Persona 5? Nein, einfach nur nein!

Anfang des Jahres ist Persona 5 bei uns in Europa und in den USA auf den Markt gekommen und unsere Kollegen, sowohl in Europa als auch in den USA, sind sich größtenteils einig, dass es sich dabei um eines der besten Spiele des Jahres handelt.

Warum wir das Spiel bis heute nicht besprochen haben, lässt sich nicht mehr ganz rekonstruieren. Sagen wir einfach: Wir hatten zu wenig Zeit, waren im Stress oder hatten Gegenwind. Ist ja auch vollkommen egal, jetzt haben wir das nachgeholt. Und was sollen wir sagen? Wir können diese Lobhudeleien nicht einmal ansatzweise nachvollziehen und zwar niemand bei uns in der Redaktion. Das passiert wirklich selten. Im Regelfall ist mindestens einer bei uns im Team nicht unbedingt der Meinung der anderen. Aber das ist vollkommen legitim, denn wir bewerten, besprechen oder behandeln Games nicht nach dem üblichen Schema. Bei uns fließt deutlich mehr subjektive Suppe in einen Text als gewöhnlich.

Trailer:

Dieses Spiel hat uns zerstört!

Warum erwähne ich das jetzt so explizit? Ganz einfach. Persona 5 hat bei uns im Büro dafür gesorgt, dass einer früher in den Feierabend gestartet ist, weil er es nicht mehr ausgehalten hat. Der verantwortliche Streamer hat angefangen, Selbstgespräche zu führen und der Chat im Stream kam völlig zum Erliegen. Und das alles nicht im positiven Sinne. Dieses Spiel ist dermaßen stinklangweilig, dass es selbst spannender ist, Gras beim Wachsen zuzusehen. Wir haben uns zwei Stunden durch dieses Machwerk gequält, nur um dann entnervt festzustellen, dass Persona 5 eher ein spielbarer, illustrierter Roman ist und weniger ein klassisches Rollenspiel. Aber wir wollten unvoreingenommen an das Spiel gehen, soweit das bei all den positiven Kommentaren überhaupt möglich war. Wir haben jedenfalls etwas vollkommen anderes erwartet. Persona 5 ist unserer Meinung nach kein Rollenspiel, wie es nahezu überall proklamiert wird. Es ist eher ein interaktiver Anime mit Rollenspielelementen und jeder Menge Social-Sim-Inhalten. Das sollte man vorher wissen und vor allem muss man so etwas mögen! Offensichtlich haben wir uns blenden lassen.

Kommentiertes Gameplay:

Eine perfekte Einschlafhilfe...

Tut aber auch nichts zur Sache, es gibt durchaus gelungene Aspekte des Spiels. Der Style der Bedienobjekte, die Zwischensequenzen und auch der Sound sind erstklassig. Was uns hingegen gar nicht gefallen hat, war der Wechsel zwischen Spielgrafik und Sequenzen. Die Entwickler haben zwar versucht, alles möglichst einheitlich zu gestalten, aber der Bruch zwischen den beiden Bausteinen ist einfach zu immens und zieht einen immer wieder raus, wenn man nicht schon weggedöst ist. Kurioserweise ist das Spiel komplett auf Englisch, nicht einmal deutsche Untertitel gibt es. Schade, denn bei der Textfülle wäre das eine große Erleichterung. Zudem zieht sich der Anfang des Spiels schlimmer als ein Hubba Bubba Kaugummi. Wir haben in mehr als zwei Stunden gerade einmal zwei Kämpfe erlebt. Der Rest bestand aus belanglosen Schleichpassagen, ein paar Laufabschnitten und Reden, Reden und nochmals Reden. Gut, ein Teenager, wie es der Held des Spiels ist, hat durchaus Redebedarf. Aber muss es so viel sein?

Entnervtes Fazit:

Vielleicht haben wir zu wenig vom Spiel gesehen. Vielleicht sind wir mit den falschen Erwartungen an den Titel gegangen oder vielleicht haben wir es nicht verstanden. Persona 5 ist einfach nicht unser Ding. Punkt! Es gibt durchaus Dinge, die uns gefallen haben, aber der Großteil des Spiels ist bei uns durchgefallen. Wieso muss der Anfang des Spiels so unglaublich langwierig sein? Warum gibt es nicht einmal deutsche Untertitel? Und warum wird das Spiel als Rollenspiel vermarktet, wenn es doch eigentlich eine Social-Sim mit RPG-Einschlag ist? Wir können jedem nur raten, es vor dem Kauf einmal anzuzocken. Wer auf Visual Novels steht, dürfte seinen Spaß daran haben. Wir hatten keinen, sorry!

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