Take 2 Interactive will nur noch „Games as a Service“-Titel produzieren

Laut CEO Strauss Zelnick werden in Zukunft alle Spiele von Take 2 Interactive Mikrotransaktionen bieten. 

Im Jahr 2017 wurde ein neuer Höhepunkt erreicht, wenn es um die Verbreitung von Mikrotransaktionen, insbesondere Lootboxen, in Vollpreisspielen geht. Mittelerde: Schatten des Krieges hat sie, Assassin’s Creed Origins auch und bei Star Wars: Battlefront 2 sind die Pay-to-Win-Vorwürfe so groß wie bei kaum einem anderen AAA-Titel. Doch wer darauf hofft, dass dieser Kram kein Dauergast in Videospielen wird, der täuscht sich. Strauss Zelnick, der CEO von Take 2 Interactive, hat in einer Telefonkonferenz für Investoren die Ambitionen des Unternehmens öffentlich gemacht, in Zukunft nur noch „Games as a Service“-Spiele zu produzieren.

Heutzutage geht es nicht mehr darum, Spiele zu entwickeln, die der Spieler einmal kauft, um dann für 10, 20, 30 oder gar 100 Stunden Spaß zu haben und anschließend den nächsten Titel zu kaufen. Stattdessen müsse man die Spiele so gestalten, dass die Leute immer wieder zu ihnen zurückkehren – und immer wieder erneut Geld für sie ausgeben. „Tag für Tag, Woche für Woche. Du verliebst dich in diese Titel und sie werden ein Teil deines täglichen Lebens“, so Zelnick.

Genau das müsse eben passend monetarisiert werden, wie es Take 2 schon im Fall von NBA 2K17 (für dessen Mikrotransaktionen es sehr viel Kritik gab) und natürlich GTA Online gemacht hat. Gerade Letzteres spült dem Publisher enorm viel Geld in die Kassen. Wie wir gestern berichtet haben, sei der Umsatz durch Mikrotransaktionen und DLCs im zweiten Quartal des aktuellen Geschäftsjahres von Take 2 um 66 Prozent gestiegen und mache fast die Hälfte der Gesamteinnahmen aus. Da ist es kein Wunder, dass der Konzern mehr Spiele haben möchte, die sich so monetarisieren lassen.

GTA Online - Charaktere

GTA Online ist ein wahrer Goldesel für Take 2. Die DLCs sind zwar alle gratis, aber die Spieler geben insgesamt so viel Geld für virtuelle Dollarscheine aus, dass sich der Multiplayer von GTA 5 enorm rentiert.

Zelnick spricht hierbei von „recurrent consumer spending opportunities“: Spieler sollen nicht nur dauerhaft an die Titel gebunden, sondern auch immer dazu verlockt werden, weiteres Geld zu investieren. „Das ist ein Umbruch in unserer Branche“, sagt der Geschäftsführer von Take 2. 

Dass künftig alle Spiele des Publishers Mikrotransaktionen umfassen und den „Games as a Service“-Gedanken verfolgen sollen, bedeute aber nicht, dass jeder Titel ein Multiplayer-Spiel sein oder ein Modell mit einer virtuellen Währung haben müsse. Demnach wäre also weiterhin mit reinen Einzelspielererlebnissen zu rechnen. Doch es bewahrheitet sich eben das, was viele prophezeit haben: Lootboxen und Co werden bald in nahezu jedem großen Blockbuster sein. Sie werden sich mehr und mehr wie Free-to-Play-Titel anfühlen, aber dennoch 60 Euro kosten – keine schöne Vorstellung, aber wohl bald Realität.

Quelle: Take 2 Interactive
 

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