Cuphead: Eine Tasse voller Spaß zum Zerschmettern

Jump ‘n‘ Runs sind für Kinder? Bullshit! Okay, manche vielleicht, aber auf Cuphead trifft diese These definitiv nicht zu, auch wenn es vielleicht von der Optik so aussehen mag. Dieses Kleinod ist neben Playerunknown’s Battlegrounds und Forza Motorsport 7 der letzte große Exklusivtitel in diesem Jahr für die Xbox One. Zugegeben, groß ist vielleicht etwas übertrieben, es handelt sich um ein Indie-Game, welches exklusiv für Microsofts Plattformen erhältlich ist.

Cuphead Launch-Trailer:

Im Gegensatz zu Mario und Co. ist Cuphead doch eine ganz andere Hausnummer. Besagtes Indie-Spiel kaut euch richtig durch und rotzt euch danach wie einen benutzten Waschlappen in die Ecke. Ihr werdet die ersten Minuten fluchen, zetern und lamentieren, aber sehr schnell wird sich dieses Gefühl einstellen: "Na komm, ein Versuch geht noch." Denn eines ist Cuphead nie und zwar unfair. Im Prinzip liegt das Geheimnis nur darin, sich die Bewegungsmuster der Gegner und deren Attacken einzuprägen. Klingt total einfach und mit jedem Versuch kommt man ein Stückchen mehr voran und nähert sich dem Tod des Bosses oder dem Ende eines Levels. Aber genau in dem Moment, in dem man denkt, dass man es endlich gepackt hat, überrascht einen der Titel mit einem weiteren Feature oder einem neuen Bewegungsmuster. Zack, ist man wieder tot. Verdammt, aber ein Versuch geht noch.

Nico aka Sir Die-A-Lot Teil 1:

Das ist mir nicht nur einmal passiert und was habe ich geflucht! Doch sobald man ein Level endlich geschafft hat, schüttet die Hypophyse einen richtigen Schwall an Endorphinen aus. Es gibt kaum ein schöneres Gefühl als körpereigene Opiate durch die Blutbahn rauschen zu spüren. Aber zuvor heißt es: leiden, leiden und abermals leiden. Allerdings muss man wirklich über eine hohe Frusttoleranz verfügen, sonst macht Cuphead einfach keinen Spaß. Es gibt aber noch einen weiteren Aspekt, der dieses Spiel so besonders macht und das ist die audiovisuelle Gestaltung: 30er-Jahre-Optik gepaart mit einem stimmigen Jazz-Soundtrack. Eine solche Mischung gab es bislang noch nicht. Die Geschichte dagegen ist eher zweitrangig. Nur so viel: Cuphead und sein Freund Mugman haben beim Glücksspiel gegen den Teufel verloren und sollen nun für ihn Seelen eintreiben. Erfrischend ist anders, aber zumindest muss mal keine holde Jungfer gerettet werden.

Nico aka Sir Die-A-Lot Teil 2:

Eine Tatsache sollte man dabei jedoch nicht unter den Tisch fallen lassen. Cuphead ist extrem kurz und wird lediglich durch den hohen Schwierigkeitsgrad in die Länge gezogen. Das ist auf der einen Seite das System hinter dem Spiel, auf der anderen Seite aber auch ein bisschen schade, denn so schießt der Titel trotz der großartigen Präsentation weit am Massenmarkt vorbei. Würde der Titel einen geringeren Schwierigkeitsgrad haben, wäre die Reise nach gut einer Stunde schon beendet. So aber wird jeder normaltalentierte Spieler zahlreiche Stunden damit verbringen, um Cuphead nur auf "normal" abzuschließen und genau das werde ich jetzt weiter tun: Sterben und die letzten Bosse niederringen.

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