce GTX 660
Arbeitsspeicher: 8 GB
DirectX: Version June 2010 Redistributable
Festplattenspeicher: 46 GB

Empfohlene Anforderungen:

Betriebssystem: Windows 7 SP1, Windows 8.1, Windows 10 (nur 64-Bit-Versionen)
Prozessor: AMD FX-8350 @ 4.0 GHz, Intel Core i7-3770 @ 3.5 GHz, Ryzen 5 - 1400 
Grafikkarte: AMD Radeon R9 290X (4 GB VRAM oder mehr mit Shader Model 5.0) oder besser oder NVIDIA GeForce GTX 970 (4 GB)
Arbeitsspeicher: 8 GB
DirectX: Version June 2010 Redistributable
Festplattenspeicher: 46 GB

Interessante Fakten zum Spiel:

Assassin’s Creed Odyssey erscheint zwar erst ein Jahr nach Assassin’s Creed Origins, wurde aber gleichzeitig entwickelt. Die Macher hatten also ein ganzes Jahr mehr Zeit für Feinschliff und Detailarbeit.  

Um ein Gefühl für griechische Geschichte zu entwickeln und erste Recherchearbeiten durchzuführen, reiste ein Team aus Entwicklern und Produzenten zu Beginn der Arbeiten zehn Tage lang quer durch Griechenland. An der Seite eines Historikers besuchten sie Orte wie Athen, Epidauros und Kreta.

Keine Assassinen bedeutet keine versteckte Klinge. Sie wird erst zu der Zeit, in der Origins spielt, erfunden. Odyssey ist somit der erste Titel in der Reihe, in der die ikonische Waffe des Ordens nicht auftaucht.

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